Wie so oft geht es ums Geld. Ganz egal, ob es um finanzielle Unterstützung bei zu hohen Kosten für Nachhaltigkeitsinitiativen oder den Standortkosten an Flughäfen geht. Und auch das Personal will seinen Anteil erhalten. Die Gedankenflüge über das weniger Offensichtliche hinter den Meldungen der Woche.
Sie lesen einen kurzen Auszug aus den täglichen airliners+ "Gedankenflügen" der vergangenen Woche. Die Kolumne über das weniger Offensichtliche hinter den Meldungen des Tages lesen Abonnenten jeden Abend imDiese Diskussion beschäftigt die Gesellschaft – und zwar auf mehreren Ebenen, so auch in der Luftfahrt.
"Was" war zuerst "Schuld": Die zu hohen Standortkosten in Deutschland oder die Lieferschwierigkeiten der beiden großen Flugzeughersteller und das daraus resultierende eher maue Angebot in Deutschland.Das "Henne-Ei-Problem" findet auch Anwendung bei der Frage, wer für eine umweltfreundlichere und langfristig nachhaltige Luftfahrt verantwortlich ist – die Branchenteilnehmer selbst, die die Emissionen verursachen oder die Politik, die beispielsweise mittels SAF-Quoten ihre Maßgaben vorgibt? Dieser Frage ist airliners.de-Chefredakteur und Herausgeber David Haße im Interview mit Prof. Dr. Karsten Benz nachgegangen. Das Gespräch gibt vor allem Aufschluss darüber, was Airlines, wie die Lufthansa, mittlerweile dazu bewegt, Zuschläge zu erheben anstatt einfach die Preise zu erhöhen.Vielleicht machen wir doch nochmal das Fass mit den hohen Standortkosten und den Forderungen nach mehr Unterstützung für dieses mehrheitlich deutsche Problem auf.Aber wussten Sie, dass einer der größten Treiber die Kosten für die Flugsicherung sind? Hier hat sich der Standardwert laut Branchenverband BDL von 218 Euro auf über 271 Euro erhöht. Nun sind natürlich Löhne und grundsätzliche Kosten in den vergangenen Jahren gestiegen. Wussten Sie aber, dass maßgeblich ein Mechanismus für die hohen Kosten verantwortlich ist, der ausgefallene Einnahmen und überhöhte Lohnausgaben aus den Pandemiejahren ausgleichen soll? Diese Fehlbeträge werden auf die nächsten sechs Jahre umgeschlagen. Während sieben europäische Länder laut BDL diese Mehrkosten teils selbst tragen, hat die Bundesregierung immerhin Ende des vergangenen Jahres versprochen, einen Teil der erhöhten Kosten für die Flugsicherung 2024 zu übernehmen. Das Bundesverkehrsministerium hat das Versprechen auch in die Tat umgesetzt.Während die Debatten um den Bundeshaushalt 2025 langsam wieder hochkochen, erwägt das Ministerium um Bundesverkehrsminister Volker Wissing , einen Teil dieser Kosten auch im kommenden Jahr übernehmen zu wollen. Aber das ist noch weit entfernte Zukunftsmusik.Ein neu entfachter Machtkampf zwischen Gewerkschaften und der Lufthansa Group ist ausgebrochen – und dabei könnte es um viel mehr gehen. Aber der Reihe nach: Überraschend hat die Verdi die Ersttarifierung bei Discover Airlines erreicht. Mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen schreibt sich die Gewerkschaft auf die Fahne. Indes gucken die Fachgewerkschaften Ufo und VC aber blöd aus der Wäsche. Es folgte eine Pressekonferenz vergangenen Mittwoch mit anschließender Urabstimmung am Donnerstag unter den jeweiligen Mitgliedern.Verdi besiegelt ersten Tarifvertrag mit Discover Airlines – VC und Ufo drohen mit Streiks Beide Gewerkschaften demonstrieren dabei vor allem gemeinsame Stärke. Nun geht es um die Frage, wer am längeren Hebel sitzt oder besser gesagt: sitzen sollte. Sind es die Fachgewerkschaften, da die Auswirkungen eines einzelnen Tarifvertrags bei einer Lufthansa-AOC auch Auswirkungen auf andere Tochtergesellschaften der Gruppe hat, oder müssen sich die Beteiligten schlichtweg damit abfinden? Verdi sieht sich dabei auf einer Welle des Erfolgs und argumentiert mit diversen Tarifabschlüssen in der Luftfahrtbranche. Der Machtkampf zwischen den Gewerkschaften scheint aber erst am Anfang zu stehen. Denn während Ufo- und VC-Mitglieder bei Discover Airlines nach dem Verdi-Tarifvertrag über einen Streik abstimmen, steht die Ersttarifierung bei Lufthansa City Airlines noch aus. Und diese Lufthansa-Tochter könnte auf lange Sicht eine der wichtigsten Lufthansa-Airlines für die Gewerkschaften werden. Geht es in diesem Machtkampf also nur darum?Alexander Fink ist Redakteur von airliners.de und beschäftigt sich vor allem tagtäglich mit den wichtigsten Nachrichten der Branche. Der Kaufmann im Groß- und Außenhandel beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit der Luftfahrt und hat sein Volontariat bei airliners.de absolviert.- Our in-house travel agency is specialized on business travel and well equipped with crew rates for hotels and rental cars all over Germ...ch-aviation GmbH - Get a complete overview of all long-term ACMI deals Find or sell an ACMI aircraft with our extensive ACMI deal database If you have an... Laden Sie diesen Artikel als gestaltetes PDF herunter, zum Ausdrucken oder Abspeichern. Als airliners+ Abonnent haben Sie Vollzugriff auf 20 Jahre Luftverkehrs-Expertise. Ihr Feedback liegt uns am Herzen. Schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie einen Fehler entdeckt haben oder geben Sie der Redaktion Hinweise, gerne auch anonym.
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