ESG-Risiken spalten die Kreditpraxis der Banken

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ESG-Risiken prägen die Kreditvergabe, doch Datenlücken im Mittelstand erschweren Banken die Bewertung und Preisgestaltung.

ESG-Risiken spalten die Kreditpraxis der BankenPhysische Klimarisiken spielen in der Kreditvergabe an Unternehmen eine zunehmend sichtbare Rolle. In den Preisen für Kredite schlagen sie sich bislang jedoch nur begrenzt nieder.

Das zeigt der ESG-Daten-Monitor 2026 von Frankfurt School of Finance & Management, openESG und Acuity Analytics. Für die Studie wurden 154 Fachleute aus Banken und Leasinggesellschaften befragt. Besonders deutlich wird die Lücke zwischen Risikobewertung und Konditionengestaltung im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen. Auf einer Skala von eins bis fünf erreichen physische Klimarisiken bei der Sicherheitenbewertung einen Durchschnittswert von 3,5.

Auch in Szenarioanalysen und Stresstests sowie im Kundendialog werden sie mit jeweils 3,3 vergleichsweise stark berücksichtigt. In der Kreditentscheidung liegt der Wert bei 3,2. Beim Pricing und den Konditionen kommen physische Klimarisiken dagegen nur auf 2,1 und damit auf den niedrigsten Wert der abgefragten Prozessschritte. Parallel dazu nimmt die Bedeutung von ESG-Risiken im Firmenkundengeschäft zu, allerdings nicht über alle Institute hinweg.

Bei großen, berichtspflichtigen Firmenkunden beeinflussen ESG-Risiken nach Einschätzung der Befragten inzwischen durchschnittlich 46% des Kreditgeschäfts. Auffällig ist vor allem die stärkere Spreizung: Der Anteil der Befragten, bei denen ESG-Risiken mehr als 80% des Geschäfts beeinflussen, ist seit 2024 von 13 auf 36% gestiegen.

„Bei großen Firmenkunden sieht ein Teil der Befragten fast jede Kreditentscheidung durch ESG-Risiken beeinflusst, bei anderen spielen sie kaum eine Rolle“, sagt Maurice Dumrose, Wissenschaftler am Fachgebiet Nachhaltige Finanzwirtschaft der Universität Kassel und Mitautor der Studie. Im Mittelstand trifft der Datenbedarf der Banken auf lückenhafte Informationen. Fehlen unternehmensbezogene ESG-Daten, greifen rund 90% der Befragten auf Branchendurchschnitte zurück. Im Standardprozess der KMU-Kreditvergabe werden solche Branchenwerte nach Angaben der Studie deutlich häufiger genutzt als berichtete Unternehmensdaten.

Zugleich sehen viele Institute zusätzlichen Datenbedarf. 81% halten weitere Finanzdaten für notwendig, um physische Klimarisiken bei KMU angemessen bewerten zu können. Die Regulierung verschärft diese Frage aus Sicht eines Teils der Befragten. 49% erwarten, dass sich die ESG-Datenerfassung infolge der Omnibus-Regelungen weiter verschlechtert. Bereits heute bezeichnen 69% die Datenerfassung als herausfordernd. Nur 7% halten das Basismodul des freiwilligen VSME-Standards für ausreichend, um physische Klimarisiken zu bewerten.

Die European Financial Reporting Advisory Group , das fachliche Beratungsgremium der EU-Kommission für Unternehmensberichterstattung, hat den freiwilligen VSME-Standard für kleinere Unternehmen entwickelt. Jörg Hessenmüller übernimmt das Deutschland-Geschäft von Standard Chartered. Nach dem Ärger mit der Bafin soll er den wichtigen Wachstumsmarkt der britisch-asiatischen Bank stärken. Kurz vor dem Start des staatlich geförderten Altersvorsorgedepots fühlen sich viele Deutsche schlecht informiert.

Laut einer Umfrage hat gut ein Drittel noch nichts davon gehört, vier von zehn Befragten wollen 2027 aber wahrscheinlich ein Depot eröffnen. Die UBS-Aktionärin Artisan Partners kritisiert die Schweizer Eigenmittelregulierung scharf und fordert den UBS-Verwaltungsrat zur Sitzverlegung auf. Das Vorgehen hat Kalkül.28 Bill. Dollar, 13% Wachstum – die größten Pensionsfonds der Welt erreichen 2025 neue Rekordmarken.

Besonders auffällig: Asien gewinnt an Gewicht, während KI bei führenden Fonds vom Experiment zum Arbeitsalltag wird. Die Unicredit zieht die Schlinge bei der Commerzbank immer enger. Nun wird darüber gesprochen, wer Noch-CEO Bettina Orlopp Anfang nächsten Jahres beerben könnte. Ex-HVB-Chef Michael Diederich gilt als ein Favorit.

Die brasilianische Nu Holdings strebt keine Übernahme von Monzo an. Damit verpuffen Spekulationen, die britische Neobank könnte für bis 10 Mrd. Pfund die Eigentümer wechseln.

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