Der Internationale Ski-Verband FIS plant neue Regelungen für die Startreihenfolge bei Skisprung-Wettbewerben, die ab Sommer-Grand-Prix eingreifen sollen und letztlich auch im Winter-Weltcup gelten werden
Der Internationale Ski-Verband ( FIS) hat einen erheblichen Vorschlag für die Organisation von Skisprung-Wettkämpfen veröffentlicht, der die Art und Weise, wie die Startreihenfolge festgelegt wird, radikal verändern soll.
Neues Konzept zur Startreihenfolge bei Skispringen
Laut Skispringen.com wurde das neue Konzept bereits während der FIS-Herbstsitzung in Genf vorgestellt und soll spätestens Ende Oktober bei dem Sommer-Grand-Prix-Finale in Klingenthal, Sachsen, in einer Testphase erprobt werden. Das Ziel des Reformvorschlags ist es, die Rolle der Qualifikation stärker zu betonen und dadurch die Wettbewerbsbalance zu erhöhen. Im bisherigen System wurden die Qualifikationsplatzierungen fast ausschließlich zur Bestimmung der Startreihenfolge bei den Hauptwettbewerben am frühen Samstag genutzt, wobei die Spitzenqualifikanten traditionell die letzten Plätze des ersten Durchgangs belegten.
Die FIS will diese Vorgehensweise ändern und die Qualifikation künftig zur Hauptbewertung der Startreihenfolge heranziehen - nicht nur für den heutigen Wettbewerb, sondern zukünftig auch für die nachfolgenden Wochenenden. Unter dem neuen System startet der Qualifikationssieger im Sonntagssprint letztlich als letzter Springer innerhalb des ersten Durchgangs, während der letzen qualifizierte Springer (Nummer 50) die oberste Position erfolgreicher Titelverteidiger bzw. Spitzenathleten einnimmt.
Dadurch soll die Spannung im zweiten Teil des Wettbewerbs erhöht werden, da der unmittelbare Kampf um die Pole-Position in laufender Zeit statt auf Weltcupstand basiert. Die Regeländerungen geben zudem erlauben, dass die Quartierszeiten nicht mehr nur ein Stundenpreis, sondern ein echter Faktor im Wettkampf werden. Die FIS hat hervorgehoben, dass die neuen Regeln während der Sommer-Grand-Prix-Serie und bis zur Einbindung in den regulären Weltcup-Winter gelten werden, mit Ausnahme der vierjährigen Vierschanzentournee, die im traditionellen Duell-Modus bleibt.
Der Grund hierfür sei die etablierte Formatfrage des Duells, bei dem die Bauernstellung einer in zwei Portionen gelösten Formel spielt. Dennoch wird die Vierschanzentournee künftig einzeln durch die Qualifikation von 50 Springer bestimmt, wobei die qualifizierten Springer im ersten Durchgang in der umgekehrten Reihenfolge der Qualifikationsplatzierung starten. Der neue Regelrahmen wird 2026 Einführung finden. Erste Äussere und Ergebnisse der Pilotphase in Klingenthal liefern dem FIS-Board wertvolle Daten, um die Anpassungen vor der offiziellen Beschlussfassung zu optimieren.
Reaktionen der Kritiker und Befürworter auf Reform
Kritiker mehrerer Skischulen betonen, dass die Abläufe zu Beginn komplex gestaltet sein könnten und die Athleten mehr Aufwand für die Vorbereitung machen. Befürworter hingegen stellen die Reform als notwendigen Schritt in Richtung Fairness dar, da die aktuelle Seite mehr mit dem Saisonstandard als mit den direkten Qualifikationsleistungen vertraut ist. Die Skisprung-Bildgemeinde reagiert mit gemischtener Erwartung. International tätige Athleten sehen ein größeres Gewicht in der Qualifikation als Chance, ihre Momentane Leistungen true.
Die FIS und die Sportverbände planen, nach Abschluss der Sommer-Grand-Prix-Serie im klingenthal die neuen Regeln in den endgültigen Weltcup-Kalender einzufügen und damit die Gewichtung von Qualifikation und Startreihenfolge neu zu balancieren. Die Anpassung soll die Zuschauerfaktor maximieren und sowohl Experten als auch Privaten mehr Spannung bieten.
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