Immer mehr kritische Stimmen werden in der Diskussion um das Kopfschutzsystem Halo laut. Nun äussern auch Haas F1-Teamchef Günther Steiner, dessen Schützling Romain Grosjean und Renault-Pilot Jolyon Palmer Bedenken.
Die Gruppe der Halo-Kritiker im Formel-1-Fahrerlager wird immer grösser. Nachdem Red Bull Racing die neueste Version des Kopfschutzsystems im Silverstone-Test ausprobiert hatte, verriet schon Teamchef Christian Horner, dass er kein grosser Halo-Fan sei. Der Brite bezeichnete die Vorrichtung als «unelegante Lösung für dieses Problem», und betonte, dass er sich gegen die Einführung des Halo-Systems stellen wird.
Bestärkt wird der Red Bull Racing-Teamchef von Günther Steiner, der als Teamchef des Rennstalls Haas F1 zwar kein Mitglied der F1-Strategiegruppe ist und deshalb auch nicht über das Halo-System abstimmen darf. Der Südtiroler hat dennoch eine klare Meinung zum Thema: «Ich finde, die Autos sind derzeit ziemlich sicher – natürlich können sie nie sicher genug sein und ich bin der Erste, der das auch sagt. Aber es gibt keine einhundertprozentige Sicherheit.
Der 51-Jährige betont: «Niemand will das hören, aber ich glaube, das Risiko gehört zu diesem Sport dazu. Wir alle wollen Sicherheit, doch die Fahrer haben sich diesen Sport auch im Wissen ausgesucht, dass er gefährlich ist und vieles passieren kann.» Ins gleiche Horn bläst Steiners Schützling Romain Grosjean. Der Genfer weiss: «Es ist ein gefährlicher Sport, doch angesichts der Umstände ist er auch sehr sicher. Denn wir können mit 370 km/h auf einem Strassenkurs unterwegs sein und dennoch haben die meisten Unfälle keine schlimmen Folgen. Als Fahrer wollen wir natürlich, dass die Sicherheitsbemühungen stetig vorangetrieben werden. Aber wir sollten auch die DNA des Sports im Auge behalten.
Auch Renault-Rookie Jolyon Palmer gefällt die Halo-Lösung nicht: «Ich finde es einfach hässlich, es entspricht nicht der Tradition der Formel 1, die bisher immer mit komplett offenem Cockpit unterwegs war. Ich finde die Formel 1 so, wie sie heute ist, auch sicher genug. Sonst wäre ich nicht hier.»
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