Erfahren Sie alles über die Mercedes-Benz G-Klasse von Franz Josef Strauß und die Hintergründe zum Geländewagen der bayerischen Polit-Legende
Der Mercedes-Benz 300 GD im markanten Grün war über viele Jahre der persönliche Begleiter von Franz Josef Strauß. Das Fahrzeug verkörpert die Verbindung zwischen bayerischer Polit-Tradition und robuster Technik.
Mit einer Länge von nur 4,14 Metern ist der Stationwagen mit kurzem Radstand zwar kompakt, bringt aber stolze 1.935 Kilogramm auf die Waage. Trotz des massiven Leiterrahmens überzeugt der G durch seine Geländetauglichkeit. Als Jagdwagen konzipiert, fühlst sich das G-Modell in der Flora und Fauna seiner bayerischen Heimat besonders wohl. Strauß schätzte vor allem die Spurtreue und die exakte Servolenkung des Allradlers.
Die markante Front mit dem Stern im Grill und den Schutzgittern vor den Scheinwerfern unterstreicht den funktionalen Charakter. Das Design setzt seit der Weltpremiere 1979 neue Maßstäbe auf dem Markt. Unter dem Tarnnamen „Haflinger II“ entwickelt, vereint der Wagen die Eigenschaften eines Arbeitstieres mit moderner Straßentauglichkeit. Im dichten Wald spielt der Mercedes seine Stärken als universelle Baureihe aus.
Das Cockpit präsentiert sich funktional und wurde ab Mai 1982 durch das Vierspeichen-Lenkrad mit Pralltopf aus der S-Klasse aufgewertet. Franz Josef Strauß bestellte zudem eine komfortable Klimaanlage. Für den nötigen Seitenhalt sorgen die von Strauß gewählten Recaro-Einzelsitze für Fahrer und Beifahrer. Die hochwertige Polsterung macht den harten Geländewagen auch auf langen Strecken komfortabel.
Eine programmgesteuerte Heizung sorgt selbst bei winterlichen Jagdausflügen für angenehme Temperaturen im Innenraum. Die Bedieneinheit ist griffgünstig in der Nähe des Schalthebels platziert. Der Drehzahlmesser zeigt den Arbeitsbereich des Fünfzylinders, dessen roter Bereich erst bei 5.000 Umdrehungen beginnt. Im Fokus stehen beim 300 GD jedoch Zuverlässigkeit und Drehmoment.
In der Mittelkonsole findet sich zeitgenössische Technik wie das Blaupunkt-Radio und eine analoge Zeituhr. Die Anordnung der Schalter folgt der Mercedes-Logik jener Jahre und wirkt gewohnt aufgeräumt. Das Heck bietet Platz für die Jagdausrüstung, ergänzt durch eine praktische Wildwanne im Laderaum. Die einflügelige Hecktür erleichtert den Zugang zum Gepäckabteil des kurzen Stationwagens.
Unter der Motorhaube arbeitet der legendäre Fünfzylinder-Saugdiesel vom Typ OM 617 mit 3,0 Litern Hubraum. Das Triebwerk leistet 88 PS und ist bekannt für seine enorme Langlebigkeit. Die Zündfolge 1-2-4-5-3 ist direkt auf dem Ventildeckel des robusten Dieselaggregats eingegossen. Trotz der überschaubaren 172 Nm Drehmoment gilt dieser Motor als Inbegriff der Zuverlässigkeit.
Als „König von Bayern“ bleibt Franz Josef Strauß unvergessen, genau wie seine G-Klasse als technisches Denkmal. Das Fahrzeug ist heute ein bedeutendes Stück bayerischer Geschichte auf Rädern.
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