Frankreich: Schwere Ausschreitungen an Schulen durch Jugendliche

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Frankreich: Schwere Ausschreitungen an Schulen durch Jugendliche
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In Frankreich eskalieren Proteste an Schulen: Jugendliche randalieren, attackieren Polizisten und Bürger. Die Polizei warnt Eltern und ruft zur Besonnenheit auf.

In Frankreich kommt es seit Tagen zu schweren Ausschreitungen im Zusammenhang mit Schulblockaden. Jugendliche randalieren landesweit, attackieren Polizisten und Bürger. In Paris wurde am Donnerstag eine Polizei anwärterin von einer Gruppe jugendlicher Randalierer verfolgt, zu Boden gerissen und attackiert. Mehrere Angreifer hielten die junge Frau fest, traten auf sie ein und riefen laut Berichten: Tötet sie! In Nantes brannte eine Oberschule aus.

Gewalt eskaliert an französischen Schulen

Die Ausschreitungen gehen nicht von den Gelbwesten oder Bauern aus, sondern von Schülern mit enormem Aggressionspotenzial. In den sozialen Medien verbreitete sich ein Video, das einen Vermummten zeigt, der mit einem Flammenwerfer einer Frau das Gesicht anbrennt. In Marseille wurden ein Schulleiter und sein Stellvertreter mit Benzin bespritzt und sollten angezündet werden. Der linksextreme Parteichef Jean-Luc Mélenchon von La France Insoumise bestreitet den Vorfall und spricht von einer Kampagne gegen seine Partei.

Die französische Nationalpolizei wendet sich in einer ungewöhnlichen Aktion an Eltern: Ihr Kind nimmt an Schulblockaden teil? Erinnern Sie es an die richtigen Verhaltensregeln für seine Sicherheit, heißt es in einer Mitteilung. Konkret bedeutet das: Abstand zu Gewalttätern, weg von Bewaffneten und auf die Anweisungen der Sicherheitskräfte hören. Damit versucht die Polizei, die totale Anarchie zu verhindern, denn durch die Straßen der Grande Nation zieht ein randalierender Mob.

Linksextreme Gruppen und Jugendliche als Treiber

Jacob Ross, Frankreich-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, verweist gegenüber BILD auf Erkenntnisse der Inlandsgeheimdienste. Demnach seien die zunächst friedlichen Proteste rasch von linksextremen Gruppen gekapert worden. Hinzu kämen unorganisierte Gruppen von Jugendlichen, häufig mit Migrationshintergrund und aus Problemvierteln großer französischer Städte, die das Chaos für anlasslose Gewalt nutzten. Die Folge: Der Staat verliert phasenweise die Kontrolle.

Politiker der linksextremen Partei La France Insoumise versuchen, die Wut in Wählerstimmen unter Jugendlichen umzumünzen. Der Bürgermeister von Saint-Denis bei Paris, Bally Bagayoko, sagte etwa, Gewalt sei unter Umständen zu rechtfertigen. Auf einem Schild war zu lesen: Macron, f*ck deine Lehrerin, nicht unsere – eine Anspielung darauf, dass der Präsident seine frühere Lehrerin geheiratet hat.

Parallelen zu Deutschland und Integrationsprobleme

Angesichts der Ereignisse stellt sich die Frage, ob Ähnliches auch in Deutschland passieren könnte. Ross mahnt, dass hierzulande sehr offensichtliche Probleme bei der Integration bestimmter Bevölkerungsgruppen gerne verschwiegen würden. Dennoch sei die Lage nicht eins zu eins vergleichbar: Anders als in Frankreich gebe es in Deutschland nicht die gleichen Antipathien, teilweise Hass, auf die neue Heimat wegen der kolonialen Geschichte. Ross warnt aber auch: Fließe trotz miserabler PISA-Ergebnisse zu wenig Geld in die Bildung, könne dies die Situation verschärfen.

Die Ausschreitungen in Frankreich dauern an und stellen die Behörden vor große Herausforderungen. Die Polizei versucht mit Appellen an die Eltern und verstärkter Präsenz, die Gewalt einzudämmen. Experten sehen die Ursachen in einer Mischung aus linker Agitation und sozialen Spannungen in den Vorstädten. Die französische Regierung steht unter Druck, eine Lösung für die eskalierende Gewalt zu finden.

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