Auch der 1. FC Heidenheim konnte Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga nicht aufhalten. Mainz 05 siegte mit dem neuen Trainer. Fast überall erzwangen die Fans mit ihrem Unmut längere Spielpausen.
Begleitet von heftigen Fanprotesten ist die Lage in der Fußball-Bundesliga nach dem 22. Spieltag unverändert: Bayer Leverkusen hat den Nimbus der Unbesiegbarkeit auch in Heidenheim gewahrt. Borussia Dortmund hat in Wolfsburg seine Serie im Jahr 2024 ebenfalls fortgesetzt und bleibt ungeschlagen.
Union Berlin siegte bei Hoffenheim, und Mainz feierte mit dem neuen Trainer Bo Henriksen gleich ein Erfolgserlebnis gegen Augsburg. Für Darmstadt 98 rückt der Klassenerhalt nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart in weite Ferne. Bayer Leverkusen hat auch die Auswärtshürde in Heidenheim genommen. Der Tabellenführer besiegte den starken Aufsteiger 2:1 und blieb damit im 32. Pflichtspiel nacheinander ungeschlagen. Damit hat Bayer die Bestmarke, die bislang der FC Bayern München für sich allein hatte, eingestellt. Der Vorsprung von Bayer auf die Bayern, die erst am Sonntag beim VfL Bochum antreten, wird daher in jedem Fall bei mindestens fünf Punkten bestehen bleiben. Das Team von Xabi Alonso tat sich allerdings lange Zeit schwer, erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nutze Jeremie Frimpong eine Unachtsamkeit in der ansonsten aufmerksamen Heidenheimer Deckung zum 1:0. In der zweiten Hälfte verstärkten die Gastgeber den Druck, aber echte Torgefahr für Bayer-Keeper Lukáš Hrádecký entstand kaum. Bayer hatte auch nach dem Wechsel die besseren Chancen, unter anderem traf Jungstar Florian Wirtz nur die Oberkante der Latte. In der 81. Minute sorgte Amine Adli mit dem 2:0 für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer von Tim Kleindienst kam zu spät. Nach acht ungeschlagenen Partien musste Heidenheim erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Borussia Dortmund bleibt im Jahr 2024 nach wie vor ungeschlagen, entführte beim VfL Wolfsburg allerdings mit dem 1:1 nur einen Punkt. Beim 1:0 sorgte Niclas Füllkrug früh für die Gäste-Führung. Yannick Gerhardt hatte nach einer Stunde zum 1:1 ausgeglichen. Auch diese Partie war mehrfach von Unterbrechungen nach Tennisballwürfen aus der Fankurve betroffen. Die Wolfsburger, die in der Rückrunde in der Tabelle stark abgesackt sind, waren über die 90 Minuten die einsatzfreudigere und kämpferischere Mannschaft und verdiente sich diesen Punkt. Die Kritik an Trainer Niko Kovač, die immer lauter geworden war, wird aber wohl erst nach einem Sieg wieder verstummen. Der BVB zeigte trotz des Punktgewinns eine enttäuschende Leistung. Der Spielrhythmus beider Teams war allerdings durch fünf Spielunterbrechungen immer wieder gestört. Die Mainzer werden seit wenigen Tagen vom Dänen Bo Henriksen trainiert, bei Augsburg steht dessen Landsmann Jess Thorup immerhin schon seit Oktober an der Linie. Zwei Dänen im direkten Bundesliga-Duell gab es bisher noch nie. Bei der Premiere hatte Henriksen mit seinen Mainzern die Nase vorn. Die Mainzer waren von Beginn an besser, vieles blieb aber zunächst Stückwerk. Das änderte sich erst kurz vor der Pause: Eine Freistoßflanke von Nadiem Amiri flog in den Strafraum, wo Sepp van den Berg per Kopf zur Führung traf . Kurz vor der Pause hatte Amiri dann per Foulelfmeter noch die Chance auf das 2:0, traf aber nur den Pfosten. Die Mainzer ließen den vierten von vier Strafstößen in dieser Saison liegen. Nach der Pause flogen auch in Mainz Tennisbälle aufs Feld, nach 16 Minuten wurde das Spiel fortgesetzt. Augsburg probierte viel, kam aber nicht entscheidend durch, stattdessen hatten die Gastgeber über weite Strecken alles im Griff. Kurz vor Ende sah Augsburgs Mads Pedersen nach einem groben Foul noch die Rote Karte . So gelang das Debüt von Henriksen als Mainz-Trainer, der mit seiner Mannschaft zwar Vorletzter bleibt, im Abstiegskampf aber nicht weiter an Boden verloren hat. Der VfB Stuttgart ist nach einem 2:1 in Darmstadt weiter auf Champions-League-Kurs. In Darmstadt legte der Tabellendritte stark los und ging früh in Führung, Torjäger Serhou Guirassy köpfte aus kurzer Distanz ein . Fast im Gegenzug gelang Darmstadt der vermeintliche Ausgleich durch Marvin Mehlem, der aber wegen eines vorangegangenen Handspiels annulliert wurde . Kurz darauf flogen aus beiden Fanlagern Tennisbälle aufs Feld, nach der gut 20-minütigen Unterbrechung drängte Darmstadt auf den Ausgleich, der aber trotz bester Chancen bis zur Pause nicht fallen wollte. Stattdessen gab es in der 22. Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch Gelb-Rot gegen Stuttgart. Pascal Stenzel traf Mehlem mit der Hand im Gesicht und musste runter. In der zweiten Hälfte erspielte sich Darmstadt in Überzahl gute Chancen, etwa durch Luca Pfeiffer, dessen Versuch auf der Linie geklärt wurde . Zum Ausgleich kam der Tabellenletzte aber nicht. Stattdessen erhöhte Zugang Mo Dahoud für den VfB per Schlenzer noch auf 2:0 . Als dann alle mit einem lockeren Stuttgarter Sieg gerechnet hatten, verkürzte Darmstadts Aaron Seydel nach einem sehenswerten Angriff auf 1:2 . Zum Remis kam der kampfstarke Tabellenletzte aber nicht mehr. 1899 Hoffenheim verpasste den Befreiungsschlag und wartet nach dem 0:1 gegen Union Berlin schon seit acht Spielen auf einen Sieg. Dabei wäre der Sieg möglich gewesen: Das Spiel war noch nicht mal richtig losgegangen, da hätte Hoffenheim schon führen können. Doch am Ende einer Dreifachchance traf Ihlas Bebou aus wenigen Metern nur den Pfosten . Auf der anderen Seite schoss auch Benedict Hollerbach an den Pfosten , später traf Unions Robin Gosens, Vorlagengeber Hollerbach stand zuvor aber im Abseits . Danach plätscherte das Spiel vor sich hin – und dann flogen wieder mal Tennisbälle. Schiedsrichter Robert Hartmann schickte beide Teams in die Kabinen, als es nach langer Unterbrechung weiterging, wurde es auch auf dem Platz hitzig. Zunächst traf Hoffenheims Stanley Nsoki Gegenspieler Volland bei einem Zweikampf mit der Hand im Gesicht und sah dafür Gelb-Rot . Danach musste auch Volland nach einem wenig schlimmen Foul an Andrej Kramarić mit Gelb-Rot vom Platz . Eine sehr harte Entscheidung. Zu Beginn der zweiten Hälfte war Hoffenheim die bessere Mannschaft, ohne sich zwingende Chancen zu erspielen. Stattdessen schlug Union in der 84. Minute wir aus dem Nichts zu: Der eingewechselte Brenden Aaronson traf auf Vorarbeit von Yorbe Vertessen aus rund zehn Metern zum Sieg. Hoffenheim rutscht auf Rang neun ab, Union klettert auf Platz zwölf.
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