Der US-Finanzinvestor Carlyle darf die 7,7 Mrd. Euro schwere Lacksparte BASF Coatings offiziell übernehmen. Die EU-Kommission macht jedoch Gefahren für den Wettbewerb aus. Daher muss sich Carlyle von Nouryon trennen.
Der US-Finanzinvestor Carlyle darf die 7,7 Mrd. Euro schwere Lacksparte BASF Coatings offiziell übernehmen. Die EU-Kommission macht jedoch Gefahren für den Wettbewerb aus. Daher muss sich Carlyle von Nouryon trennen.picture-alliance/ dpa | Franz-Peter TschaunerDie EU-Kommission hat den Verkauf des Lackgeschäfts des Chemiekonzerns BASF an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen genehmigt.
Carlyle muss das weltweite Polysulfid-Geschäft des Spezialchemieunternehmens Nouryon verkaufen, das zum Portfolio der Investmentgesellschaft Carlyle gehört, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Damit soll der Wettbewerb im Bereich der Dichtstoffe in der Luft- und Raumfahrt und der Polysulfide als dafür entscheidendem Ausgangsstoff gesichert werden. Nouryon sei einer von nur zwei globalen Anbietern dieser Polysulfide und habe deshalb erhebliche Marktmacht, begründete die EU-Kommission ihre Entscheidung.
Polysulfide seien für die Herstellung von Dichtstoffen in der Luft- und Raumfahrt nötig – einem Markt, in dem auch BASF Coatings tätig ist. Aus Sicht der Brüsseler Wettbewerbshüter hätte das fusionierte Unternehmen wahrscheinlich die Möglichkeit und den Anreiz, den Zugang der Wettbewerber von BASF Coatings zu Polysulfiden für Dichtstoffe in der Luft- und Raumfahrt zu beschränken, und könnte zudem wirtschaftlich sensible Informationen zum Nachteil der Wettbewerber nutzen.
Der Chemiekonzern BASF mit Sitz in Ludwigshafen und Carlyle hatten die Transaktion im vergangenen Oktober angekündigt. Für die Sparte wurde demnach ein Unternehmenswert von 7,7 Mrd. Euro angesetzt. Zum Geschäftsbereich gehören etwa Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke sowie Oberflächentechnik.
BASF will demnach 40% an der Sparte behalten. Dem Konzern sollen 5,8 Mrd. Euro vor Steuern in bar zufließen. Rheinmetall hat einen Milliardenauftrag zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie vier Marineschiffen im Gesamtwert von 5,7 Mrd.
Euro aus Rumänien erhalten. Triton steht kurz vor dem Kauf von Flender aus den Händen der Beteiligungsgesellschaft Carlyle. Flender aus Bocholt fertigt Antriebssysteme und war einst Teil von Siemens. Die Transaktion wird mit 3 Mrd.
Euro bewertet. Der öffentlichkeitsscheue Immobilienunternehmer Alfons Doblinger wird Mehrheitsaktionär des börsennotierten Kaufhauses Ludwig Beck am Münchner Marienplatz. Der Aktienkurs schießt in die Höhe. Amerikas Tech-Riesen beschaffen sich mit beispiellosen Maßnahmen neue Mittel für die KI-Expansion.
Eine Mega-Kapitalerhöhung von Alphabet verdeutlich das Gefälle zum europäischen Markt. Die Czechoslovak Group baut ihre Beteiligung an Alzchem auf über 17 Prozent aus und sichert sich damit Zugang zu wichtigen Vorprodukten für die Munitionsproduktion. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung. Das Münchner Robotik-Startup Agile Robots verhandelt laut einem Bericht mit Investoren über eine 800 Mill.
Dollar schwere Finanzierungsrunde. Zu den möglichen Geldgebern könnte erneut der japanische Technologieinvestor Softbank gehören.
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