Beim Weltnaturgipfel haben sich die Staaten einiges vorgenommen: 30 Prozent Schutzgebiete, Renaturierung, weniger Umweltverschmutzung. Der zuständige EU-Kommissar gibt sich im BR24-'Interview der Woche' optimistisch. Von HerrSimon10 ⬇️
"Wir hatten diesen freudigen Moment im Dezember, aber jetzt müssen wir uns wirklich auf unsere Hausaufgaben konzentrieren", sagt der EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Virginijus Sinkevičius. Der 32-jährige EU-Politiker aus Litauen hat beim Weltnaturgipfel im Montreal als Verhandlungsführer für die Delegation der Europäischen Union fungiert und das Rahmenabkommen zum Erhalt der Biodiversität weltweit bis 2030 maßgeblich mitverhandelt.
Zu den "Hausaufgaben" gehört für EU-Kommissar Sinkevičius jetzt für die EU-Mitgliedstaaten die Strategien vorzugeben, wie das Abkommen von Montreal in der EU umgesetzt werden soll. Wichtig ist laut dem EU-Kommissar, das Abkommen nicht als Auswahlmenü zu betrachten: Die Regierungen dürften jetzt kein Rosinenpicken betreiben und sich nur auf die "low hanging fruits", also auf leicht erreichbare Ziele, konzentrieren.
Heißt: Nicht nur einzelne Ziele wie zusätzliche Schutzgebiete, sondern das ganze Paket, inklusive Pestizide und Dünger reduzieren, Plastikverschmutzung stoppen, Natur renaturieren, umweltschädliche Subventionen abbauen und generell den Schutz der Biodiversität bei allen wichtigen politischen Entscheidungen mitdenken.
Dennoch müssen die EU-Mitgliedsstaaten dazu noch zusätzliche Gebiete schützen. Laut dem EU-Umweltkommissar stehen 26 Prozent der Flächen an Land unter Schutz. Es fehlen also nur noch vier Prozent zum Erreichen des Ziels. In den Meeresgebieten ist die Lücke größer: Elf Prozent der Fläche seien dort geschützt, 19 Prozent fehlen noch.
Mehrere Punkte des Abkommens von Montreal betreffen auch die Fischerei: "Diese fordern uns auf, die Fischgründe und Aquakulturen nachhaltig zu managen, um Überfischung zu verhindern, damit wilde Arten nachhaltig genutzt werden. Trotzdem wird das globale Ziel von 30 Prozent Schutzgebieten natürlich nicht machbar sein, ohne ein ambitioniertes Abkommen für die Hohe See", sagt Sinkevičius.
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
7 Prozent Dividende und 50 Prozent Kurspotenzial: Europa Aktien mit Comeback-ChanceMehr als eine Dekade liefen die europäischen Aktienmärkte den USA hinterher. Jetzt dreht der Trend. Um fast 30 Prozent hat der EuroStoxx seit September zugelegt. Was für ein nachhaltiges Comeback spricht, welche Aktien attraktiv sind
Weiterlesen »
LoL: Fnatic soll fatalen Fehler beim Zusammenstellen des Kaders gemacht haben – Zahlt dafür nun hohen PreisLoL Team Fnatic hat bei der Erstellung ihres Kaders für die Season 2023 Fehler gemacht und dadurch den Winter-Split verloren.
Weiterlesen »
Inflation steigt zu Jahresbeginn auf 8,7 ProzentDie Inflation in Deutschland verharrt zu Beginn des laufenden Jahres auf hohem Niveau. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand vorläufiger Daten mitteilte.
Weiterlesen »