Österreich sucht auf der Buchmesse in Leipzig nach dem „Wir“ eines Staates vieler Völker. Die Ukrainer:innen am Stand daneben verbindet der Kriegsalltag.
Was für eine wunderschöne Stadt Leipzig ist. Dieser Eindruck entsteht tatsächlich, wenn man sich hier durch die frühlingserwachten Straßen bewegt. Darauf verweist aber auch eine Stimme in der Tram Richtung Messe, die zwar dialektgefärbt, aber so gar nicht sächsisch klingt.
Dieses „Wir“ ist keinesfalls eine distinkte Entität, wie sie von rechts propagiert wird, sondern von jeher eine vielvölkische Melange. Wie wichtig diese für die österreichische Literatur ist, zeigten in der Vergangenheit etwa Stimmen von Kraus, Roth, Aichinger und Zweig. „Was früher nur der Name eines Bundeslands war, klingt nun wie ein politisches Projekt für den ganzen Staat: ‚Niederösterreich!‘ “, so die Erkenntnis Rabinovicis. Statt zu resignieren, hebt er, der sich in seinen Werken mit der NS-Vergangenheit, Migration, jüdischem Leben und dem Erinnern auseinandersetzt, den Wert von Literatur als Gegengewicht zu faschistoidem Gedankengut hervor.
Sie repräsentiert für zwei Länder Mit der eigenen Fremdheit habe sie sich erst durch das invasive Daraufhinweisen ihrer Gegenüber beschäftigt, sagt sie bei einer Veranstaltung am Österreichstand. Dass sie in diesem Jahr gleich zweimal ein Land als dessen Autorin repräsentiert – neben Österreich in Leipzig Slowenien als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse – ist ein anschauliches Beispiel dieser eben nicht existenten Grenzen der Literatur.
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
RB Leipzig: Marco Rose bangt vor Hoffenheim um vier Leipzig-StarsSpieler-Alarm vorm Hoffenheim-Duell - Rose bangt um vier Leipzig-Stars BILDSport
Weiterlesen »
Hagel: 'Wenn wir Dritter werden wollen, sollten wir gewinnen'Vor ihrem Wechsel zu Wolfsburg im Sommer möchte Chantal Hagel mit der TSG Hoffenheim in der Frauen-Bundesliga Platz drei erreichen. Am Sonntag geht es zu Eintracht Frankfurt. Im DFB.de-Interview spricht die Nationalspielerin übers 'Endspiel'.
Weiterlesen »
Kommunisten in Österreich: Rezept gegen Fatalismus? ÖsterreichWer früher Revolutionär war, wälzt sich heute in Fatalismus. Dabei zeigt die österreichische KPÖ gerade, wie man Menschen begeistert.
Weiterlesen »
Leipziger Buchmesse: Claudia Roth und ihre Rhetorik der ÜbertreibungSo viel Freude wie bei der Rede von Claudia Roth bei der Eröffnung der Leipziger Buchmesse war lange nicht. Über die Kulturstaatsministerin und ihre Rhetorik der Übertreibung – ein Kommentar.
Weiterlesen »
Leipziger Buchmesse hat begonnen: Viel Lärm um die BücherZum Start erinnern Lyrikerin Stepanova und Kulturstaatsministerin Roth daran, dass in der Ukraine auch Kultur verteidigt wird. Ein Rundgang.
Weiterlesen »