EU und Lateinamerika: 'Beziehungen an einem Wendepunkt'

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Gipfel EU-Lateinamerika-Karibik: 'Beziehungen an einem Wendepunkt'

Erneuerbare Energien statt fossiler Brennstoffe: Was gut klingt, ist noch keine Realität. In Lateinamerika werden die Widersprüche der deutschen Energiepolitik besonders deutlich.Begegnet man sich auf Augenhöhe oder gibt es noch immer starke Ungleichgewichte in den Beziehungen?Das von der EU immer wieder beschworene Narrativ der Augenhöhe interpretiere ich eher als Symptom der in vielen Politikfeldern bestehenden oder angenommenen Asymmetrie.

Ich halte es für produktiver, diese Ungleichgewichte zu thematisieren, als sie mit einem Diskurs kultureller Nähe und gemeinsamer Werte zu überdecken. Die Staaten Europas und Lateinamerikas haben sich voneinander entfernt und stehen jetzt möglicherweise an einem erneuten Wendepunkt in ihren Beziehungen.Wer nimmt am EU-Lateinamerika-Gipfel teil?in Brüssel erwartet. Darunter sind die 27 EU-Länder und die 33 Celac-Staaten. Sie umfassen mehr als eine Milliarde Menschen, also gutZur Celac gehören alle souveränen Länder des amerikanischen Kontinents außer den USA und Kanada. Darunter sind Argentinien, Brasilien, Chile und Mexiko, aber auch sozialistische Länder wie Kuba und Venezuela. Der kleine karibische Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen hat derzeit den Celac-Vorsitz inne.Erneuerung der Partnerschaft beider Weltregionen "zur Stärkung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung". Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nennt engere Beziehungen zu Lateinamerika eine "strategische Notwendigkeit". Dabei geht es nicht nur um. Der letzte EU-Celac-Gipfel hatte 2015 in Brüssel stattgefunden.klares Bekenntnis zum Multilateralismus und zu Frieden und Sicherheit in der Welt . Die sozialistischen Celac-Länder Kuba und Venezuela warnen die EU allerdings vor einem "Scheitern" des Gipfels. Die traditionell mit Russland verbündeten Staaten wollen verhindern, dass der Ukraine-Krieg in der Abschlusserklärung erwähnt wird. Aber. Brasilien etwa hatte die Ukraine kürzlich aufgerufen, für Friedensverhandlungen mit Moskau auf die Krim-Halbinsel zu verzichten.Am Rande des Gipfels will die EU eine Reihe von Kooperationsabkommen unterzeichnen. Geplant sind nach Angaben der EU-Kommissionunterzeichnet werden. Auf das Land entfällt rund ein Viertel der weltweiten Lithium-Produktion. Der Rohstoff wird für Batterien benötigt. Die EU will sich damitKredite im Umfang von 800 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte in Argentinien, Brasilien und Chile ankündigen. Die Europäische Investitionsbank unter ihrem deutschen Vorsitzenden Werner Hoyer will dafür Verträge unterzeichnen. Mit dem Geld soll unter anderem derWerden Fortschritte beim Mercosur-Abkommen erwartet?zusammen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Das bereits 2019 geschlossene Mercosur-Abkommen ist jedoch bisher nicht ratifiziert. Die Europäer dringen auf, Argentinien und Brasilien nennen dies jedoch "inakzeptabel".

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