Genossenschaft sammelt für den Kauf von 10,5 Hektar Ackerland bei Schloss Hamborn

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Genossenschaft sammelt für den Kauf von 10,5 Hektar Ackerland bei Schloss Hamborn
Schloss Hamborn, Ökologische Landwirtschaft, Genossenschaft

Die Kulturland eG will eine bislang gepachtete Ackerfläche bei Schloss Hamborn im Kreis Paderborn kaufen und für die ökologische Landwirtschaft sichern. Bisher haben sich mehr als 370 Unterstützer beteiligt und über eine Millionen Euro bereitgestellt. Für die vollständige Finanzierung von 1,36 Millionen Euro fehlen noch 340.000 Euro. Deshalb wurde die Teilnahmefrist bis Ende Oktober verlängert.

Die Millionengrenze ist geknackt, doch bis zur finalen Kaufsumme fehlen noch Unterstützer. Es geht um mehr als 10 Hektar für ökologischen Ackerbau. Schloss Hamborn Landwirt Enno Eilers gehört zu den Initiatoren der Genossenschaft, über der Kauf einer 10,5 Hektar großen Ackerfläche realisiert werden soll.

| © Schloss HambornBorchen/Kreis Paderborn. Es ist ein großes Ziel für die Kulturland eG: Unterstützer zu finden und 1,36 Millionen Euro zusammenzubekommen. Die von der „Schloss Hamborn Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft“ initiierte Genossenschaft will mit dem Geld eine bislang gepachtete Ackerfläche von 10,5 Hektar kaufen und so für die ökologische Landwirtschaft des Hofguts erhalten. Die Frist zur Sicherung der Fläche ist nun verlängert worden, teilt die Werkgemeinschaft mit.

Mehr als 370 Personen hätten sich bislang an der Kampagne von Schloss Hamborn zum Kauf des Ackers beteiligt, laut den Initiatoren eine „überwältigende“ Resonanz. In Sachen der finanziellen Mittel habe man die Millionengrenze überschritten.

„Ein starkes Signal für die Zukunft der regionalen Landwirtschaft und ein beeindruckender Beweis dafür, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen“, heißt es in der Mitteilung. Bis zur benötigten Gesamtsumme tue sich jedoch noch eine Lücke auf. Mit Blick auf die bisher erfolgreich verlaufene Kampagne habe deshalb die Frist zur Beteiligung weiterer Interessierter bis Ende Oktober verlängert. Somit stünde in den kommenden Wochen der entscheidende Endspurt an.

Das Ziel sei in greifbare Nähe gerückt. Für die vollständige Finanzierung mangelt es aber noch an 340.000 Euro. Die Fristverlängerung eröffne die Chance, den „letzten Schritt gemeinsam zu gehen“. Wie berichtet, will der Eigentümer das Stück Land verkaufen, für Schloss Hamborn als bisheriger Pächter ist es jedoch ein wichtiger Faktor.

Das betreffende Ackerland bilde eine „unverzichtbare Grundlage“ für die Arbeit des Hofguts. Dort werde das Getreide für die Bäckerei ebenso angebaut, wie Futtermittel für die Tiere. Aus dem Boden stammten damit zahlreiche regionale Produkte. Die bisherige Unterstützung zeige, „Menschen möchten nicht länger zusehen, wie landwirtschaftliche Flächen zum Spekulationsobjekt werden“.

Stattdessen investierten sie mit der Kulturland eG in eine Idee, die Zukunft schaffe. Über die Genossenschaftsanteile ermöglichten sie, den Boden dauerhaft dem Markt zu entziehen. So bleibe er langfristig in ökologischer Bewirtschaftung und sichere die Arbeit des Hofes, der seit über 100 Jahren für nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wertschöpfung und gelebte Inklusion stehe. Die Dynamik der vergangenen Wochen sei besonders ermutigend.

„Die enorme Unterstützung zeigt, wie vielen Menschen der Erhalt regionaler Landwirtschaft und gesunder Böden am Herzen liegt. Jetzt sind wir auf der Zielgeraden. Wenn sich weitere Bürgerinnen und Bürger beteiligen, können wir dieses besondere Projekt gemeinsam erfolgreich abschließen“, so die Initiatoren der Kampagne.

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