Die Personalaffäre im Wirtschaftsministerium erschüttert die Grünen. Mit einem Amtsverzicht könnte nun Dampf aus dem Kessel genommen werden.
Michael Schäfer könnte auf das Amt des dena-Chefs verzichten und so die Wogen glätten.Der Vertrag stand schon. Michael Schäfer, bis im vergangenen Jahr Chef des Naturschutzbundes, hätte am 15. Juni Chef der Deutschen Energieagentur werden sollen. Nach Medienberichten heißt es jetzt, nicht nur stünde Michael Schäfer für dasnicht zur Verfügung, er verzichte auch auf eine Entschädigung.
Wirtschaftsminister Habeck will seinen in die Kritik geratenen Staatssekretär Graichen im Amt belassen und lobt erneut dessen Arbeit. Mit der Neuausschreibung eines Postens werde der "Fehler" korrigiert.Graichen, Staatssekretär im Bundewirtschaftsministerium hatte den ehemaligen Grünen-Politiker Schäfer einst zu seinem Trauzeugen gewählt und war Anfang des Jahres Mitglied der Findungskommission gewesen, die ihn zum neuen Chef der dena machen sollte.
Für die Opposition ist dies ein willkommener Anlass, gerade den häufig als moralinsauer empfundenen Grünen unsauberes Arbeiten vorzuwerfen und an einer wichtigen Säule in Habecks Ministerium zu rütteln. Patrick Graichen, der die Energiewende schon entwarf, als die Grünen noch lange nicht die Macht hatten, sie umzusetzen, ist ein anerkannter Experte - und extrem gut vernetzt.
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