Haus des Schreckens in Philadelphia: FBI ermittelt im Fall von sieben vermissten Frauen

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Haus des Schreckens in Philadelphia: FBI ermittelt im Fall von sieben vermissten Frauen
Philadelphia, Eugene Albert Horsch, Raymond Charles Horsch

Die Behörden in Philadelphia durchsuchen ein Haus in Olney, das mit dem Verschwinden von sieben Frauen in Verbindung gebracht wird. Eugene Albert Horsch und sein verstorbener Vater Raymond stehen im Fokus.

In einem unscheinbaren Haus in der West Chew Avenue im Stadtteil Olney in Philadelphia ermitteln Polizei und FBI wegen des Verschwindens von sieben Frauen. Die US-Medien nennen das Gebäude das Haus des Schreckens. Die Durchsuchung des Hauses, das heute Eugene Albert Horsch gehört, soll klären, ob er und sein verstorbener Vater Raymond Charles Horsch für die Vermisstenfälle verantwortlich sind.

Verkehrskontrolle führt zu grausigen Funden

Die Ermittlungen begannen mit einer Verkehrskontrolle, bei der die Beamten den BMW von Eugene Albert Horsch stoppten. Im Fahrzeug fanden sie zwei geladene Pistolen, ein Messer, Drogen und weitere Waffen. Zudem entdeckten sie einen gefälschten Ausweis, der Horsch als Agenten der Drogenbehörde DEA auswies. Seine Beifahrerin hatte ebenfalls einen gefälschten Ausweis dabei. Das Foto passte, doch der Name gehörte Blair Tonzelli, einer Frau, die seit 2023 vermisst wird.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses stießen die Ermittler auf Munition, eine Marihuana-Plantage, fünf Urnen mit Asche von Verstorbenen und etwa 50 Festplatten sowie andere elektronische Geräte. Darauf befand sich massenhaft Missbrauchsmaterial: verstörende Videos und Fotos von Frauen, offenbar gewalttätig, brutal und pornografisch.

Verdacht gegen Eugene und Raymond Horsch

Die Ermittler können nicht sagen, ob die Videos und Bilder echt oder gestellt sind. Sie sollen Raymond Charles Horsch gehören, einem ehemaligen Snuff-Fotografen, der letztes Jahr im Alter von 82 Jahren verstarb. Er war der Vater von Eugene Albert Horsch, dem das Haus heute gehört. Der stellvertretende Polizeipräsident Frank Vanore sagte auf einer Pressekonferenz, einiges davon sei Schauspielerei, doch einiges könnte echt sein. Wie der britische Guardian berichtet, sollen einige der Aufnahmen mit bereits verstorbenen Frauen entstanden sein. Der Fotograf soll Frauen Drogen angeboten haben, damit er sie fotografieren durfte.

Beide Männer hatten wiederholt mit der Justiz zu tun. Eugene wurde 2004 wegen schwerer Körperverletzung, 2014 wegen Drogenhandels und 2025 wegen Drogenbesitzes verurteilt. Auch sein Vater hatte Vorstrafen. 1980 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt, wegen Geldfälschung und Drogenherstellung. 2009 soll er zudem versucht haben, ein neunjähriges Mädchen zu entführen. Ein ehemaliger FBI-Agent bezeichnete ihn im Guardian als potenziellen Serienmörder. Eine handschriftliche Notiz, die in dem Haus gefunden wurde, beschreibt, wie man Menschen verletzt.

Erneute Durchsuchung ab Montag geplant

Ab Montag planen die Ermittler, mit schwerem Gerät sogar Böden herauszunehmen und Wände einzureißen. Die erneute Durchsuchung des Hauses soll klären, ob Raymond Charles Horsch und sein Sohn Eugene für das Verschwinden der sieben Frauen verantwortlich sind. Die Behörden erhoffen sich weitere Beweise und Hinweise auf die Verbleibenden der Vermissten.

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