Der Dokumentarfilm 'Dahomey' hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Das gab die Jury im Berlinale-Palast bekannt. 'Dahomey' setzt sich mit der Rückgabe von aus Afrika geraubten Kunstschätzen auseinander.
Die in Frankreich geborene Filmemacherin Mati Diop begleitet 26 Statuen auf der Reise aus Frankreich in ihr Ursprungsland, dem heutigen Benin. Der Große Preis der Jury ging in diesem Jahr nach Südkorea.
Ausgezeichnet wurde die melancholische Komödie"Yeohaengjaui pilyo". Isabelle Huppert spielt in dem Film eine eigenwillige Französin, die sich in Südkorea als Sprachlehrerin über Wasser halten möchte. Der silberne Bär für die beste Hauptrolle ging an den rumänisch-amerikanischen Schauspieler Sebastian Stan für seine Leistung in der Tragikomödie"A Different Man". In dem Film geht es um einen Mann mit deformiertem Gesicht, der sich nach einem Experiment in einen äußerlich attraktiven Mann verwandelt, aber nicht glücklich wird. Mit dem Preis für die beste Nebenrolle wurde die britische Schauspielerin Emily Watson ausgezeichnet. Sie spielt in dem irisch-belgischen Drama"Small Things Like These" die bigotte Leiterin eines katholischen Klosters.Der Regisseur Matthias Glasner erhielt einen Silbernen Bären für das Drehbuch seines Dramas"Sterben" – die einzige Auszeichnung im Wettbewerb für einen Vertreter aus Deutschland. In dem dreistündigen Film geht es um den Alltag einer zerrütteten Familie. In Hauptrollen sind unter anderem Corinna Harfouch und Lars Eidinger zu sehen. Mit dem Bären für die beste Regie wurde der dominikanische Filmemacher Nelson Carlos De Los Santos Arias ausgezeichnet. In seinem Experimentalfilm"Pepe" wird überwiegend aus der Sicht eines Nilpferds namens Pepe erzählt, wie es einst vom Drogenbaron Pablo Escobar für dessen Privatzoo aus Afrika nach Kolumbien verschleppt wurde. Auch der österreichische Kameramann Martin Gschlacht wurde ausgezeichnet - für seine Arbeit im morbiden Historiendrama"Des Teufels Bad".
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