Laurin Heinrich schielt beim Petit Le Mans auf den Gesamtsieg und die Außenseiterchance im GTP-Titelkampf, die so eigentlich nie geplant war
Laurin Heinrich schielt beim Petit Le Mans auf den Gesamtsieg und die Außenseiterchance im GTP-Titelkampf, die so eigentlich nie geplant war - Es ist eine gewaltige Aufgabe.
Der Rückstand von Laurin Heinrich auf Jack Aitken in der IMSA SportsCar Championship beträgt 147 Punkte, weshalb der Deutsche auf reichlich Schützenhilfe angewiesen sein wird. Der Fokus des Deutschen liegt beimTrotz der geringen rechnerischen Chancen verschwendet Heinrich keine Energie an Rechenspiele:"Sicher gibt es eine Chance, und dieses Rennen verläuft oft so chaotisch, dass man nie weiß, was passiert. Für mich ist das Ziel klar: Ich muss gewinnen.
Ich möchte das Petit Le Mans im Gesamtklassement für mich entscheiden - das wäre einer der großen Meilensteine in meiner Karriere.
" "Was meine eigenen Möglichkeiten angeht, ist die Aufgabe ganz simpel: Wir müssen versuchen, das Rennen zu gewinnen. Um die Meisterschaft zu holen, spielen dann allerdings Faktoren mit hinein, die ich nicht in der Hand habe.
" "Die #31 dürfte höchstens Zehnter werden - oder Neunter, je nach Konstellation . Selbst bei einem Sieg bleiben wir auf Hilfe angewiesen. Das ist eine Tatsache, aber ich grüble nicht groß darüber nach. Es ist sinnvoller, meine Gedanken darauf zu richten, was ich selbst beeinflussen kann.
" Beim 10-Stunden-Rennen greift Heinrich wieder im Porsche 963 #7 von Porsche Penske Motorsport an, den er sich mit Felipe Nasr und Julien Andlauer teilt. Er war in der Saison 2026 in allen drei Porsche 963 unterwegs und ehrt nun wieder in das Cockpit zurück, in dem er die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring gewonnen hat. Sein Rückstand auf Tabellenführer Jack Aitken im Cadillac V-Series. R beträgt 147 Zähler.
Im voraussichtlich 11 Autos starken GTP-Feld lassen sich maximal 385 Punkte einfahren . Das Minimum bei einer Zielankunft - jeweils Platz 11 im Zeittraining und im Rennen - bringt immer noch 220 Punkte . Da die maximal aufholbare Punktedifferenz an einem Wochenende bei 165 Zählern liegt, kommt Aitken nach dem Rennstart auf mindestens 2.972 Punkte.
Dem Briten reicht somit bereits ein neunter Platz, um die Fahrermeisterschaft aus eigener Kraft abzusichern - ungeachtet der Qualifying-Punkte. Heinrich kann bestenfalls 2.990 Punkte erreichen. Um noch Champion zu werden, muss er seinen Rückstand im Qualifying unter 150 Punkten halten , anschließend das Rennen gewinnen und darauf hoffen, dass Aitken nicht über Rang 10 hinauskommt. #5 von JDC-Miller MotorSports auf dem Laguna Seca Raceway lag er plötzlich an der Tabellenspitze.
Das entfachte interne Diskussionen, ob seine IMSA-Saison trotz Überschneidungen mit anderen Rennserien Priorität erhalten sollte.
"Als ich in Laguna Seca aus dem Auto stieg, meinte jemand zu mir: 'Du führst jetzt die Meisterschaft an‘", erinnert sich Heinrich. "Darauf hatte ich bis dahin gar nicht geachtet. Das war der Aha-Moment, in dem mir klar wurde: Verrückt, ich führe tatsächlich allein in der Fahrerwertung, obwohl ich bereits die Fahrzeuge gewechselt hatte.
" "Dann ging die Debatte los, wie wir mit der Terminüberschneidung bei den 6 Stunden von Watkins Glen umgehen und ob wir der IMSA-Meisterschaft den Vorrang geben. Als der Entschluss stand, gab es nur noch eine Richtung: volle Konzentration auf diesen Titel.
" Der Porsche-Pilot, der zuletzt in Indianapolis im Penske-Porsche #6 auf das Podest fuhr, musste seine Pläne spontan umkrempeln. Ursprünglich war er für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps vorgesehen.
"Ich war zum offiziellen Test, dem Prolog, schon in Spa vor Ort - zusammen mit dem Team Schumacher CLRT, für das ich das Rennen bestreiten sollte", erklärt Heinrich. "Die Entscheidung fiel also wirklich sehr spät. Ich wollte die Truppe in Spa natürlich keineswegs enttäuschen oder vor Ort gedanklich schon in den USA sein. Aber als alles geregelt war, galt der volle Fokus der IMSA.
"Bereits das Zeittraining am Freitag könnte die Entscheidung bringen, ob Heinrich die rechnerischen Chancen wahrt oder vorzeitig aus dem Titelrennen ausscheidet. Welchen Wert Qualifying-Punkte haben, weiß Heinrich aus eigener Erfahrung: 2024 sicherte ihm die Poleposition auf der Road Atlanta exakt die entscheidenden Punkte für die GTD-Pro-Krone.
"Wer bei uns das Qualifying fährt, weiß ich selbst noch nicht - und wenn ich es wüsste, dürfte ich es vermutlich nicht verraten", schmunzelt er. "Das Qualifying wird in der IMSA oft unterschätzt. Es gibt zwar nicht viele Punkte, aber aufs ganze Jahr gesehen summieren sie sich auf. Bei neun Zeittrainings entspricht das zehn Prozent der Rennpunkte - also praktisch einem zusätzlichen Rennergebnis.
Das kann den Ausschlag geben.
" "Leider war das Qualifying dieses Jahr nicht unsere Stärke, aber ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht drehen können. Aus Erfahrung von 2024 weiß ich: Die damalige Poleposition lieferte genau den Puffer, den wir brauchten, um im Rennen einen Platz weiter hinten ins Ziel zu kommen und trotzdem Champion zu werden. Genau diese Position hat am Ende entschieden. Am Freitagabend wissen wir also genau, ob wir am Samstag noch um den Titel fahren oder rein um den Rennsieg.
"Auf die Frage, ob er Porsche Penske Motorsport darum bitten werde, selbst im Qualifying anzutreten, stellt Heinrich das Wohl des Teams über sein Ego - auch mit Blick auf die Herstellermeisterschaft, in der Porsche 136 Punkte hinter Cadillac liegt. "Das ist keine einfache Situation", gibt Heinrich zu. "Wir ziehen alle an einem Strang. Man möchte nicht derjenige sein, der mit dem Kopf durch die Wand will und sein Ego über alles stellt, schließlich geht es um einen bedeutenden Gesamtsieg.
Ich trage die Linie des Teams voll mit.
" "Bei Penske wissen sie genau, was sie tun. Sie respektieren meine Chancen in der Fahrerwertung - das hat man daran gesehen, dass ich in Indianapolis das Auto mit der #6 gefahren bin. Ich vertraue der Mannschaft vollkommen, dass sie uns die besten Voraussetzungen schafft, um sowohl in den Meisterschaften als auch beim Rennen selbst das Maximum herauszuholen.
" Unabhängig davon, wie die rechnerische Chance nach dem Freitag aussieht, verspürt die gesamte Mannschaft großen Hunger auf den Gesamterfolg beim Klassiker:"Man spürt im gesamten Team, wie sehr alle diesen Sieg beim Petit Le Mans wollen, Das ist die eine große Trophäe, die in der Sammlung noch fehlt. Diese Motivation hautnah miterleben zu können, ist großartig.
" "Die Mannschaft hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, wozu sie fähig ist. Es gibt keinen Grund, warum wir hier nicht gewinnen sollten. Bisher hat einfach das Quäntchen Glück oder der richtige Moment gefehlt. Aber ich bin absolut überzeugt, dass wir alles reinhauen werden.
Jeder Einzelne brennt darauf zu zeigen, dass Porsche dieses Rennen gewinnen kann. "
Rubbel die nächste Story frei
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Trackhouse zieht beim Thema Teamorder für Aprilia eine klare GrenzeFrancesco Guidotti will Trackhouse im Titelkampf nicht vorschnell zur Helferrolle für Aprilia verpflichten - Eine Sache gibt er den Fahrern schon jetzt mit auf den Weg
Weiterlesen »
Infos IMSA Petit Le Mans 2026: Zeitplan, Livestream, Starterliste & Co.Es geht wieder auf die Road Atlanta: 10 Stunden entscheiden über den Ausgang der IMSA SportsCar Championship 2026 - Acura-Abschied und Titelkampf
Weiterlesen »
Guidotti schließt vorschnelle Teamorder für Aprilia im Titelkampf ausFrancesco Guidotti will Trackhouse im Titelkampf nicht vorschnell zur Helferrolle für Aprilia verpflichten - Eine Sache gibt er den Fahrern schon jetzt mit auf den Weg
Weiterlesen »
WM-Leader Jorge Martin: «Mit Marc im Titelkampf zu sein, ist ein Privileg» - MotoGPZuletzt schlug wieder die Stunde von Jorge Martin – beim Österreich-GP ergriff der Aprilia-Werksfahrer die Flucht nach vorne. Die große Frage: Wie läuft es für den MotoGP-Spitzenreiter in Motegi?
Weiterlesen »
