Marcus Fenix ist jung, die Locust sind unbekannt und Kalona versinkt im Chaos: „Gears of War: E-Day“ führt zum Ursprung der Serie. Was sich verändert hat.
Nahkampf, Dauerfeuer und Chaos: „Gears of War: E-Day “ bleibt seinen Wurzeln treu. | © The Coalition Microsoft s beliebte Shooter-Reihe ist zurück. Fast sieben Jahre nach „Gears 5” erscheint mit „Gears of War: E-Day ” ein Prequel, das die Vorgeschichte zum ersten Teil erzählt.
Wir hatten eine Woche Zeit, in die Kampagne reinzuschnuppern. Am namensgebenden E-Day, der Kurzform für den Emergence Day, erleben wir den Tag, an dem die Locust das erste Mal aus dem Untergrund hervorbrechen. Daher stehen wieder Marcus Fenix und Dominic Santiago im Mittelpunkt, allerdings sind sie wesentlich jünger, denn die Geschichte beginnt 14 Jahre vor dem ersten „Gears of War”. Marcus ist bereits ein ausgezeichneter Kriegsveteran, aber noch nicht der abgebrühte Kämpfer, den wir aus den späteren Teilen kennen.
Dom hatte sich eigentlich entschieden, dem Militärdienst den Rücken zu kehren und sich um seine noch junge Familie zu kümmern. Die beiden sitzen in einer Bar und trinken auf gefallene Kameraden, doch plötzlich bricht draußen Chaos aus. Monster strömen durch die Straßen der Stadt Kalona und töten alles, was ihnen in die Klauen kommt. Gemeinsam mit den Squad-Mitgliedern Lucas Reyes und Mags Carter versuchen sie, die Stadt gegen die einfallenden Horden der Locust zu verteidigen.
Gemeinsam gegen die Invasion: Marcus Fenix und seine Mitstreiter. | © The Coalition Kenner der Serie dürften sich schnell zurechtfinden. Als Marcus sprinten wir zwischen Deckungen hin und her, feuern auf heranstürmende Gegner und zerlegen sie mit Schrotflinte, Lancer und schweren Waffen. Trotzdem beschränkt sich „Gears of War: E-Day” nicht darauf, das bekannte Gears-Prinzip mit moderner Grafik zu wiederholen.
Wir können jetzt springen, Hindernisse erklimmen und über den Boden rutschen. Diese vermeintlich kleinen Änderungen wirken sich spürbar auf die Kämpfe aus. Das alte Prinzip aus Vorrücken, Deckung suchen und Schießen bleibt erhalten. Da die Arenen größer als früher sind, haben wir aber nun mehr Möglichkeiten, Gegner zu flankieren oder schnell die Position zu wechseln.
Kalona hat keine großen, offenen Gebiete wie der Vorgänger, stattdessen betreten wir kompakte Stadtbereiche mit mehreren Straßen, die zur Erkundung einladen. Wir finden unterschiedliche Wege zum nächsten Ziel und optionale Aufgaben, die uns mit Mods für unsere Waffen belohnen. Bis zu vier davon lassen sich an einer Waffe anbringen und verbessern beispielsweise Schaden oder Präzision. Eine Welt zwischen Chaos und Kameradschaft In den fordernden Gefechten müssen wir unsere Position ständig an die Angriffe der Locust anpassen.
| © The Coalition Der Wechsel zum Prequel-Szenario ist eine willkommene Abwechslung. Die Menschen wissen noch nicht, wer die Locust sind oder wie man gegen sie vorgehen kann. Das verändert die Atmosphäre besonders in den zahlreichen Zwischensequenzen, da wir die Unwissenheit der Charaktere nahezu spüren können. Marcus ist hier besonders hervorzuheben.
Wir kennen diesen Marcus schlichtweg noch nicht. Er ist jünger und noch nicht so verbittert. Auch seine Statur ist anders, trotz Muskeln wirkt er schmächtiger und geht fast in seiner massiven Kampfrüstung unter. Das Spiel wirkt emotionaler und setzt nicht nur auf Action.
Langjährige „Gears“-Spieler werden hier besondere Momente erleben, etwa wenn Marcus oder Dom ihre Notfallkontakte nennen und wir bereits wissen, was mit diesen später passiert. Vorkenntnisse der Serie sind aber nicht nötig. Für neue Spieler funktionieren diese Szenen auf einer anderen Ebene.
„The Dying Light: The Beast“ im Test: Der beste Teil der Reihe – mit kleinen Abstrichen Trotzdem fühlt sich „Gears of War: E-Day” nicht wie ein vollkommen neues Spiel an. Die typischen Deckungskämpfe bilden weiterhin das Fundament und funktionieren dank der erweiterten Bewegungsmöglichkeiten sogar etwas besser als in einigen Vorgängern. Auch die Locust machen einen aktiven Eindruck. Gegner verlassen ihre Deckung und warten nicht nur darauf, von uns ausgeschaltet zu werden.
Sie rücken vor, geben sich gegenseitig Deckung und heilen ihre Verletzten, die dann erneut angreifen. Selbst einfache Gefechte können schnell unübersichtlich werden, wenn wir einfach nur ballern, statt taktisch vorzugehen. Nicht umsonst warnt Marcus seine Mitstreiter schon früh davor, sich in den Rücken fallen zu lassen. Das zerstörte Kalona steckt voller Details.
Zwischen der imposanten Stadtkulisse liegen überall Trümmer, abseits unseres Weges beobachten wir verzweifelte Kämpfe gegen die unbekannten Kreaturen. Das Ergebnis ist ein modernes Spiel, ohne dass der Stil der alten Teile verloren geht. Unser bisheriger Eindruck zu „Gears of War: E-Day” „Gears of War: E-Day” versucht nicht, die Serie neu zu erfinden, verbessert das Spiel aber genau dort, wo es sich am besten anfühlt. Die Geschichte ist spannend und emotional erzählt.
Wir kennen den E-Day bisher nur aus Erzählungen und Rückblenden, jetzt erleben wir ihn unmittelbar aus der Sicht der Menschen, die mitten in die Katastrophe geraten. Ob die Geschichte ihr Niveau bis zum Ende hält, können wir noch nicht beurteilen. In der verfügbaren Zeit konnten wir die Kampagne nicht vollständig durchspielen. Wir sind aber sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht - und danach gleich die ursprüngliche Trilogie neu beginnen.
Größere technische Probleme konnten wir in unserer Preview-Version nicht feststellen. Auf unserem Mittelklasse-PC läuft das Spiel weitgehend problemlos, lediglich in größeren Gefechten kommt es gelegentlich zu kleineren Rucklern. In hektischen Gefechten gerät die Kamera gelegentlich zu nah an Marcus. Greifen mehrere Locust von verschiedenen Seiten an, verlieren wir dadurch manchmal kurz den Überblick.
Versus- und Horde-Modus waren in unserer Preview-Version noch nicht freigeschaltet, auch den Koop-Modus konnten wir noch nicht ausprobieren. Hier muss sich „Gears of War: E-Day” also noch beweisen. Regulär beginnt der Kampf gegen die Locust am 6. Oktober 2026, Käufer der Premium-Edition können bereits am 1.
Oktober 2026 die Menschheit verteidigen. Die Standardversion kostet 69,99 Euro, die Premium-Edition liegt bei 99,99 Euro. Das Spiel erscheint für PC und Xbox Series X|S und ist zum Release in Game-Pass Ultimate und PC-Game-Pass enthalten. Die Rückkehr zum E-Day liefert vertraute Deckungskämpfe, junge Versionen von Marcus und Dom sowie viele Anspielungen auf die späteren Ereignisse.
Größere Gefechtsareale, neue Bewegungsmöglichkeiten und aggressive Locust sorgen für abwechslungsreiche und taktische Kämpfe. Die emotionale Vorgeschichte funktioniert auch ohne Serienkenntnisse und dürfte besonders langjährige Fans an einigen Stellen treffen. Wer mit dem klassischen Deckungsshooter-Prinzip wenig anfangen kann. Auch für Koop- und Multiplayer-Fans ist noch offen, wie gut die entsprechenden Modi zum Start funktionieren – wir konnten sie in der Preview nicht testen.
Rubbel die nächste Story frei
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