Der FC Bayern Basketball hat sein erstes EuroLeague-Heimspiel nach einer schwachen Schlussphase mit 84:86 gegen Partizan Belgrad verloren. Johannes Thiemann kritisierte numerous unnötige Fehler und fehlende Kontrolle über die Schlüsselspieler. Mit der zweiten Niederlage in Folge droht dem Team um Trainer Anton Gavel der Abstieg.
Auf dramatische Art und Weise hat der FC Bayern Basketball sein erstes EuroLeague-Heimspiel verloren: Das Team von Trainer Anton Gavel unterlag dem serbischen Rekordmeister Partizan Belgrad am dritten Spieltag mit 84:86 und kassierte die zweite Europapokal-Niederlage in Folge.
Partizan hingegen wahrte seine weiße Weste mit dem dritten Erfolg. Entsprechend groß war der Ärger bei Johannes Thiemann nach dem 84:86 gegen die Serben: Die Niederlage sei "total unnötig" gewesen, schimpfte er nach der Partie bei MagentaSport: "Wir haben 35 Minuten vieles richtig gemacht, dann fünf Minuten deren Schlüsselspieler nicht kontrollieren können. Dann verlierst du so ein Spiel.
" Magenta-Experte Per Günther pflichtete dem Welt- und Europameister bei: "Das tut weh. Du führst mit 13 zu Hause und hast das Spiel im Griff. Und dann sind es 29 Punkte im letzten Viertel, die du abgibst. Man darf das nicht unterschätzen: Da waren unglaublich viele freie Würfe bei Partizan in der 2.
Halbzeit.
"Der Ex-Profi wollte dabei auch Gavel nicht aus der Verantwortung lassen. "Die Ausbrüche sind zu groß", analysierte Günther mit Blick auf das System der Münchner: "Du musst versuchen, einen Reifeprozess zu durchlaufen. " Generell sei bei den Münchner zu wenig Resilienz nach Fehlern zu bemerken. "Ein Turnover - und wir alle merken sofort: 'Oh, jetzt sind sie mit sich selbst beschäftigt und es rollt etwas auf sie zu'", so Günther.
Ähnlich sah es Thiemann: "Es passieren einfach noch zu viele leichte Fehler, bei denen wir ihnen leichte Körbe geben. Sie kriegen Selbstvertrauen und treffen hinten raus die Würfe.
" Der Neuzugang wollte indes auch nicht alles schlecht machen und warb um Verständnis: "Wir vertrauen dem System - es ist ein sehr gutes System. Es ist ein neues System und da braucht es einfach ein bisschen Zeit.
"Auf Seite der Bayern hatte Duane Washington, der in der vergangen Spielzeit noch für die Serben aktiv gewesen war, mit 20 Punkten ebenso geglänzt wie Thiemann, der starke 17 Zähler auflegte. Doch es reichte nicht. Der deutsche Vorzeigeklub leistete sich zu viele Ballverluste, eine 13-Punkte-Führung schmolz so noch dahin. Die 11.500 Zuschauer im SAP Garden - darunter Max Eberl, Sportvorstand der Fußball-Abteilung des FC Bayern - sahen ein umkämpftes, körperliches Spiel, in dem die Münchner nur eingeschränkt Heimvorteil genossen.
Partizan hatte einen großen Block Fans angelockt, die Stimmung war aufgeheizt. Nach der Halbzeit gelang es den Münchnern zunächst, sich dank ihrer guten Wurfquote aus dem Feld und von der Freiwurflinie abzusetzen . Mit vielen Ballverlusten brachte der deutsche Vizemeister Partizan aber zurück ins Spiel - eine Parallele zum Auftakt gegen den israelischen Vizemeister Hapoel Tel Aviv in Bulgariens Hauptstadt Sofia, wo der FC Bayern letztlich noch knapp gewann. Diesmal aber reichte es nicht.
Ein kapitaler Fehlpass von Tobias Jensen 24 Sekunden vor dem Spielende gab Partizan einen entscheidenden Vorteil. Ein letzter Verzweiflungswurf Washingtons war zu kurz für einen Buzzer Beater.
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