Beim Großen Preis von Bahrain in Sepang herrschen 33 Grad und knapp 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli verzichten wegen des Budgetdeckels auf Kühlwesten.
Beim Großen Preis von Bahrain in Sepang herrschen extreme Bedingungen: Am Samstag kletterten die Temperaturen auf 33 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit lag bei knapp 60 Prozent. In den Cockpits der Formel 1 kann es unter diesen Umständen bis zu 60 Grad heiß werden. Die meisten Fahrer werden deshalb beim Rennen eine Kühlweste tragen – doch die Mercedes -Piloten George Russell (28) und Kimi Antonelli (20) verzichten darauf. Der Grund ist kurios: Das Team will das Geld unter dem Budgetdeckel in die Weiterentwicklung des Autos stecken.
Budgetdeckel verhindert Kühlwesten-Entwicklung
Russell erklärte gegenüber Medien in Malaysia, dass er die Weste gerne tragen würde, auch nächste Woche in Singapur. Das Team habe ihm jedoch mitgeteilt, dass es Geld in die Entwicklung der Weste stecken könnte, gleichzeitig aber das Auto unter dem Budgetdeckel weiterentwickeln wolle. Die Obergrenze liegt in dieser Saison bei 215 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 191 Millionen Euro. Kühlwesten und ihre Entwicklung fallen unter diese Grenze, anders als beispielsweise das Gehalt der Fahrer. Russell hält das für ein Unding und fordert, dass alle Fahrer die Weste tragen sollten. Die FIA solle den Teams erlauben, sie außerhalb des Budgetdeckels zu entwickeln.
Mercedes setzt auf Update-Paket für den Titel
Mercedes hat das verbleibende Geld unter dem Budgetdeckel in ein großes Update-Paket gesteckt, das dem Rennstall den Titel sichern soll. Aktuell führt Antonelli die Fahrer-Wertung an, mit 66 Punkten Vorsprung auf Russell. Auf Platz 3 folgt Ferrari-Pilot Lewis Hamilton (41), 37 Zähler hinter Russell. Russell hat in der Vergangenheit bereits schlimme Erfahrungen mit extremer Hitze gemacht. Nach dem Rennen in Singapur 2024 litt er unter extremer Dehydration.
Verstappen verzichtet freiwillig auf Kühlweste
Während Russell und Antonelli die Weste aus Kostengründen nicht tragen dürfen, verzichtet ein anderer Fahrer freiwillig darauf: Max Verstappen (29). Der Red-Bull-Pilot empfindet die Schläuche und zusätzlichen Gurte der Weste im Cockpit als störend. Die Formel 1 schreibt im Falle einer Hitzewarnung die Nutzung der Weste vor. Wer ohne die Körper-Kühlung startet, muss sich fünf Kilo Zusatzgewicht ins Auto packen.
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