FlyDubai-Copilot Hamam al-Hammami unter Terrorverdacht nach Messerangriff

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FlyDubai-Copilot Hamam al-Hammami unter Terrorverdacht nach Messerangriff
Hamam Al-Hammami, Flydubai, Messerangriff

Der Omaner Hamam al-Hammami soll den Kapitän eines FlyDubai-Flugzeugs nach Israel niedergestochen haben. Er war zuvor bei OmanAir entlassen und mit Flugverbot belegt worden.

Der Copilot, der verdächtigt wird, den Kapitän eines nach Israel fliegenden FlyDubai-Flugzeugs niedergestochen zu haben, soll der Oman er Hamam al-Hammami (29) sein. Dies berichteten übereinstimmend verschiedene Medien unter Berufung auf Quellen aus Sicherheitskreisen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor der geplanten Landung in Tel Aviv.

Hintergrund und Radikalisierung

Kurz nach dem Vorfall wurden auf der Profilseite des Copiloten auf LinkedIn zwei Videos veröffentlicht. Das erste Video endet mit dem Foto des derzeitigen al-Qaida-Führers Ayman al-Zawahiri und des al-Qaida-Selbstmordattentäters Humam Khalil Abu-Mulal al-Balawi. Das zweite Video zeigt die zwei heiligen Stätten des Islam (Mekka und Medina) sowie Jerusalem. Dazu wird ein islamisches Gedicht rezitiert, das dazu auffordert, Demütigungen abzulehnen, den Tod nicht zu fürchten und die eigene Würde zu verteidigen. Von wem die Videos veröffentlicht wurden, ist unklar. Zeitgleich wurden beide Videos auch auf einem Instagram-Account unter al-Hammamis Namen veröffentlicht, so CNN.

Der 29-Jährige war demnach zunächst bei der Fluglinie OmanAir im Golfstaat beschäftigt. Dort wurde er entlassen, nachdem auf seinem Handy Botschaften mit radikalen Ideologien gefunden wurden. Der Oman verhängte ein Flugverbot gegen al-Hammami. Laut seiner LinkedIn-Seite, die inzwischen gelöscht wurde, arbeitete er danach kurz für eine marokkanische Fluglinie und danach seit rund acht Monaten für die in den Vereinigten Emiraten ansässige Airline FlyDubai.

Offene Fragen zur Anstellung bei FlyDubai

Wieso er trotz Flugverbot vom Golf-Nachbarn Oman in Dubai als Pilot angestellt wurde, ist offen. Ebenso ist unklar, wieso er von der emiratischen Fluglinie für einen Flug nach Tel Aviv eingesetzt wurde. Israel erlaubt nur Piloten auf seinen Flughäfen zu landen, die aus Ländern kommen, die diplomatische Beziehungen mit Israel pflegen. Dies ist bei dem Oman nicht der Fall.

Al-Hammami wurde im Oman geboren. Seine Mutter soll Syrerin sein, sein Vater Omaner. Dort lebte er auch lange Zeit. Die Hintergründe der Tat und mögliche Motive sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

Reaktionen und laufende Ermittlungen

Die Fluggesellschaft FlyDubai hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auch die Behörden in den Vereinigten Emiraten und im Oman haben noch keine offiziellen Stellungnahmen abgegeben. Die israelischen Behörden untersuchen den Vorfall, der sich an Bord eines Passagierflugzeugs ereignete.

Der Angriff wirft Fragen zur Sicherheitsüberprüfung von Piloten auf, insbesondere vor dem Hintergrund, dass al-Hammami bereits in der Vergangenheit wegen radikaler Inhalte aufgefallen war. Die Tatsache, dass er trotz eines Flugverbots im Oman eine Anstellung bei einer Fluggesellschaft in den Vereinigten Emiraten erhalten konnte, könnte weitreichende Konsequenzen für die Luftfahrtsicherheit in der Region haben.

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