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Hantavirus: Gefahr für oder durch Hunde und Katzen? Was Experten darüber sagen

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Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff herrscht Verunsicherung und die Sorge vor einer neuen Pandemie. Sind Haustierbesitzer besonders gefährdet?

Besonders Freigängerkatzen fangen gerne Mäuse, fressen sie oder bringen sie als Geschenk für Herrchen und Frauchen mit nach Hause. Besteht deshalb für Haustierhalter ein größeres Infektionsrisiko mit dem Hantavirus?

. - Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff herrscht Verunsicherung und die Sorge vor einer neuen Pandemie. Sind Haustierbesitzer besonders gefährdet? Mehrere Hantavirus-Infektionen auf dem kleinen Kreuzfahrtschiff „Hondius“ haben weltweit Besorgnis ausgelöst – und Erinnerungen an die Corona-Pandemie geweckt.

Vor allem in sozialen Netzwerken wird das aktuelle Virus mit dem Covid-19-Erreger verglichen. Fachleute betonen jedoch, dass sich beide Situationen deutlich unterscheiden – insbesondere bei der Übertragbarkeit und dem Risiko für die Allgemeinbevölkerung. Inwiefern sich das Hantavirus unterscheidet und ob es auch gefährlich für Haustiere wie Hunde und Katzen werden kann, erklären wir im Folgenden. In sozialen Netzwerken wird behauptet, das Hantavirus „könnte eine Pandemie auslösen, die viel tödlicher ist als Covid“.

Fachleute teilen diese Sorge nicht. Das Virus sei nicht mit dem Covid-Erreger Sars-CoV-2 oder mit Influenza vergleichbar, erklärt Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Zwar gelten bestimmte Hantavirus-Erkrankungen als vergleichsweise schwer und potenziell lebensbedrohlich, doch eine hohe Sterblichkeit allein führt nicht zu einer Pandemie. Entscheidend ist, wie leicht sich ein Erreger verbreitet - und die Übertragbarkeit ist hier wesentlich geringer als bei Sars-CoV-2.

Das auf dem Kreuzfahrtschiff zirkulierende Andesvirus ist nach Angaben der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC der einzige bekannte Vertreter der Hantaviren, der überhaupt zwischen Menschen übertragbar ist. Doch anders als beim Coronavirus gebe es keine schnelle und breite Weitergabe durch viele asymptomatisch Infizierte, betont der Virologe Schmidt-Chanasit. Die ECDC stuft das Risiko für die allgemeine Bevölkerung deshalb als „sehr gering“ ein. Auch die Weltgesundheitsorganisation gibt Entwarnung.

Andesvirus-Infektionen von Mensch zu Mensch sind laut ECDC „selten und erfordern meist längeren engen Kontakt, oft in geschlossenen Räumen“. Das bedeutet auch: Selbst, wenn mehrere Fälle auftreten, entsteht daraus keine Dynamik wie bei Covid-19. Darauf deutet auch der sogenannte R-Wert hin – also die durchschnittliche Anzahl der Menschen, die ein Infizierter ansteckt. Eine Studie im renommiertenzu einem Ausbruch in Argentinien Ende 2018 zeigt, dass der damalige - ohnehin niedrige - Wert nach einfachen Isolationsmaßnahmen schnell sank.

Der Ausbruch mit insgesamt 34 bestätigten Infektionen wurde schnell eingedämmt. Auch Schmidt-Chanasit betont, man habe „bisher jeden Andesvirus-Ausbruch unter Kontrolle gebracht“. Die Corona-Pandemie zeigte dagegen eine völlig andere Dynamik: In Deutschland registrierte das Robert Koch-Institut allein in den Jahren 2020 bis 2022 mehr als 37 Millionen bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen.

Ob bei der täglichen Runde durch den Garten oder beim Spaziergang über Felder und durch Wälder: Da wo sich Vierbeiner gern herumtreiben leben auch oft Nagetiere wie Mäuse, die das Hantavirus verbreiten. Müssen sich Halter nun Sorgen um die Gesundheit von ihren Hunden und Katzen machen? Besteht sogar ein Risiko für den Mensch, durch eine Übertragung vom Haustier?

Die Kleintierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität in München versichert auf Nachfrage unserer Redaktion, dass Katzenbesitzer sich derzeit nicht sorgen müssen und beruft sich dabei auf eine kürzlich rausgegebene Information des ABCD , ein international spezialisiertes Expertengremium für Infektionskrankheiten bei Katzen. Eine Hantavirus-Infektion bei Katzen sei demnach äußerst selten, auch klinische Symptome seien bei Katzen bislang nicht beschrieben.

Ein würdevoller Abschied vom geliebten Haustier: Diese Möglichkeiten gibt es im Raum NürnbergSo können sich Katzen durch das Jagen infizierter Nagetiere oder durch Kontakt mit Urin, Speichel oder Kot infizierter Nagetiere zwar anstecken, Nagetiere seien aber das alleinige Reservoir des Virus. Katzen fungieren nicht als Reservoir und stellen kein Infektionsrisiko für den Menschen dar. : Der Mensch sei „eine Sackgasse für das Virus“. Zwar würden Katzen und Hunde das Virus aufnehmen, wenn sie beispielsweise eine infizierte Maus fressen.

Sie selbst würden davon jedoch weder krank noch ansteckend werden. Sie gelten in der Wissenschaft als sogenannter „Fehlwirt“. Daher gehe auch von ihrem Kot oder Urin keine Gefahr aus, so der Experte.

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