Die Misere hält an. Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet für das zweite Quartal einen deutlichen Dämpfer. Die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten ist gleichermaßen schlecht.
Die Misere hält an. Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet für das zweite Quartal einen deutlichen Dämpfer. Die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten ist gleichermaßen schlecht.
Die Bundesregierung rechnet im Frühjahr aufgrund des Iran-Kriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur.
„Aktuelle Indikatoren deuten auf einen deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal hin“, heißt es in dem Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasteten die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten. In den kommenden Monaten sei weiterhin mit hoher Volatilität an den Energie-, Rohstoff- und Finanzmärkten zu rechnen.
„Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert und Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt bleiben“, erwartet das Ministerium. Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein. Europas größte Volkswirtschaft ist überraschend gut ins Jahr gestartet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wozu vor allem steigende staatliche und private Konsumausgaben beitrugen.
„Die Industriekonjunktur ist weiterhin schwach“, betonte das Wirtschaftsministerium nun. Zwar seien die Auftragseingänge zuletzt gestiegen. Dabei dürften allerdings Vorzieheffekte im Zuge des Ausbruchs des Iran-Kriegs eine Rolle gespielt haben. Eine Frühjahresbelebung zeichne sich derzeit nicht ab.
Bei den Verbrauchern dürfte das Geld angesichts der höheren Inflation nicht so locker sitzen.
„Das Stimmungsbild hat sich am aktuellen Rand noch einmal spürbar verschlechtert und deutet auf eine deutliche Eintrübung der Konsumentwicklung im zweiten Quartal 2026 hin“, hieß es. Teure Energie infolge des Iran-Kriegs hat die Teuerungsrate im April auf 2,9 Prozent getrieben - den höchsten Stand seit Januar 2024. Das nagt an der Kaufkraft.
„Auch in den nächsten Monaten dürfte der Energiepreisanstieg die Inflation dominieren, wobei die temporäre Energiesteuersenkung auf Kraftstoffe entlastend wirkt“, hieß es mit Blick auf den seit Mai geltenden Tankrabatt. Verwendete Quellen: chr/rts
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