IMSA Petit Le Mans 2026: Porsche-Sieg, Aitken-Titel und GT-Kontroverse

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Porsche gewinnt erstmals seit den 12 Stunden von Sebring wieder ein IMSA-Rennen - Nur sechs GTP im Ziel - BMW-Titel in GTD Pro nach Ford-Corvette-Kontroverse

Porsche gewinnt erstmals seit den 12 Stunden von Sebring wieder ein IMSA-Rennen - Nur sechs GTP im Ziel - BMW-Titel in GTD Pro nach Ford-Corvette-Kontroverse - Ein chaotisches Petit Le Mans mit einer neuen Rekordzahl von Gelbphasen ging mit einem Sieg für den Penske-Porsche #6 von Laurens Vanthoor, Kevin Estre und Matt Campbell zu Ende.

Zuvor hatte Jack Aitken bereits durch das Überfahren der Startlinie im Action-Express-Cadillac #31 den Fahrertitel in der IMSA SportsCar Championship 2026 geholt. .

Der angesagte Regen meldete sich vor dem Start und zur Mitte des Rennens, überwiegend blieb es aber trocken. Die Startphase ging noch auf feuchter Strecke über die Bühne. Die meisten Fahrzeuge wechselten nach rund zehn Minuten auf Slicks. In der vierten Stunde regnete es dann richtig.

Letztlich musste das Rennen wegen Blitzgefahr unterbrochen werden. Auch nach dem Restart wollte kein wirklicher Rhythmus aufkommen, weil es immer wieder zu Gelbphasen kam. Der finale Sprint ging über eine Stunde und fünf Minuten, was bereits zu den längsten Grünphasen im Rennen gehörte. Die Führung hatte beim vorletzten Restart der WTR-Cadillac #10 inne, konnte diese aber nicht lange halten. Vanthoor brachte den Porsche #6 schnell an die Spitze. Der Belgier wurde wiederum von Earl Bamber mit einem Undercut erwischt, holte sich die Spitze aber auf der Strecke durch cleveres Ausnutzen des Verkehrs zurück. Unglaublich, aber wahr: Es ist Kevin Estres erster Sieg in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Matt Campbell verabschiedet sich stilvoll von Porsche in Richtung Ford. Für Vanthoor ist es der erste GTP-Sieg seit den 12 Stunden von Sebring 2025. Bamber fiel in der Folge weiter zurück und reihte sich letztlich in die lange Liste der Ausfälle ein, als er von Roman de Angelis im Thor-Aston-Martin #23 in Kurve 1 getroffen wurde.

Platz zwei holte sich der WRT-BMW #24 nach seinem Sieg zuletzt in Indianapolis, gefolgt vom WTR-Cadillac #40 . Hinter der #10 und der #23 kam der Meyer-Shank-Acura #60 ins Ziel, der beim Acura-Abschied aus der IMSA lange Zeit wie ein ernsthafter Siegkandidat aussah, aber kurz vor Schluss zu einem Splash-and-Dash reinkommen musste.

Der Cadillac #31 führte eine lange Liste von Ausfällen in der GTP an. Zu ihm gesellte sich der Penske-Porsche #7 , der zunächst den IMSA-Endurance-Titel holte und sich dann spektakulär verabschiedete. Felipe Nasr befand sich hinter Teamkollege Laurens Vanthoor und hatte einen Überschuss. Gerade, als er außen neben Vanthoor fahren wollte, zog der Belgier plötzlich rüber, weil er den RS1-Porsche #28 von Jan Heylen gerade überrundet hatte.

Nasr rammte Heylens Porsche und segelte von der Strecke. Ein wildes Abschiedsrennen hatte der Meyer-Shank-Acura #93 . In der Anfangsphase sah er noch wie ein Siegkandidat aus, doch eine teaminterne Kollision mit der #60 nach viereinhalb Stunden löste eine Abwärtsspirale aus, aus der er nicht mehr herausfand.

Renger van der Zande kassierte dafür eine Strafe, übergab den Acura ARX-06 jedoch zunächst an Alex Palou, der beim Rausfahren aus der Boxengasse auf kalten Reifen schnell auf die trockene Ideallinie zog. Dabei fuhr er Kevin Magnussens WRT-BMW #25 vor die Nase, der nicht mehr ausweichen konnte und direkt ins Verderben rannte. Später hatte Nick Yelloly gleich zwei Abflüge, die jeweils Gelbphasen auslösten. Der zweite Abflug, nach gut sieben Stunden, beendete das Rennen für die #93 endgültig.

Es sah aus, als wäre etwas in der Zieleingangskurve gebrochen. Auch der private JDC-Miller-Porsche #5 sah die Zielflagge nicht. Kurz vor der 8-Stunden-Marke verunfallte Tijmen van der Helm, als er von zwei im Kampf befindlichen GT-Fahrzeugen übersehen wurde. Dramatisch war die Schlussphase in der LMP2.

Der APR-Oreca #04 hatte lange Zeit geführt und sich nach einem Reifenschaden wieder nach vorne gefahren, der ausgerechnet durch ein zweimaliges Auffahren des Titelkonkurrenten, des Inter-Europol-Orecas #43 verursacht worden war. Alex Quinn führte zunächst vor dem United-Autosports-Oreca #22 , der aber zum Splash an die Box musste. Somit kam Tom Dillmann nochmal in Schlagdistanz zu Spitzenreiter Quinn. Wer auch immer das Rennen gewann, würde den Titel holen. Letztlich setzte sich Quinn um zwei Drittel einer Sekunde durch.

Den dritten Platz holte der Era-Oreca #18 gefolgt vom Tower-Oreca #8 , obschon Letzterer die erste der 16 Gelbphasen im Rennen ausgelöst hatte. Connor de Phillippi und Neil Verhagen sind die Meister in der GTD Pro. Ein dritter Platz reichte zum Titelgewinn, weil die Pratt-Miller-Corvette #4 nach einer kontroversen Kollision die Führungsrunde verlor. Nick Catsburg wurde im Zweikampf von Dennis Olsen im Multimatic-Ford #64 umgedreht. Olsen war dabei so weit zurück, dass in den sozialen Medien schnell eine mögliche Racheaktion für einen Unfall von Christopher Mies"Eine armselige Aktion", sagte Catsburgs Teamkollege Tommy Milner während des Rennens.

"Die #64 war nicht ansatzweise nah genug dran. Ich weiß, dass einige Leute wohl von Karma sprechen werden, aber ich finde, dass Nicky auch im Fernsehen viel Unrecht getan wurde.

" "Ich glaube nicht, dass die #64 uns rausnehmen wollte. Er ist nicht diese Art von Fahrer. Wir hatten ohnehin schon zu kämpfen, weil wir keine Pace auf den Geraden hatten. Wir konnten nicht auf dieselbe Weise Sprit sparen wie die anderen.

Es ist schon frustrierend, so lange so fahren zu müssen.

" Der Verdacht auf ein Revanchefoul verstärkte sich nur, als Olsen in der Schlussphase auch noch die andere Corvette #3 auf ähnliche Weise an derselben Stelle ins Kiesbett schickte und eine weitere Strafe kassierte. Auch der BMW ging auf dem Weg zum Titel über eine Leiche. Dan Harper rammte kurz nach dem Restart nach der Rot-Unterbrechung den RLL-McLaren #59 von Nikita Johnson.

Dabei wurde die Aufhängung so schwer beschädigt, dass der McLaren 720S GT3 Evo das Rennen aufgeben musste. Den Sieg in der GTD Pro holte sich sensationell der Car-Blanche-Aston-Martin #68 . Das Team ist Mitte der Saison aus dem GTD-Rennstall van der Steur Racing hervorgegangen und absolvierte die letzten Saisonrennen in der GTD Pro. Es ist der erste Sieg für das noch junge Programm.

#911 , dieser musste aber in der letzten Runde ebenfalls zum Splash kommen. Somit ging Platz zwei an"Rexy" im Skelett-Design, den AO-Porsche #77 . Hinter den neuen Meistern, die Paul Miller Racing aus der IMSA standesgemäß verabschiedeten, kamen der sich ebenfalls aus der IMSA verabschiedende Pfaff-Lamborghini #9 , der Risi-Ferrari #62 und die DragonSpeed-Corvette #74 ins Ziel. Philip Ellis und Russell Ward schrieben IMSA-Geschichte: Im Winward-Mercedes #57 holten sie stilsicher mit einem Klassensieg ihren dritten Titel in Folge. Das ist seit der Wiedervereinigung des amerikanischen Sportwagensports im Jahr 2014 noch niemandem in irgendeiner Klasse gelungen. Ellis überholte etwa eine halbe Stunde vor Schluss vor der Schikane Ricardo Pera im Manthey-Porsche #912 .

Platz drei holte die DXDT-Corvette #36 , die in der Anfangsphase noch für eine Slapstick-Einlage gesorgt hatte. Salih Yoluc räumte mehrere Werbetafeln ab, die er vor sich herschob. Auf der Gegengerade hielt er an, um sie loszuwerden. Damit löste er eine Gelbphase aus.

Später duplizierte Max van der Snel im Intersport-Oreca #37 diese Aktion noch einmal. In der GTD gab es zwei kontroverse Szenen. Am Ende der fünften Stunde, rund eine halbe Stunde nach dem Restart nach der Unterbrechung, schob Morris Schuring im Manthey-Porsche #912 die beiden Ford Mustang aus der GTD ineinander, sodass beide ausschieden.

Die Rennleitung entschied auf Rennunfall. Nach siebeneinhalb Stunden griff Lorenzo Patrese im Conquest-Ferrari #34 nach der GTD-Führung, wurde dabei aber von Antonio Fuoco im AF-Corse-Ferrari #21 brutal abgedrängt und flog ab. Der Le-Mans-Sieger von 2024 kassierte dafür eine Stop-and-Go-Strafe von 60 Sekunden, der Ferrari #21 tauchte zwischenzeitlich trotzdem wieder an der Spitze auf.

Mehrere Fahrzeuge vor allem aus den GT-Klassen stehen noch wegen des Energieverbrauchs unter Beobachtung. Mehrere Fahrzeuge kreuzten die Ziellinie mit weniger als einem Prozent im virtuellen Tank.startet vom 28. bis 31. Januar mit den 24 Stunden von Daytona. Zuvor stehen noch die Testfahrten"Roar before the 24" am Wochenende zuvor auf dem Programm.

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