Berlin, Washington, Brüssel - überall. ntv berichtet von allen wichtigen Schauplätzen der Innen- und Außenpolitik.
Das israelische Militär bekämpft derzeit vor allem im Norden des Gazastreifens die Einrichtungen der islamistischen Hamas. Doch auch im Süden kommt es bereits zu Luftangriffen. Nun nennt die israelische Armee den Zivilisten im Gazastreifen für Sonntag erneut ein Zeitfenster für die Flucht in den Süden des Küstengebiets.
Demnach würden die Streitkräfte zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr Ortszeit Verkehr auf einer Straße in Richtung Süden zulassen, schreibt ein israelischer Armeesprecher auf der Plattform X . Die Armee veröffentlicht auch eine Karte mit der ausgewiesenen Straße. Der Sprecher ruft die Menschen auf, zu ihrer eigenen Sicherheit die nächste Gelegenheit zu nutzen, nach Süden zu gehen. Bei einer Großdemonstration in der US-Hauptstadt Washington fordern Zehntausende Teilnehmer "Freiheit für Palästina". Sie verlangen unter anderem einen Waffenstillstand in den Kämpfen zwischen Israel und der Hamas und dass die USA Hilfszahlungen an Israel einstellen. Die Veranstalter sprechen von der größten propalästinensischen Demonstration in der Geschichte der Vereinigten Staaten, an der 300.000 Menschen teilgenommen hätten. Auch Prominente wie Schauspielerin Susan Sarandon und der Sänger Macklemore sind mit dabei. Offizielle Schätzungen der Polizei zur Zahl der Teilnehmer gibt es zunächst nicht. Nach einer Kundgebung ziehen viele Demonstrierende in einem Protestzug vor das Weiße Haus. Ein Journalist der "New York Post" veröffentlicht auf X ein kurzes Video aus der Menge: Zu sehen ist, dass die Demonstrierenden am Zaun vor dem Amtssitz des US-Präsidenten rütteln und die Pfeiler des Zauntors mit Handabdrücken in roter Farbe beschmiert worden sind. Auf das Gelände des Weißen Hauses dringen sie nicht vor.Nachdem Antony Blinken in Jordanien Gespräche führte, weilt der US-Chefdiplomat für zwei Tage in der Türkei. Dort wolle er unter anderem über mögliche Wege zu einem "dauerhaften und nachhaltigen Frieden im Nahen Osten" sprechen, zu denen "die Einrichtung eines palästinensischen Staates" gehöre, teilt das US-Außenministerium mit. Ein geplantes Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan bestätigte das Ministerium zunächst nicht, aus Blinkens Umfeld hieß es aber, dies sei wahrscheinlich. Der US-Außenminister hat sich bei einem Besuch in Israel vergeblich für eine humanitäre Feuerpause in Israels Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas eingesetzt. Bei propalästinensischen Demonstrationen gehen in London und anderen britischen Städten Zehntausende Menschen auf die Straßen. Allein in der britischen Hauptstadt sind laut Schätzungen der Polizei 30.000 Menschen an Protesten gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen beteiligt. Sie fordern unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand. Im Zusammenhang mit den Protesten auf dem Trafalgar Square und in der Umgebung nimmt die Polizei elf Menschen fest, wie Scotland Yard mitteilt. Grund dafür sei in einem Fall ein Plakat gewesen, das zu Hass aufstacheln könne. Tausende schließen sich auch einer propalästinensischen Demonstration in Manchester an. Auch in Sheffield, Liverpool, Leeds, Edinburgh, Glasgow, Cardiff und Belfast laufen Demonstrationen für eine sofortige Waffenruhe in Gaza.In Israel demonstrieren tausende Menschen für eine Freilassung der von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas verschleppten Geiseln. In Tel Aviv skandieren die Menschen, darunter Verwandte und Freunde der mehr als 240 Geiseln, vor dem Verteidigungsministerium: "Bringt sie jetzt nach Hause". Hadas Kalderon sagt: "Ich erwarte und verlange von meiner Regierung, dass sie ihre Vorgehensweise ändert." Vor dem Wohnsitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem versammeln sich hunderte Menschen und fordern seinen Rücktritt. "Wir wollen eine Abstimmung, um Netanjahu loszuwerden. Ich hoffe, dass die Demonstrationen weitergehen und wachsen werden", sagt eine Demonstratin, die 39-jährige Netta Tzin. "Sie haben uns verraten." In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen der Deutsche Olympische Sportbund und der deutsch-jüdische Sportverband Makkabi die Taten der Hamas auf das Schärfste. "Unsere Solidarität gilt dem israelischen Volk und dem Staat Israel sowie den Jüdinnen und Juden in Deutschland und weltweit", heißt es in dem Schreiben. Weiter schrieben die Verbände: "Lasst uns alle aufstehen gegen antisemitische Äußerungen in unseren mehr als 86 000 Sportvereinen in Deutschland! Lasst uns dafür sorgen, dass sich Jüdinnen und Juden bei uns sicher fühlen und wir weiterhin miteinander Sport treiben können!" Nach einzelnen Verboten von propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland verteidigt Annalena Baerbock das Vorgehen der Behörden. Bei Kundgebungen "gerade in den letzten Tagen, die verboten worden sind, da leitet uns, wie glaube ich jedes Land auf der Welt, unsere Verfassung", sagte die Außenministerin in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Mit Blick auf israelfeindliche Demonstrationen erklärte Baerbock, "dass Menschenverachtung in Deutschland in keinster Weise zu tolerieren ist". Aufrufe "zur kollektiven Gewalt, was es in Deutschland leider in den letzten Tagen gegeben hat, nämlich zur Vernichtung von Juden oder zur Vernichtung des Staates Israel, sind in Deutschland wie in vielen anderen Ländern unter Strafe gestellt", sagte die Ministerin. In Essen prüft die Polizei nach einer als Pro-Palästina-Demonstration angemeldeten Kundgebung am Freitagabend, ob Straftaten begangen wurden. Bei der Kundgebung waren Transparente unter anderem mit der Forderung nach der Errichtung eines islamistischen Kalifats gezeigt worden. Dazu ruft beispielsweise Hizb ut-Tahrir auf, für die seit 2003 ein Betätigungsverbot gilt. Bei der Kundgebung habe sich herausgestellt, dass das Pro-Palästina-Thema vorgeschoben gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher. Ziel sei gewesen, eine religiöse Veranstaltung durchzuführen. "Wir werden das alles im Nachhinein akribisch durchleuchten", so der Sprecher. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sagte, der Staatsschutz habe sehr sorgfältig beobachtet, und immer dann, wenn er konnte, eingegriffen. Die Video- und Tonaufnahmen würden weiter geprüft. "Und wenn wir einen Nachweis haben, wird zugegriffen. Aber wir müssen es beweisen", so der CDU-Politiker. Bei einem Video prüfe die Staatsanwaltschaft und gehe wahrscheinlich davon aus, dem wegen Volksverhetzung nachzugehen.Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas setzt die Evakuierung von Ausländern und Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen nach Ägypten aus. Grund sei die Weigerung Israels, verletzte Palästinenser in ägyptische Krankenhäuser bringen zu lassen, wie ein Vertreter der Grenzübergangsverwaltung sagte. "Kein ausländischer Passinhaber darf den Gazastreifen verlassen, bevor die Verletzten, die aus den Krankenhäusern im nördlichen Gazastreifen evakuiert werden müssen, zum Rafah-Terminal transportiert werden können", sagte der Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Nach US-Angaben versucht die Hamas, über den zeitweise geöffneten Grenzübergang Rafah eigene Kämpfer aus dem Gazastreifen auszuschleusen. Nach Berichten über Bombentreffer auf dem Gelände einer UN-Schule in Dschabalia im Norden des Gazastreifens erklärt das israelische Militär, es habe die Anlage nicht gezielt angegriffen. Einer vorläufigen Untersuchung zufolge, sei jedoch möglich, dass eine Explosion auf diesem Gelände Folge eines israelischen Angriffs auf ein anderes Ziel gewesen sei. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an.Bei einer propalästinensischen Demonstration in Berlin soll eine Journalistin bei ihrer Arbeit behindert und körperlich angegangen worden sein. Die Einsatzkräfte hätten die Personalien der Tatverdächtigen aufgenommen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt. An dem Protestmarsch nahmen laut Polizei bis Samstagabend schätzungsweise 6500 Menschen teil. Zu der Demonstration aufgerufen hatten bundesweit mehrere propalästinensische Gruppierungen. Mobilisiert hätten auch "viele aus dem linkspolitischen Spektrum", hieß es. Es seien im niedrigen zweistelligen Bereich Personenfeststellungen und andere Maßnahmen vollzogen worden. Unter anderem seien gewaltverherrlichende und antisemitische Äußerungen verboten worden. Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Bodeneinsatzes im Gazastreifen berichtet ein in Israel bekannter TV-Journalist aus dem umkämpften Palästinensergebiet. Nir Dvori vom Fernsehsender Channel 12 ist in einem Beitrag in schwerer Schutzausrüstung mit israelischen Truppen in einem weitgehend zerstörten Gebiet zu sehen. "Hier auf den Straßen zu gehen, die Straßen in der Stadt Gaza waren, man kann die Zerstörung durch die Bombardierungen sehen, was hier die D9 gemacht haben, ist einfach unbeschreiblich", sagt Dvori. "Oh Gott, Gaza." Er hätte "nicht geglaubt, dass ich noch einmal hierher zurückkommen würde". Dvori berichtet in dem Video, die Armee habe alles zerstört, was nach Luftangriffen in dem im Beitrag zu sehenden Gebiet übergeblieben sei. Nun wolle man den Bereich "säubern". Während der Journalist spricht, sind Schüsse zu hören. Die Soldaten hätten eine Drohne identifiziert und auf sie geschossen, sagte Dvori. Auf dem sandigen Gebiet stehen zahlreiche israelische Panzer. Laut dem israelischen Verteidigungsminister Yoav Gallant haben die Streitkräfte zwölf Hamas-Befehlshaber getötet. Die Einkreisung von Gaza-Stadt soll innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein: "Während des Schabbats gab es heftige Kämpfe im Gazastreifen. Wir haben mit den Kämpfen innerhalb der bebauten Gebiete begonnen, und die IDF setzt ihre ganze Kraft ein", so Galant. Zudem kündigt der israelische Verteidigungsminister an, den Chef der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen aufzuspüren und zu töten. "Wir werden Sinwar finden und eliminieren", sagte Gallant vor Journalisten in Tel Aviv. Ajatollah Ali Chamenei hat den Chef des politischen Büros der Palästinenserorganisation Hamas in Teheran empfangen. Ismail Hanija sei "vor einigen Tagen" für Gespräche mit Irans Staatsoberhaupt in die Hauptstadt gereist. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Osama Hamdan, einen Vertreter der islamistischen Organisation im Libanon. Iranische Medien hatten bisher nicht über das Treffen berichtet - die Reise wurde offenbar geheim gehalten. Wann Hanija genau in Teheran war, blieb unklar. In den vergangenen Wochen hatte sich Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian regelmäßig mit Hanija über den Gaza-Krieg zwischen der Hamas und Israel ausgetauscht. Der Iran unterhält gute Beziehungen zur Hamas. Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist Israel Irans erklärter Erzfeind.Der bewaffnete Arm der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Palästinenserorganisation Hamas feuert erneut eine Rakete mit größerer Reichweite auf die Hafenstadt Eilat am südlichsten Punkt Israels. Die Kassam-Brigaden teilen mit, sie hätten eine Rakete des Typs Ajasch 250 abgeschossen. Dabei handelt es sich um eine Rakete aus Eigenproduktion, die nach Hamas-Angaben eine Reichweite von 250 Kilometern haben soll. Die israelische Armee bestätigt den Angriff. Das Geschoss sei von der Raketenabwehr Arrow abgefangen worden. Nach Angaben von Sanitätern gab es nach ersten Erkenntnissen keine Verletzten. In Eilat am Roten Meer sind viele der Menschen aus Ortschaften untergekommen, die nach dem Hamas-Massaker im Grenzgebiet zum Gazastreifen am 7. Oktober evakuiert wurden. Nach einem Treffen mit US-Außenminister Antony Blinken fordern mehrere arabische Staaten und die Palästinensische Befreiungsorganisation einen "sofortigen Waffenstillstand in Gaza". Ein "sofortiger und bedingungsloser Waffenstillstand" sei dringend notwendig, sagt der jordanische Außenminister Aiman al-Safadi bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Amman. Angemessene Hilfen müssten unverzüglich im Gazastreifen ankommen. Die "Vertreibung der Palästinenser" müsse gestoppt werden, so Aiman. Dagegen lehnen die USA eine Feuerpause ab. Damit bleibe die Hamas beherrschende Kraft im Gazastreifen, sagt Blinken. Die radikal-islamische Gruppierung könne sich dann neu formieren und wieder ähnliche Angriffe wie am 7. Oktober starten.Beim Versuch, einen Korridor für palästinensische Flüchtlinge im Süden des Gazastreifens zu öffnen, greifen Hamas-Kämpfer israelische Soldaten mit Mörsergranaten und Panzerabwehrraketen an. Laut einem Militärsprecher habe es keine Verletzen gegeben.Jordaniens Außenminister Ayman Safadi bezichtigt Israel, Kriegsverbrechen in Gaza verübt zu haben. Das Land dürfe nicht über internationalen Gesetzen stehen, sagt er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen amerikanischen und ägyptischen Kollegen in Amman. "Mord und Kriegsverbrechen müssen aufhören und die Immunität Israels gegenüber dem Völkerrecht muss enden", so Al-Safadi, der zudem erklärt, auf US-Außenminister Antony Blinken komme eine führende Rolle zur Beendigung der Kämpfe zu.US-Außenminister Antony Blinken erklärt, sein Land und arabische Staaten seien sich einig, dass nach dem Ende des Gaza-Kriegs der Status der Hamas nicht der gleiche wie vor den Kämpfen sein könne. Die radikal-islamische Organisation beherrscht den Küstenstreifen. Blinken weist bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen ägyptischen und jordanischen Kollegen auch darauf hin, dass die USA besorgt seien wegen der Gewalt extremistischer jüdischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland.Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, kritisiert, dass es antisemitisches Verhalten und Judenhass unter hier lebenden Musliminnen und Muslimen gebe. "Jede Form von Menschenfeindlichkeit muss bekämpft werden", hebt er im Deutschlandfunk hervor. Antisemitische Äußerungen, etwa bei pro-palästinensischen Demonstrationen, müssten bestraft werden, sagt der Zentralrats-Vorsitzende weiter. Zugleich warnt er aber vor Pauschalisierungen. So forderten viele Demonstrierende lediglich einen Waffenstillstand im Gazastreifen oder humanitäre Hilfe für die dort lebenden Menschen. Zugleich wendet sich Mazyek gegen Alltagsrassismus gegen Musliminnen und Muslime in Deutschland, der wieder stark zugenommen habe. Dies sei eine gefährliche Entwicklung, gegen die vorgegangen werden müsse, sagt er.Im Berliner Stadtzentrum versammeln sich Tausende Menschen zu einer pro-palästinensischen Kundgebung. Die Polizei spricht zunächst von 6000 Teilnehmenden, der Zustrom zum Ausgangspunkt der Demonstration am Alexanderplatz hält demnach aber noch an. Angemeldet sind durch eine Privatperson 2000 Teilnehmende, so die Polizei. Menschen tragen Palästina-Flaggen und Plakate mit Aufschriften wie "Stoppt den Genozid in Gaza" oder "From the river to the sea - we demand equality" bei sich - übersetzt: Vom Fluss bis zum Meer fordern wir Gleichheit für alle. Gemeint sind der Fluss Jordan und das Mittelmeer. Eine Rednerin forderte ein Ende der "Apartheidskultur" und den Stopp der Bombardierungen in Gaza. Zu der Veranstaltung aufgerufen hat ein Bündnis mehrerer pro-palästinensischer Gruppen und der Israel-kritischen Organisation Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost. Zudem unterstützen mehrere linksgerichteten Gruppen die Protestaktion. Bei dem israelischen Angriff auf eine von der UNO betriebene Schule in Dschabalia im Norden des Gazastreifens sollen nach palästinensischen Angaben mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen sein. Dutzende weitere seien verletzt worden, teilte die Gesundheitsbehörde in dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gebiet mit. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge bestätigte die Attacke. Das israelische Militär äußert sich bisher nicht zu den Angaben.Laut dem Außenministerium von Katar erschwert die anhaltende Bombardierung des Gazastreifens seine Bemühungen um die Vermittlung der Freilassung von Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden. Außenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani habe dies bei einem Treffen mit US-Außenminister Anthony Blinken geäußert, so das Ministerium in einer Erklärung.Die Ausreise von verletzten Palästinensern sowie von Ausländern und Palästinensern mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen ist offensichtlich gestoppt worden. Das bestätigt eine dem Ägyptischen Roten Halbmond nahestehende Quelle. Mitarbeiter des Palästinensischen Roten Halbmonds seien von den Behörden angewiesen worden, den Transport verwundeter Palästinenser vorerst einzustellen. Es müssten zunächst erst sichere Wege für die Durchfahrten von Krankenwagen aus dem Gazastreifen zum Grenzübergang Rafah zu Ägypten geschaffen werden. Auch aus Sicherheitskreisen in Gaza hieß es, dass Ausländer den Gazastreifen nicht verlassen werden, ehe nicht die Verwundeten nach Ägypten gebracht werden können.Die israelische Armee tötet nach eigenen Angaben "Dutzende Terroristen" im Norden des Gazastreifens und zerstört Hamas-Infrastruktur. Im Süden führen israelische Bodentruppen in der Nacht einen Angriff aus. Panzer- und Pionierkräfte seien auf eine "Terrorzelle" gestoßen, die aus einem Tunnel gekommen sei. Die Soldaten hätten auf die Kämpfer gefeuert und diese getötet. Der Einsatz israelischer Bodentruppen im Süden des Gazastreifens war in dem mittlerweile vierwöchigen Krieg bislang eher selten.Die Türkei ruft ihren Botschafter in Israel zurück. Die humanitäre Krise und die fortdauernden Angriffe Israels im Gazastreifen sollen beraten werden, teilt das Außenministerium in Ankara mit. Israel hat seinen Botschafter in Ankara bereits vor einem Monat in die Heimat beordert. Grund sei eine Bewertung der bilateralen Beziehungen.Die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon meldet mehrere gleichzeitige Angriffe auf israelische Stellungen im Grenzgebiet. Die israelische Armee teilt mit, Kampfflugzeuge hätten nach Angriffen von libanesischer Seite aus Hisbollah-Ziele angegriffen. Einwohner im Süden des Libanons sprechen von den schwersten Luftangriffen seit Ausbruch des Gaza-Krieges. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig spricht sich dafür aus, bei Einbürgerungen nach Deutschland von den Betroffenen ein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels zu verlangen. Auch, "dass Juden Teil unserer Gesellschaft sind" müsse jeder akzeptieren, der deutscher Staatsbürger oder Staatsbürgerin werden wolle, sagte Schwesig im Deutschlandfunk. "Gerade in dieser Zeit" müsse Deutschland hier "klare Maßstäbe setzen". Dies gelte auch für deutsche Zurückhaltung bei Kritik am militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen. Gleichwohl sei es richtig, darauf hinzuweisen, dass dort "der Schutz der Zivilbevölkerung wichtig ist".Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat im Zuge des Gaza-Kriegs nach eigenen Worten den Kontakt zu Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abgebrochen. "Netanjahu ist für uns keine Art von Gesprächspartner mehr. Wir haben ihn gelöscht, wir haben ihn durchgestrichen", sagt Erdogan laut einer Mitteilung seines Pressebüros. Ankara beabsichtige allerdings nicht, die diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen.US-Außenminister Antony Blinken bringt in der jordanischen Hauptstadt Amman sein Beileid zum Tod von UN-Helfern in Gaza zum Ausdruck, die seit Beginn des Krieges mit Israel getötet wurden. Blinken lobt die "außergewöhnliche Arbeit" der UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge , die er als "Lebensader in Gaza" bezeichnet. Die Agentur gibt an, dass sie fast 700.000 Menschen in stark überfüllten Schulen und anderen von ihr betriebenen Einrichtungen in Gaza beherbergt und dass 72 ihrer Mitarbeiter seit dem 7. Oktober getötet wurden.Die Präsidenten der Türkei und des Iran wollen Ende des Monats über den Gaza-Krieg beraten. Dazu werde der iranische Präsident Ebrahim Raisi in die Türkei kommen, teilt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit. Nach einem Bericht des Senders Haberturk erklärt er, wenn Israel nicht gestoppt und für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werde, werde es kein Vertrauen in das globale System mehr geben.Das israelische Militär will nach eigenen Angaben am Nachmittag den Palästinensern im Gazastreifen die Nutzung einer Schnellstraße ermöglichen, um vor den Kämpfen im Norden in den Süden des Küstengebiets zu fliehen. Zwischen 13 und 16 Uhr Ortszeit solle die Salah-a-Din-Straße genutzt werden können, teilt das Militär auf Arabisch auf einer Online-Plattform mit. "Wenn Sie sich um sich selbst und Ihre Angehörigen sorgen, befolgen Sie unsere Anweisung, nach Süden zu fahren."Nach Angaben der radikalislamischen Hamas sind bei einem israelischen Angriff auf eine von der UNO betriebene Schule in Dschabalia mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Augenzeugen berichteten ebenfalls, dass die Al-Fachura-Schule in der Nähe von Gaza-Stadt getroffen worden sei. Von israelischer Seite liegt bisher keine Stellungnahme dazu vor. Israel wirft der Hamas jedoch generell vor, Flüchtlingslager sowie UN-Schulen und Krankenhäuser als Verstecke und Waffenlager zu missbrauchen.Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilt antisemitische Vorfälle bei propalästinensischen Demonstrationen und ruft zur Vorsicht bei der Teilnahme an Kundgebungen auf. Es gebe "ganz klare Verstöße, antisemitische Judenhass-Verstöße", sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek im Deutschlandfunk. "Sie müssen geahndet werden." An die Muslime appelliert er: "Passt auf, wo ihr mitlauft." Es gebe Gruppen, die solche Demonstrationen nutzten, um Parolen gegen Juden und Antisemitismus zu skandieren. "Das müssen wir nicht so haben." SPD-Chef Lars Klingbeil und der Spitzenkandidat der niederländischen Sozialdemokraten, Frans Timmermans, verlangen eine bessere Versorgung der Palästinenser im Gazastreifen. "Wir müssen das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung sehen", sagt Klingbeil, der zugleich das Recht Israels betont, gegen die militant-islamistische Hamas vorzugehen. Auch Timmermans, der anschließend noch Bundeskanzler Olaf Scholz in der SPD-Zentrale trifft, betont das Recht Israels, sich zu verteidigen, mahnt aber zugleich: "Es sterben so viele Unschuldige jetzt, ohne dass wir wissen, was das endliche Ziel ist." Israel müsse bei seinem Vorgehen das Völkerrecht einhalten und eine Versorgung der Zivilbevölkerung zulassen. "Dazu brauchen wir wirklich eine Pause", sagt der frühere Vizepräsident der EU-Kommission.Im Gazastreifen sind seit Beginn des Krieges 421 Lastwagen mit dringend benötigten Hilfslieferungen eingetroffen. Wie der Palästinensische Rote Halbmond am Morgen mitteilt, seien am Freitagabend 47 Lastwagen mit humanitärer Hilfe auf der palästinensischen Seite des Grenzübergangs Rafah angekommen. Sie enthielten Lebensmittel, Wasser, Hilfsgüter, Medikamente und medizinische Ausrüstung. Treibstoff sei bisher nicht eingetroffen. UN-Angaben zufolge sind täglich 100 Lkw-Ladungen notwendig, um die mehr als zwei Millionen Menschen im umkämpften Gazastreifen mit dem Nötigsten zu versorgen.An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon gibt es erneut Gefechte. Israels Armee attackiert eigenen Angaben zufolge Terrorzellen im Libanon, die versucht hätten, Ziele in Israel anzugreifen. Das Militär habe zudem mehrere Raketenstarts aus dem Nachbarland registriert und die Orte des Beschusses angegriffen, wie die Armee auf Telegram mitteilt. Berichte über Verletzte gibt es den Angaben nach zunächst nicht.Deutsche im Gazastreifen beklagen fehlende Unterstützung der Bundesregierung bei der Ausreise aus dem Kriegsgebiet. Nichts passiere, Anfragen bei der Botschaft blieben unbeantwortet, berichtet ein Deutsch-Palästinenser in Gaza der Deutschen Presse-Agentur. Er habe gesehen, wie die vergangenen Tage Hunderte ausländische Staatsbürger das Gebiet verlassen hätten - aber kaum Deutsche. Auch seine vier erwachsenen Kinder in Deutschland kämen nicht weiter. Keiner höre ihnen zu. Ein 75-Jähriger berichtet, dass ihm lediglich mitgeteilt worden sei, dass gewarnt worden sei, in das Gebiet zu fahren. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, es werde "intensiv" daran gearbeitet, deutschen Staatsbürgern die Ausreise aus dem Gazastreifen zu ermöglichen.UN-Generalsekretär António Guterres äußert sich "entsetzt" über den Beschuss von Krankenwagen im Gazastreifen. Die Bilder von auf der Straße liegenden Leichen vor dem Schifa-Krankenhaus in Gaza seien erschütternd, heißt es in einer. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, einen Krankenwagen angegriffen zu haben, der von der islamistischen Hamas benutzt worden sei. Dabei seien mehrere Terroristen getötet worden. Das israelische Militär hat bei den Kämpfen im Gazastreifen nach Angaben des Hamas-Radiosenders Al-Aksa das Haus des Chefs der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation, Ismail Hanijeh, mit einer Rakete beschossen. Hanijeh lebt seit 2019 nicht mehr im Gazastreifen und hält sich seitdem in der Türkei und in Katar auf. Es ist allerdings unklar, ob sich Familienangehörige des Hamas-Chefs zu dem Zeitpunkt in dem Haus aufhielten.Zum Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft im Zuge der Islamischen Revolution 1979 haben im Iran landesweit staatlich organisierte Kundgebungen stattgefunden, die auch zur Unterstützung der Palästinenser im umkämpften Gazastreifen genutzt wurden. "Tod den Amerikanern" und "Tod Israel" wurde in Teheran skandiert. Das Staatsfernsehen zeigt Demonstranten, die die israelische Flagge verbrannten und Bilder von palästinensischen Kindern trugen, die bei israelischen Angriffen im Gazastreifen getötet worden sein sollen. Radikale iranische Studenten hatten vor 44 Jahren kurz nach dem Sturz des Schahs die US-Botschaft gestürmt und US-Bürger als Geiseln genommen.Vor dem Hintergrund des Kriegs zwischen Israel und der Hamas beruft mit Honduras ein weiteres lateinamerikanisches Land seinen Botschafter aus Israel zurück. Die honduranische Regierung habe angesichts der "gravierenden humanitären Lage" der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen Botschafter Roberto Martínez aus Israel für "Konsultationen" einberufen, erklärte Außenminister Enrique Reina im Online-Netzwerk X. In den vergangenen Tagen hatten bereits Chile und Kolumbien ihre Botschafter abgezogen, Bolivien unterbrach am Dienstag sogar seine diplomatischen Beziehungen zu Israel.Die radikalislamische Hamas soll versucht haben, zusammen mit anderen Verwundeten, Ausländern und Doppelstaatlern eigene Mitglieder aus dem Gazastreifen zu bringen. Das berichtet die israelische Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten US-Beamten. Der hochrangige Beamte sagte demnach, die Hamas habe Ägypten und den USA eine Liste der Schwerverwundeten übermittelt, die sie evakuieren wollte. US-amerikanische und ägyptische Beamte stellten dabei fest, dass es sich bei einem Drittel der Namen um Hamas-Terroristen handelte.Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem weiteren Bodeneinsatz gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen "Dutzende Terroristen" getötet. Es habe am Vortag zahlreiche Versuche gegeben, die israelischen Truppen aus Tunnelschächten und militärischen Einrichtungen im nördlichen Gazastreifen anzugreifen, teilt die Armee am Morgen mit. Die Soldaten hätten Terroristen getötet, Waffen der Hamas gefunden und Tunnelschächte freigelegt, die für Terrorzwecke genutzt würden.liegen den USA Informationen vor, wonach Syriens Machthaber Baschar al-Assad zugestimmt hat, der proiranischen Schiitenmiliz im Libanon ein Raketenabwehrsystem zur Verfügung zu stellen, das Syrien von Russland erhalten hatte. Auch das Israel und die Ukraine arbeiten an Plänen für einen möglichen Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Israel im Laufe der nächsten Woche. Das berichtet die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf israelische und ukrainische Beamte. Der geplante Besuch werde von den USA unterstützt, um eine "Einheitsfront proamerikanischer Demokratien im Kampf gegen die russisch-iranische Achse" zu zeigen, heißt es.Der sogenannte Islamische Widerstand im Irak - eine Koalition von iranisch unterstützten irakischen Milizen - bekennt sich zu zwei Anschlägen in Israel am 3. Oktober - und damit zum ersten Mal zu Angriffen außerhalb des Iraks und Syriens. Das berichtet die US-Denkfabrik. Die Gruppe hatte sich bereits zu Attacken auf US-Streitkräfte im Irak und in Syrien bekannt. Auch für einen Drohnenangriff am Freitag auf US-Militär im Irak übernehmen die Milizen demnach die Verantwortung. Nach Angaben Washingtons wäre für eine Freilassung der von der Hamas verschleppten Geiseln eine "sehr konsequente Pause" der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas erforderlich. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses sagt vor Journalisten, derzeit würden "ernsthafte Gespräche" über das Thema geführt und betonte gleichzeitig, dass es bisher keine Vereinbarung für eine solche Pause gebe. Er hoffe, bald gute Nachrichten verkünden zu können, fuhr der Beamte fort, der nicht namentlich genannt werden wollte - "aber leider können wir das nicht garantieren", ergänzte er. Niemand kenne die genaue Zahl der verschleppten Geiseln, es seien jedoch "weit über 100, vielleicht über 200". Um so viele Menschen zu befreien, werde eine konsequente Feuerpause erforderlich sein, betonte er.US-Beamte bemühen sich laut einem Insider intensiv um die Freilassung der von den Hamas-Kämpfern im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. Es gebe ein "indirektes Engagement", einen Weg zu finden, die Geiseln freizubekommen, sagt ein hochrangiger Beamter der Biden-Administration unter der Bedingung der Anonymität gegenüber Reportern. Aber die Arbeit sei extrem schwierig. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass alle Geiseln aller Nationalitäten aus dem Gazastreifen herauskommen. Es ist also ein aktiver Prozess im Gange, bei dem mehrere Wege beschritten werden, einschließlich eines indirekten Engagements."Die US-Regierung rechnet einem Medienbericht zufolge in den nächsten Tagen mit einer neuen Phase in Israels Feldzug gegen die Islamisten der Hamas im Gazastreifen. Der US-Sender CNN berichtet unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsbeamten in Washington, die Regierung von US-Präsident Joe Biden rechne mit einer Reduzierung der Luftangriffe und einem stärkeren "taktischen Fokus auf die Bodenkampagne". Dabei dürfte es dem zitierten Beamten zufolge darum gehen, das riesige Netz unterirdischer Tunnelkomplexe zu räumen, von denen aus die Hamas operiere. Da weiterhin humanitäre Hilfe in den Gazastreifen fließe, erwarte die US-Regierung in Bezug auf die bisher massiven Luftangriffe der Israelis "eine Verringerung dessen, was wir gesehen haben", heißt es weiter in dem Bericht. Seit den großangelegten Terrorangriffen der im Gazastreifen herrschenden Hamas Anfang Oktober hat Israel eigenen Angaben zufolge mehr als 12.000 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Inzwischen rücken dort auch Bodentruppen gegen Hamas-Terroristen und militärische Ziele vor.Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Terroristen aus dem Libanon abgewehrt. Wie die Armee auf Telegram bekanntgibt, habe eine "Terrorzelle" am Vortag versucht, Panzerabwehrraketen auf das Gebiet des Kibbuz Yiftah im Norden Israels abzuschießen. Ein Panzer der israelischen Armee habe die Terrorzelle getroffen. Zudem habe sich ein Terrorist aus dem Libanon dem Grenzgebiet in der Nähe der Gemeinde Schelomi genähert und sei von einem israelischen Kampfflugzeug getötet worden.Am Samstag wird sich US-Außenminister Antony Blinken jordanischen Angaben zufolge mit Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Ägypten und anderen Ländern der Region für ein Gespräch über den Gaza-Krieg treffen. Jordanien wolle sich zunächst mit mehreren arabischen Staaten abstimmen, um "den israelischen Krieg gegen Gaza und die dadurch verursachte humanitäre Katastrophe zu beenden", wie die jordanische Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf einen Sprecher des jordanischen Außenministeriums meldet. Danach kommen die Außenminister den Angaben nach in Jordaniens Hauptstadt Amman mit Blinken zusammen, um ihre Position zu bekräftigen. Auch die Außenminister aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ein Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation seien bei den Gesprächen dabei. Die säkulare Fatah-Fraktion innerhalb der PLO ist ein erbitterter Rivale der Hamas.Bei einer propalästinensischen Kundgebung mit anschließender Demonstration sind in Frankfurt/Main neun Menschen festgenommen worden. Es wurden unter anderem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung, des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen und des Verdachts der Gewaltdarstellung eingeleitet, wie die Polizei mitteilt. An der Demonstration unter dem Motto "Waffenruhe in Gaza" in der Frankfurter Innenstadt hätten bis zu 850 Menschen teilgenommen. Die Polizei stellte eigenen Angaben zufolge ein Schild mit "SS-Runen" sicher und nahm dessen Trägerin fest. Eine andere Frau habe ein Plakat in die Höhe gehalten, auf dem die Flagge des Staates Israel in einer Mülltonne abgebildet war - und die Aufschrift "Keep the World clean". Das Schild wurde ebenfalls sichergestellt und die Frau muss sich wegen des Verdachts der Volksverhetzung verantworten, heißt es von der Polizei. Israel empfiehlt seinen Bürgern angesichts des weltweit zunehmenden Antisemitismus Reisen ins Ausland zu überdenken. Aufgrund des Ausmaßes gewalttätiger Vorfälle gegen Israelis und Juden sollten Israelis "die Notwendigkeit von Auslandsreisen neu bewerten", mahnten das israelische Außenministerium sowie der Nationale Sicherheitsrat. Israelischen Bürgern im Ausland rieten sie, keine israelischen und jüdischen Symbole zur Schau zur stellen. Soldaten und andere Sicherheitskräfte sollen demnach nicht mit Fremden über ihre Tätigkeit sprechen. Weiter mahnten die Behörden, Reisen in arabische Länder und Länder des Nahen Ostens, in den Nordkaukasus und in an den Iran grenzende Staaten zu verschieben.Eine von der Hamas aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ist auf dem Gelände eines Kindergartens in Sderot eingeschlagen, teilt ein Sprecher der südisraelischen Stadt laut Berichten der "Jerusalem Post" mit. Es wurden keine Verletzten gemeldet, aber das Gebäude sei beschädigt worden. In vielen israelischen Städten nahe der Grenze zum Gazastreifen ertönten Sirenen, berichtet die Zeitung.Bundeskanzler Scholz hat nach einem Telefonat mit dem irakischen Ministerpräsidenten Mohammed Shia al-Sudani eine gemeinsame Haltung betont. Beide Länder haben demnach bekräftigt, dass sich der Krieg zwischen Israel und der Hamas nicht ausweiten darf, schreibt Scholz auf X. "Kein regionaler Akteur sollte die Gelegenheit nutzen, destabilisierend in den Konflikt einzugreifen", so Scholz.Rund 3000 Menschen protestieren laut Polizei im nordrhein-westfälischen Essen gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Angemeldet worden sei die pro-palästinensische Demonstration von einer Privatperson. Die Demonstration sei "sehr laut und sehr emotional, aber friedlich" verlaufen, sagt ein Polizeisprecher. Es seien keine Straftaten festgestellt worden. Die Polizei hatte eine Reihe von Auflagen erlassen und angekündigt, bei einem unfriedlichen Verlauf konsequent einzuschreiten. Die Demonstration wurde von einem starken Polizeiaufgebot begleitet.
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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 17:25 Jordanien wirft Israel Kriegsverbrechen vorBerlin, Washington, Brüssel - überall. ntv berichtet von allen wichtigen Schauplätzen der Innen- und Außenpolitik.
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