Harvard-Professorin: „Führungskräfte reden im Schnitt zu viel“

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Harvard-Professorin: „Führungskräfte reden im Schnitt zu viel“
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Die Harvard-Professorin erforscht, was gute Gespräche ausmacht. Im Interview erklärt sie, warum schon 30 Sekunden Vorbereitung ein Gespräch verbessern und man häufiger „Was“ fragen sollte.

Meeting: Führungskräfte sollten viele Fragen stellen. Zehn Minuten dauert das Gespräch mit Alison Wood Brooks schon – dabei hat das Interview noch gar nicht angefangen.

Im Videocall zwischen Boston und Frankfurt am Main stellt die Harvard-Professorin erst einmal selbst die Fragen. Brooks, eine der führenden Gesprächsforscher weltweit, weiß eben, wie man Menschen in Gespräche verwickelt. Frau Brooks, warum ist es so schwer, ein gutes Gespräch zu führen? Gespräche sind schwierige Koordinationsspiele: Wir müssen gleichzeitig zuhören, Antworten formulieren, unsere eigenen Gefühle und Absichten sowie die des anderen erkennen und entscheiden, wann wir das Thema wechseln.

Währenddessen verändert sich die Situation ständig. Selbst die besten Gesprächspartner erleben Missverständnisse und peinliche Momente. Unsere Alltagsgespräche klingen deshalb selten wie wohlüberlegte Filmdialoge. Anders als beim Sport bekommen wir selten konkretes Feedback.

Wir wissen oft nicht, warum eine Unterhaltung gelungen oder gescheitert ist. Und wir erfahren nie, wie sie anders hätte verlaufen können: Was wäre passiert, wenn ich diesen Witz gemacht oder jene Frage gestellt hätte? Hinterher grübeln wir über unsere Äußerungen – ohne zu wissen, wie sie angekommen sind. Was uns noch beschäftigt, hat der andere womöglich längst vergessen.

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