Flydubai-Absturzversuch: Co-Pilot wegen Al-Qaida-Video und Radikalisierung unter Verdacht

Crime Nachrichten

Flydubai-Absturzversuch: Co-Pilot wegen Al-Qaida-Video und Radikalisierung unter Verdacht
Flydubai, Oman Air, Al-Qaida

Der Co-Pilot von Flydubai, der einen Absturz mit 174 Menschen an Bord versucht haben soll, war zuvor bei Oman Air suspendiert und soll Al-Qaida-Videos verbreitet haben.

Der mutmaßliche Co-Pilot, der am Mittwoch versucht haben soll, eine Flydubai -Maschine mit 174 Menschen an Bord zum Absturz zu bringen, war zuvor bei seiner früheren Fluggesellschaft Oman Air wegen Sicherheitsbedenken suspendiert. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Geheimdienst- und Sicherheitsquellen. Der Mann ist omanischer Staatsbürger und befindet sich inzwischen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er mit den Ermittlungsbehörden kooperiert.

Suspendierung bei Oman Air und Radikalisierung

Wie CBS News und ABC News übereinstimmend berichten, wurde der Co-Pilot bei Oman Air suspendiert, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden war. Die Überwachung durch die omanische Regierung ergab, dass er radikale Websites besuchte. Daraufhin versetzte Oman Air ihn auf eine Stelle im Büro. Einer der Quellen zufolge kündigte der Co-Pilot, nachdem er zum Innendienst versetzt worden war. Das Wall Street Journal schreibt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Flydubai habe ihn dann eingestellt, ohne ihn bei der omanischen Regierung überprüfen zu lassen.

Al-Qaida-Videos und LinkedIn-Posts

Dem CBS-Bericht zufolge zeigte ein Al-Qaida-Video Flugzeuge der israelischen Fluggesellschaft El Al in Dubai. Am Ende des Clips war demnach ein Foto von Ayman al-Sawahiri zu sehen, einem bekannten Anführer des Terrornetzwerks, der 2022 bei einem US-Drohnenangriff getötet worden war. Auch CNN berichtet über ein Video mit Bezug zu Al-Qaida. Demnach habe es auf dem Portal LinkedIn ein Profil unter dem Namen des mutmaßlichen Angreifers gegeben. Auf diesem sollen rund neun Stunden nach der Tat zwei Posts abgesetzt worden sein. Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist demnach unklar. Auch dem CNN-Bericht zufolge war in einem der Posts ein Video enthalten, das unter anderem mit einem Foto al-Zawahiris endet, der Al-Qaida nach dem Tod von Osama bin Laden führte, dem Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Das Foto eines weiteren Al-Qaida-Kämpfers sei demnach ebenfalls zu sehen gewesen. Ein zweites Video zeigte demnach ein KI-generiertes Bild der drei heiligsten Stätten des Islam – in Mekka, Medina und Jerusalem – durch eine durchgehende, leuchtende Spur miteinander verbunden. Beide Videos seien etwa gleichzeitig auf Instagram veröffentlicht worden. Auf beiden Portalen seien die Videos inzwischen gelöscht.

Herkunft und Ausbildung des Co-Piloten

Al-Hamami sei omanischer Staatsbürger, aber nicht im Oman geboren, heißt es in dem Bericht weiter. Den größten Teil seines Lebens habe er außerhalb des Oman verbracht. Seine Mutter sei Syrerin, sein Vater Omaner, hieß es. Auf der LinkedIn-Seite von Al-Hammami hieß es CNN zufolge, er habe an der Buckinghamshire New University in England studiert. Eine Quelle der Universität bestätigte demnach, dass ein Mann dieses Namens einen dreijährigen Fernstudiengang abgeschlossen und 2023 einen Abschluss im Bereich Luftfahrtmanagement erworben habe.

Angriff mit Axt und Reaktionen

Der festgenommene Co-Pilot soll mit einer Axt angegriffen haben. Der mutmaßliche Täter habe versucht, eine Terrorattacke auszuführen. Die Zeitung schreibt, die Erklärung des Generalstaatsanwalts deute darauf hin, dass der Co-Pilot wahrscheinlich keine Waffe an Bord schmuggeln musste, um sie am Mittwoch an Bord zu bringen. Crash-Äxte werden demnach in Flugzeugen aufbewahrt, damit sie im Notfall bei Bränden oder zum Durchtrennen von Metall bei einem Absturz verwendet werden können. Die Luftfahrtvorschriften der VAE schreiben vor, dass eine solche Axt an Bord von kommerziellen Flügen aufbewahrt werden muss. Israels Premier Benjamin Netanjahu hatte am Freitag mitgeteilt: Mit der Zeit werde das Bild klarer: Der Angreifer habe sich islamistisch radikalisiert. Er sei mit dem Ziel gekommen, das Flugzeug mitsamt den Passagieren zum Absturz zu bringen. Man untersuche, ob er geschickt wurde. Wer ihn geschickt hat, werde einen sehr hohen Preis dafür zahlen.

Rubbel die nächste Story frei

0% freigerubbelt · 100 Pkt.
Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

Tagesspiegel /  🏆 42. in DE

Flydubai Oman Air Al-Qaida Ayman Al-Sawahiri Vereinigte Arabische Emirate Benjamin Netanjahu Luftfahrt

 

Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Co-Pilot attack on Flydubai plane forces emergency landing in Saudi ArabiaCo-Pilot attack on Flydubai plane forces emergency landing in Saudi ArabiaNach dem Angriff im Cockpit der Flydubai-Maschine FZ1073 geriet das Flugzeug in Saudi-Arabiens Luftraum und musste notlanden. Regierungen fordern Aufklärung und prüfen mögliche islamistische Motive sowie Verbindungen zum Iran, während Sicherheitsbehörden das Vorgehen insgesamt untersuchen.
Weiterlesen »

FlyDubai: Pilot erzählt in Telefonat mit Narendra Modi, was ihm Mut gemacht hatFlyDubai: Pilot erzählt in Telefonat mit Narendra Modi, was ihm Mut gemacht hatDer Co-Pilot aus Oman attackierte ihn mit einem Messer: Trotz schwerer Verletzungen hat der indische Kapitän der FlyDubai-Maschine aber Widerstand geleistet – und so wohl eine Katastrophe verhindert. Nun hat Smit Machchhar den Angriff geschildert.
Weiterlesen »

Beinahe-Katastrophe: Flydubai-Pilot: Konnte nicht so viele sterben lassenBeinahe-Katastrophe: Flydubai-Pilot: Konnte nicht so viele sterben lassenDer bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat.
Weiterlesen »

FlyDubai Co-Pilot Hamam al-Hammami hatte Flugverbot im Oman wegen radikaler AnsichtenDer FlyDubai Co-Pilot Hamam al-Hammami, der Kapitän von Flug 1073 niedergestochen haben soll, war im Oman wegen radikaler Ansichten mit Flugverbot belegt. Die Ermittlungen dauern an.
Weiterlesen »