In den vergangenen zwei Wochen wurden schwere Vorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann (60) öffentlich. Es ging um angebliche Misshandlungen bei Konzerten gegenüber weiblichen Fans. Auch illegale Drogen sollen im Spiel gewesen sein. Die Band weist die Vorwürfe zurück. Jetzt schaltet sich Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) ein.
Sie fordert Änderungen im Konzertbetrieb. „Gerade junge Menschen müssen hier vor Übergriffen besser geschützt werden“, sagte Paus am Montag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die Grünen-Politikerin schlug Schutzbereiche für Frauen bei Konzerten sowie den Einsatz sogenannter Awareness-Teams vor, die als Ansprechpartner beim Verdacht auf sexuelle Übergriffe zur Verfügung stehen.
„Eine ernsthafte Debatte über die Verantwortung von Künstlern und Veranstaltern gegenüber ihren Fans ist sinnvoll“, sagte sie zu AFP. Die Ministerin lud die Musikbranche ein, dem „Bündnis gegen Sexismus“ beizutreten. „Das Bündnis stellt sich jeder Art von Sexismus und sexueller Belästigung entgegen“, sagte sie.
Der NDR und die „Süddeutsche Zeitung“ hatten zuvor über schwere Vorwürfe von Frauen gegen den Rammstein-Sänger Till Lindemann berichtet. Es ging dabei um Aufforderungen zum Sex, den Einsatz von K.-o.-Tropfen und Machtmissbrauch am Rande von Konzerten. Am Mittwoch wollen Rammstein im Rahmen ihrer aktuellen Europa-Tour ihr erstes von vier München-Konzerten spielen.
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