Um den Fischbestand besser erhalten zu können, soll ein Netz von Messstellen in den Gewässern der Region eingerichtet werden.
Die Fischereigenossenschaft Obere Mindel hat im Frühjahr über 30.000 Jungfische in den Gewässern ausgesetzt. Das Bild zeigt Walter Simon und Florian Putz. Die Fischereigenossenschaft Obere Mindel hat im Frühjahr über 30.000 Jungfische in den Gewässern ausgesetzt.
Das Bild zeigt Walter Simon und Florian Putz.
„Jedes Jahr kommt wieder ein neuer Gewässerabschnitt hinzu, der wegen mangelnder ganzjähriger Wasserführung für den Fischbesatz nicht mehr geeignet ist“. Mit dieser ernüchternden Feststellung bilanzierte Geschäftsführer Edgar Putz bei der Jahreshauptversammlung der Fischereigenossenschaft Obere Mindel die aktuelle Entwicklung zur Gewässerbeschaffenheit im Genossenschaftsgebiet. Hauptthema der Versammlung war die klimatische Veränderung in den heimischen Gewässern und wie darauf reagiert werden kann.
Um mehr Aufschluss über die Situation in den Gewässern zu bekommen, schlug der Vorsitzende der Fischereigenossenschaft, Hans-Joachim Weirather, ein Gewässermonitoring vor, mit dem die Temperaturentwicklung in den Gewässern ganzjährig dokumentiert wird.
„Wir haben uns mit der Fischereifachberatung beim Bezirk Schwaben abgestimmt und 16 Messstellen in dem über 130 Kilometer umfassenden Gewässernetz der Genossenschaft identifiziert“, so Weirather. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Messstellen sollen in der Mindel, im Wörthbach sowie in der Flossach und der Hasel eingerichtet werden. Auch der Fischereifachberater des Bezirks Schwaben, Dr. Oliver Born, war über die Entscheidung erfreut.
Mit den Aufzeichnungen aus dem Genossenschaftsgebiet würden dann erstmalig für einen Zulauf zur Donau Messdaten vom Ursprung bis zur Einmündung vorliegen. Das Messstellennetz soll nach Klärung von offenen Förderfragen noch in diesem Jahr etabliert werden. Von den Messdaten erhoffen sich die Genossenschaftsmitglieder einen detaillierten Aufschluss zur Gewässerbeschaffenheit, um dadurch bei künftigen Besatzmaßnahmen besser auf die Veränderungen reagieren zu können.
Geschäftsführer Putz betonte, dass die Genossenschaftsmitglieder trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen auch in diesem Frühjahr wieder über 31.000 Jungfische in die heimischen Bäche und Flüsse eingesetzt haben, um trotz aller Widrigkeiten den Bestand zu erhalten.
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