In Berlin und Stuttgart finden zeitgleich Grossdemonstrationen gegen erhohete Rustungsausgaben und die mogliche Wiedereinfuhrung der Wehrpflicht statt. Die Polizei sperrt weite Teile des Berliner Regierungsviertels, darunter das Brandenburger Tor. Demonstranten fordern Investitionen in Bildung und Pflege anstelle militarischer Strukturen und kritisieren den Kurs der Bundesregierung zur Kriegstuchtigkeit.
Zehntausende werden zu einer Friedensdemonstration in der Hauptstadt erwartet. Die Polizei sperrt weite Teile des Regierungsviertels, auch das Brandenburger Tor ist betroffen. In Berlin und Stuttgart starten an diesem Samstag um 13 Uhr zeitgleich zwei Großdemonstrationen gegen höhere Rüstungsausgaben und die mögliche Wiedereinführung derRussland und gegen den Kurs der Bundesregierung, Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen.
Sie lehnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab und kritisieren, dass Gesundheitswesen und Infrastruktur auf einen möglichen Krieg ausgerichtet würden. Der Protest richtet sich nach Angaben des Bündnisses auch gegen Sozialabbau. Statt immer größere Teile öffentlicher Mittel in militärische Strukturen zu investieren, fordern die Organisatoren Investitionen in Bildung, Pflege,Zu den angekündigten Rednern in Berlin zählen der Kabarettist Arnulf Rating, der Politikwissenschaftler Johannes Varwick von der Universität Halle, Sören Pellmann und Christian Leye .
Die Stuttgarter Kundgebung findet auf dem Schlossplatz statt. Dort sprechen laut Organisatoren unter anderem die Europaabgeordnete Özlem Demirel und Sevim Dağdelen . Unterstützung kommt auch von der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann, die ein Grußwort per Video beisteuern soll. Vorab kritisierte sie, dass Milliarden für Rüstung mit dem Abbau sozialer Leistungen etwa beim Wohngeld, bei Pflege und Rente einhergingen.
Deutschland solle nicht die stärkste konventionelle Armee Europas aufbauen, sondern die stärkste diplomatische Kraft sein.rechnen die Behörden in der Hauptstadt mit mehreren zehntausend Teilnehmenden. Zwischen 12 und 16.30 Uhr kommt es rund um das Regierungsviertel zu umfangreichen Straßensperrungen.durch das Regierungsviertel und über die Straße des 17. Juni zurück zum Ausgangspunkt. Eine Abschlusskundgebung ist gegen 15.30 Uhr auf dem Platz des 18.
März vorgesehen. Teile der Straße des 17. Juni sowie die Ebertstraße sind bereits seit Freitagmorgen gesperrt – die Einschränkungen sollen bis etwa 20 Uhr am Samstag andauern.
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