Intesa stockt Angebot für MPS auf | Börsen-Zeitung

Deutschland Nachrichten Nachrichten

Intesa stockt Angebot für MPS auf | Börsen-Zeitung
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen

Im Ringen um MPS erhöht Intesa den Einsatz, knüpft den Nachschlag aber an die Ablehnung des Gegenplans. Ende Oktober entscheiden die MPS-Aktionäre über die nächste Etappe.

Im Ringen um MPS erhöht Intesa den Einsatz, knüpft den Nachschlag aber an die Ablehnung des Gegenplans. Ende Oktober entscheiden die MPS-Aktionäre über die nächste Etappe.

In der mittlerweile vier Monate dauernden Übernahmeschlacht, in der Intesa Sanpaolo um die Banca Monte dei Paschi di Siena ringt, wird der Ton rauer. Zwar hat die nach Bilanzsumme größte Bank Italiens am Samstag das Übernahmeangebot aufgestockt, doch dieses ist an eine klare Bedingung geknüpft. Mit dem neuen Angebot erhöht sich die Barkomponente um 25 Cent auf 1,25 Euro je MPS-Aktie. Das Umtauschverhältnis von 1,6 neuen Intesa-Aktien bleibt unverändert.

Bei voller Annahme steigt der Wert der Offerte auf 31,4 Mrd. Euro, davon 27,6 Mrd. Euro in Aktien und 3,8 Mrd. Euro in bar.

Sollten Aktionäre jedoch in einem Punkt für den Gegenplan der MPS stimmen, will Intesa wegen „Nichterfüllung der Angebotsbedingungen“ den Nachschlag nicht auszahlen. Die MPS will, um die Übernahme zu verhindern, die Banco BPM und die Banca Generali übernehmen und damit einen neuen Giganten neben Intesa und Unicredit, der anderen italienischen Großbank, schaffen. Letztere übernimmt gerade die Commerzbank. Intesa will die MPS nach der Übernahme aufspalten.

Das Filialnetz soll größtenteils an den Versicherer Unipol gehen. Dieser möchte das Netz in das der Tochterbank BPER Banca integrieren. Kern der Übernahme ist die Beteiligung über 86,3% der MPS an der Mediobanca. Mit deren Vermögensverwaltung kommt die Intesa ihrem Ziel, eine „italienische UBS“ mit einem verwalteten Vermögen von 2 Bill.

Euro zu werden, ein Stück näher. Bei der Hauptversammlung Ende Oktober werden die MPS-Aktionäre über den Gegenplan der MPS, die Aktientauschangebote an Banco BPM und Banca Generali und eine Herabsetzung des Grundkapitals, um eine Sonderdividende von 4 Mrd. Euro im Erfolgsfall auszuschütten, abstimmen. Beide Übernahmen stehen auf wackeligen Beinen: Der Verwaltungsrat der Banca Generali lässt die Idee zumindest prüfen.

Das Gremium der Banco BPM reagierte kühl: Das Angebot biete keine Prämie. Dennoch hat die nahende Hauptversammlung Intesa dazu bewegt, das Angebot aufzustocken, noch bevor die Annahmefrist überhaupt angelaufen ist. Damit wird für November oder gar erst Dezember gerechnet. Mehrere große Investoren, etwa Barclays, hatten bereits im Sommer signalisiert, dass eine höhere Barkomponente von Intesa Einwände gegen das MPS-Angebot ausräumen könnte.

Damals lag der Aktienkurs knapp über dem impliziten Wert des Angebots. Intesa hatte eine Aufstockung seinerzeit abgelehnt, wohl auch, weil das Haus damit rechnet, mehr Zeit zu haben. Der MPS-Aktienkurs ist seit der ersten Offerte von Intesa bis Ende September um knapp ein Drittel gestiegen. Der Aufschlag auf das bestehende Angebot folgt kurz auf einen Kurseinbruch bei den italienischen Banken, weil die Risikoaufschläge italienischer Staatsanleihen zugelegt hatten.

Die MPS-Aktie gab – wie der Gesamtmarkt – knapp 6% ab. Seit Jahren wird über die Spar- und Investitionsunion geredet. Nun steht der Abschluss des ersten wichtigen EU-Gesetzpakets bevor, das ein Teil der SIU ist: die Novelle des Regelwerks für Verbriefungen. Die Zinserhöhungen der Zentralbanken treiben die Gewinne der Banken – und damit voraussichtlich auch künftige Aktienrückkäufe.

Die Schweizer Bank Julius Bär legt nach Abschluss eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens ihr erstes Programm seit Jahren auf. Europas Finanzbranche stützt sich auf wenige KI-Anbieter. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht darin ein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems. Sie fordert den Aufbau europäischer KI-Fähigkeiten.

Um eine Wiederholung der unliebsamen Commerzbank-Übernahme zu verhindern, berät die Bundesregierung laut Insidern höhere regulatorische Hürden. Möglich wäre zum Beispiel eine zusätzliche Schwelle für Pflichtangebote. Mit dem Kauf eines Immobilienmanagers baut die Westend Bank ihre Plattform für Family Offices aus. Die Frankfurter setzen dabei auf Spezialimmobilien und neue Kundengruppen.

Dank eines überraschend guten dritten Quartals wird MLP zuversichtlicher für das laufende Jahr. Der operative Gewinn soll jetzt 110 bis 120 Mill. Euro erreichen.

Rubbel die nächste Story frei

0% freigerubbelt · 100 Pkt.
Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

boersenzeitung /  🏆 76. in DE

 

Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

KI-Brillen: Meta und EssilorLuxottica erweitern Angebot auf über 100 VariantenKI-Brillen: Meta und EssilorLuxottica erweitern Angebot auf über 100 VariantenMeta und EssilorLuxottica stellen neue KI-Brillen vor und wollen bis Jahresende über 100 Varianten anbieten. Rise Nano Optics setzt parallel auf SpectraGuard-Gläser.
Weiterlesen »

Platz für eine ganze Pizza: XXL-Heißluftfritteuse bei Amazon im AngebotPlatz für eine ganze Pizza: XXL-Heißluftfritteuse bei Amazon im AngebotViele Airfryer sind für größere Mahlzeiten zu klein. Der Tefal Easy Fry XL Surface macht es anders – seine breite Garfläche reicht sogar für eine ganze Pizza.
Weiterlesen »

Nintendo-Hardware im Angebot: Lagerbestände werden geräumtNintendo-Hardware im Angebot: Lagerbestände werden geräumtBei ausgewählten Nintendo-Hardware-Produkten sind derzeit günstige Preise erhältlich. Laut Bericht werden Lagerbestände des alten Modells abgeräumt, während neue Geräte, die einen leichter austauschbaren Akku besitzen, möglicherweise zum Black Friday angeboten werden. Für Käuferinnen und Käufer des alten Modells können die aktuellen Preise ein attraktives Angebot darstellen.
Weiterlesen »

Lego Star Wars Adventskalender: Für wenige Stunden für 23,52 Euro bei MediaMarkt im AngebotLego Star Wars Adventskalender: Für wenige Stunden für 23,52 Euro bei MediaMarkt im AngebotMediaMarkt verkauft ideales Lego-Set zur Weihnachtszeit. Wer jetzt zuschlägt, kann noch sparen.
Weiterlesen »