Zwei Tage nach dem Beben ist der türkische Präsident auf dem Weg ins Katastrophengebiet. Dabei steht Erdoğan selbst unter Druck: Opfer klagen über ausbleibende Hilfen, die Opposition über fehlende Präventionsmaßnahmen.
Foto: Ibrahim Oner / dpa
Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben vom Montag mit – nach jetzigem Stand – mehr als 10.000 Opfern besucht der türkische Präsidentdas Katastrophengebiet. Er sei in der Provinz Kahramanmaras und auf dem Weg zu einer für die Erdbebenopfer errichteten Zeltstadt, teilte das Präsidialamt am Mittwoch mit. Erdoğan wollte auch die Provinz Hatay besuchen.
Beide Gebiete sind stark von den Beben getroffen und haben Tausende Tote zu verzeichnen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll Erdoğan zugegeben haben, dass es am ersten Tag »Probleme bei der Reaktion auf das Erdbeben« gegeben haben soll. Nun liefen die Bergungsoperationen aber normal.»wird nicht zulassen, dass Bürger obdachlos werden, die staatliche Wohnungsbehörde wird das notwendige tun«, so Erdoğan.
Betroffene klagen unterdessen über fehlende oder nur schleppende Hilfe bei der Bergung der Verschütteten. Der türkische Oppositionsführer warf Präsident Erdoğan persönlich Versagen vor. »Wenn jemand hauptverantwortlich für diesen Verlauf ist, dann ist es Erdoğan«, sagte Kemal Kilicdaroglu, Chef der größten Oppositionspartei CHP.
Außerdem in den Fokus geriet die Frage nach dem Verbleib der Erdbebensteuer der Regierung Erdoğan, die offiziell »private Transportsteuer« genannt wird. Seit dem verheerenden Erdbeben von 1999 hatte die Türkei so 88 Milliarden Türkische Lira eingenommen, was nach heutigem Währungskurs 4,67 Milliarden US-Dollar sind.
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