Ein rechtsradikales Flugblatt, gelegentlich der Hitlergruß? Jetzt hat sich Hubert Aiwanger selbst geäußert: »Vielleicht kann in der Jugendzeit das eine oder andere so oder so interpretiert werden.«
) hatte Aiwanger einen Katalog mit 25 Fragen vorgelegt. »Ich hab' die Fragen jetzt und schaue sie mir genau an«, so Aiwanger gegenüber »Welt«. Er könne nicht sagen, ob es noch Belastendes in den Schulakten gebe, »lassen wir uns überraschen, was da jemand mir unter die Nase halten will.« Auf X schrieb Aiwanger am Mittwoch: »Schmutzkampagnen gehen am Ende nach hinten los.« In aller Regel verfasst Aiwanger sämtliche Posts selbst.
In den vergangenen Tagen habe er viel Rückhalt erhalten, gibt Aiwanger an. »Ich hab sehr, sehr überwiegend die Aussage, dass hier eine Schmutzkampagne gefahren wird und dass ich hier politisch und auch persönlich zerstört werden soll.« Seine Partei, die Freien Wähler, stehen nach eigener Darstellung geschlossen hinter Aiwanger. Das betonten mehrere Mitglieder des Partei- und Fraktionsvorstands am Mittwoch nach gemeinsamen Beratungen im Landtag in
. »Und das werden wir auch weiter tun«, sagte Generalsekretärin Susann Enders. Fraktionschef Florian Streibl sagte: »Wir sind mit ihm solidarisch.« Es werde nun das Schicksal von Millionen Juden dazu instrumentalisiert, einen Politiker fertigzumachen, kritisierte er.Streibl fügte in Reaktion auf Äußerungen Söders vom Dienstag hinzu: »Eine Botschaft müssen wir senden: Eine Koalition in Zukunft wird es auch nur mit Hubert Aiwanger geben.
Söder hatte am Dienstag gesagt, er wolle die Koalition fortsetzen. Koalitionen hingen aber »nicht an einer einzigen Person«, sagte Söder. »Es geht mit oder ohne eine Person im Staatsamt ganz genauso.«
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