Giro d'Italia: Vingegaard beim Giro auf Siegkurs

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Giro d'Italia: Vingegaard beim Giro auf Siegkurs
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Der Däne hat vor der Saison sein Programm umgestellt. Sein Ziel ist es, Italien-Rundfahrt und Tour de France in einem Jahr zu gewinnen. Nach dem Zeitfahren vom Dienstag ist er nun der große Giro-Favorit.

Der Däne hat vor der Saison sein Programm umgestellt. Sein Ziel ist es, Italien-Rundfahrt und Tour de France in einem Jahr zu gewinnen. Nach dem Zeitfahren vom Dienstag ist er nun der große Giro-Favorit.

Am Dienstag fuhr beim Giro d'Italia jeder der noch 153 Teilnehmer für sich und gegen die Uhr. 42 Kilometer Distanz umfasste das einzige Zeitfahren der 109. Italien-Rundfahrt zwischen Viareggio und Massa, gelegen am Ligurischen Meer. Für Topfavorit Jonas Vingegaard ging es dabei um die erstmalige Eroberung des Rosa Trikots des Gesamtführenden.

Der Däne lag vor dieser zehnten Etappe 2:24 Minuten hinter dem Portugiesen Afonso Eulalio zurück, einem Profi, dem in den Anfangstagen der Italien-Rundfahrt viel Auslauf in einer Ausreißergruppe gewährt worden war. Doch Vingegaard, der bisher einen famosen Eindruck bei diesem Rennen hinterließ, lieferte ein durchschnittliches Zeitfahren ab : Rang 13, er war exakt drei Minuten langsamer als der italienische Tagessieger Filippo Ganna. Der wacker kämpfende Eulalio verlor 1:57 Minuten auf Vingegaard und rettete damit seine Gesamtführung.

Vingegaard fehlen vor der elften Giro-Etappe am Mittwoch noch 27 Sekunden auf die Spitze. Dritter im Tableau der Besten ist derzeit der Niederländer Thymen Arensmann, der als Tageszweiter ein formidables Zeitfahren absolviert hatte. Arensman ist auch in den Bergen stark, von Vingegaard trennen ihn derzeit 90 Sekunden. In den ersten, von Massenstürzen und viel Regen geprägten Giro-Tagen hielt sich Vingegaard sehr zurück und bewusst im Schatten der Tagessieger auf.

Dank aufmerksamer Fahrweise seines ihn beschützenden Visma-Lease a Bike-Teams kam Vingegaard bisher ohne Asphalt-Kontakt vom Startort Nessbar an der bulgarischen Schwarzmeerküste bis nach Massa durch. Als aber bei den ersten Bergetappen dieses Giros seine Zeit gekommen war, zeigte sich der Kletterspezialist Vingegaard so wie bisher bei allen seinen Starts in diesem Jahr: als beeindruckender Siegfahrer. Die schwere Etappe hinauf auf den Berg mit Namen Blockhaus im Majella-Massiv inmitten der Abruzzen gewann Vingegaard am vergangenen Freitag als Solist.

Es war mit 246 Kilometern die längste Tagesprüfung dieser dreiwöchigen Rundfahrt und mit knapp 4500 Höhenmetern auch ein besonders anspruchsvolles Teilstück.. Sie führte diesmal am Ende der neunten Etappe hinauf auf den Pass des Corno alle Scale, des höchsten Bergs des Bologneser Apennin in 1471 Meter Höhe. Am Montag hatten die Giro-Teilnehmer nach der Überfahrt von Bulgarien nach Italien ihren zweiten Ruhetag. Dabei nahm sich Vingegaard Zeit, um im Gespräch mit der Sportschau ein Zwischenfazit zu ziehen.

Seine Erkenntnis nach gut der Hälfte des Rennens lautet: "Ich bin mit dem Ziel hierhingekommen, den Giro zu gewinnen. Ich bin in einer sehr guten Position, dieses Ziel auch erreichen zu können.

" Vor dieser Saison hatte sich Vingegaard dazu entschieden, sein Saisonprogramm völlig neu aufzustellen. "Ich brauchte den Wechsel, vor allem aus Motivationsgründen", erklärte er beim Teamtrainingslager im Januar in Marbella. Die neue Planung sah auf Vingegaards eigenen Wunsch hin seinen Premierenstart beim Giro vor. Sein großer Jahreshöhepunkt aber bleibt die Tour de France, die er im Juli zum dritten Mal gewinnen möchte.

Jonas Vingegaard verfolgt 2026 große Ziele. Für den Sieg bei Giro und Tour hat er sein Programm umgestellt. Und betrachtet dabei Florian Lipowitz als einen seiner größten Konkurrenten. Das Double aus Giro und Tour auf Sieg zu fahren, erschien jahrzehntelang als eine zu große Aufgabe. 1998 gewann der Italiener Marco Pantani in der Hochphase des Epo-Dopings beide Rennen.

Erst 2024 wagte sich Tadej Pogacar an die Wiederholung dieses Doppels und hatte Erfolg. Vingegaard stellte seinerseits fest, dass er nach seinem zweiten Platz bei der Tour 2025 sechs Wochen später bei der dreiwöchigen Spanien-Rundfahrt sogar noch bessere Wattwerte erzielt hatte. Vingegaard gewann die Vuelta und schöpft aus der gemachten Erfahrung die Hoffnung, dass er in diesem Jahr nach dem Giro-Start noch konkurrenzfähiger bei der Tour sein wird.

In Marbella kündigte Vingegaard zudem an, nur vier Rennen in diesem Jahr bestreiten zu wollen: Paris-Nizza, die Katalonien-Rundfahrt, den Giro und die Tour. , sagte Vingegaard im Januar. Bei der von eisiger Kälte und schauderhaftem Wetter geprägten einwöchigen Rundfahrt von Paris nach Nizza gewann Vingegaard die beiden schwersten Etappen und souverän die Gesamtwertung, und zwar mit 4:23 Minuten vor dem Kolumbianer Daniel Felipe Martinez. Das ist der größte Vorsprung eines Siegers seit 1939.

Auch bei der Katalonien-Rundfahrt siegte Vingegaard bei zwei Bergetappen und belegte unangefochten Rang eins in der Gesamtwertung. Zu diesen sechs Erfolgen kommen nun noch zwei beim Giro hinzu, so dass Vingegaard derzeit einer der erfolgreichsten Fahrer der bisherigen Saison ist.

"Er hat mir gezeigt, dass es aufgeht, in der Vorbereitung und der Programmplanung nicht immer dasselbe zu tun. " Allerdings traf Vingegaard in diesem Jahr noch nicht auf seine Nemes Pogacar, dem er bei der Tour bisher dreimal sehr deutlich unterlegen war.

Allerdings hatte Vingegaard den Slowenen im Juli 2022 und 2023 bei der Frankreich-Rundfahrt bezwingen können. Vingegaard staunt über die Vielseitigkeit des starken Berg- und Zeitfahrers Pogacar, der im Frühjahr die Monumente "Ich glaube, Tadej ist der beste Fahrer, den wir je im Radsport gesehen haben.

Wenn du dir anschaust, was er alles gewonnen hat, dann ist er der beste Fahrer aller Zeiten"Ob er selbst aktuell die stärkste Version von sich selbst ist, weiß Vingegaard noch nicht so recht: "Da bin ich mir nicht hundertprozentig sicher. Aber zumindest habe ich das Gefühl, dass ich in einer sehr guten Verfassung bin.

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