Spanische Retter haben vor den Kanaren zwar 78 Bootsflüchtlinge gefunden, doch 300 werden noch vermisst. Die Todeszahlen auf der Route steigen rasant.
Glück gehabt, diese Bootsflüchtlinge wurden von spanischen Helfern vor den Kanaren gefunden Foto: Borja Suarez/reuters
Spanische Retter hatten am Montag vor den Kanaren zwar ein Boot mit 78 Menschen aufgegriffen, die sie auf die Insel Gran Canaria in die Obhut des Roten Kreuzes brachten, aber entgegen ersten Berichten handelte es sich nicht um eines der drei Boote, deren Verschwinden die spanische Hilfsorganisation Caminando Fronteras zuvor gemeldet hatte.
Die Migrationsroute aus Westafrika über den Atlantik auf die Kanaren wird seit Jahrzehnten genutzt, obwohl Boote zwischen Senegals Hauptstadt Dakar und den Kanaren rund 1.500 Kilometer übers Meer fahren müssen. Fluchtursache in Senegal Die neuerdings wieder zunehmende Beliebtheit des Seeweges spiegelt sich in rasant steigenden Todeszahlen wider: Im Jahr 2022 registrierte die UN-Migrationsbehörde IOM auf der Atlantikroute 559 Ertrunkene, in der ersten Hälfte 2023 bereits 778, davon allein im Juni 332; die Dunkelziffer dürfte hoch sein.
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