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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 05:42 Netanjahu: Wollen nach Krieg Verantwortung für Sicherheit im Gazastreifen übernehmen +++

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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 05:42 Netanjahu: Wollen nach Krieg Verantwortung für Sicherheit im Gazastreifen übernehmen +++
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Nach dem Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen will Israel nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die gesamte Verantwortung für die Sicherheit in dem Palästinensergebiet übernehmen. "Israel wird für unbestimmte Zeit die gesamte Verantwortung für die Sicherheit übernehmen", sagt Netanjahu in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC News.

Andernfalls würde es zu einem "Ausbruch des Terrors der Hamas" in einem unvorstellbaren Ausmaß kommen, erklärt er. "Wir haben gesehen, was passiert, wenn wir sie nicht haben."Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen einem Medienbericht zufolge ein voll ausgestattetes Feldlazarett im Gazastreifen einrichten. Nach Angaben der staatlichen Agentur des Golfstaats starteten fünf Flugzeuge mit der für die Einrichtung und den Betrieb des Feldlazaretts erforderlichen Ausrüstung von Abu Dhabi aus in Richtung des Flughafens Al-Arisch in Ägypten. Die Agentur berichtet jedoch nicht, ob es eine Vereinbarung mit Israel über diese Initiative gibt.Israel ist nach Aussage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu grundsätzlich zu kurzen Feuerpausen bereit. Zwar lehne er nach wie vor einen allgemeinen Waffenstillstand ohne eine Freilassung der von der radikal-islamischen Hamas verschleppten Geiseln ab, sagt Netanjahu dem US-Sender ABC News. "Was die taktischen kleinen Pausen angeht - eine Stunde hier, eine Stunde dort - die haben wir schon gehabt." Vermutlich werde man die Umstände prüfen, damit humanitäre Güter in den Gazastreifen gelangen oder einzelne israelische Geiseln herauskommen könnten.Israelische Truppen haben die palästinensische Aktivistin Ahed Tamimi im besetzten Westjordanland wegen des Verdachts der Aufstachelung zur Gewalt festgenommen. Tamimi wurde 2017 bekannt, als sie im Alter von 16 Jahren einen israelischen Soldaten ohrfeigte, der ihr Dorf durchsucht hatte. Sie und andere protestieren seit Jahren gegen israelische Landnahmen. Ihre Mutter weist die Behauptung der Aufstachelung zurück und erklärt, der Vorwurf beruhe auf einem gefälschten Instagram-Post. Die israelischen Behörden hätten erklärt, Tamimi habe einen aufrührerischen Beitrag geschrieben, in dem sie zur Tötung von Siedlern aufrief, sagt die Mutter weiter. Ihre Tochter habe bei dem Dienst jedoch gar keinen Account. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.Das Auswärtige Amt fordert Deutsche im Libanon erneut zur Ausreise auf. "Das Risiko, dass sich der Konflikt regional ausweitet, besteht weiter", sagt eine Sprecherin. Es komme immer wieder zu Kämpfen an der israelisch-libanesischen Grenze. Momentan befänden sich etwa 1000 Personen auf der Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung.Griechenland schickt ein Frachtflugzeug mit humanitären Hilfsgütern für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen nach Ägypten. Die Maschine sei am Morgen gestartet, berichten der Sender ERT und die Zeitung "Kathimerini". Die Lieferung, die nach Angaben des griechischen Außenministeriums pharmazeutisches und humanitäres Material umfasst, soll von Ägypten aus in den Gazastreifen weitergeleitet werden. Das sei mit den ägyptischen Behörden abgesprochen, teilt das Ministerium bereits am Sonntag mit. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Derzeit gelangen lediglich über den ägyptischen Grenzübergang Rafah Hilfsgüter in das abgeriegelte Küstengebiet. Hilfsorganisationen beklagen, dass die bislang mit Lastwagen in den Gazastreifen gelangten Hilfsgüter bei Weitem nicht ausreichen.Die israelischen Bodentruppen sind nach Militärangaben bereits "tief in der Stadt Gaza" im Einsatz. Man erhöhe dort den Druck, sagte Armeesprecher Daniel Hagari. In den vergangenen 24 Stunden seien mehrere Kommandeure der im Gazastreifen herrschenden Hamas getötet worden, sagte Hagari ferner. Zwei von ihnen seien Drahtzieher des Massakers in Israel am 7. Oktober gewesen. Es seien auch mehrere Eingänge unterirdischer Tunnel zerstört worden. Viele davon befänden sich in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und humanitären Einrichtungen. Auf die Frage, ob Israel auch die Schifa-Klinik angreifen werde, die nach Darstellung der Armee ebenfalls als Hamas-Kommandozentrum dient, sagte der Sprecher: "Wir werden tiefer in die Stadt Gaza eindringen und an jeden Ort gelangen, an dem es Terroristen gibt." Es gebe "keinen Ort, an dem Hamas-Terroristen vor Angriffen der Armee sicher sein werden". Man setze auch "neue Mittel" zur Zerstörung der unterirdischen Tunnel ein.Dem "Wall Street Journal" zufolge planen die USA, Israel Präzisionsbomben im Wert von 320 Millionen US-Dollar zu liefern. Demnach informierte die US-Regierung die Kongressabgeordneten über die Lieferung von Waffen der Spice-Gattung, eine Art von Präzisionslenkwaffen, die von Kampfflugzeugen abgefeuert werden. , der US-amerikanische Waffenhersteller Rafael werde die Bomben an seine israelische Muttergesellschaft Rafael Advanced Defense Systems weitergeben.US-Präsident Joe Biden hat mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu über "die Möglichkeit von taktischen Pausen" im Gazastreifen gesprochen. Solche Pausen würden es Zivilisten ermöglichen, "Gebiete mit anhaltenden Kämpfen" in Sicherheit zu verlassen, erklärte das Weiße Haus nach einem Telefonat zwischen Biden und Netanjahu. Bisher wies Israel Forderungen nach einer Feuerpause zurück. Nun verabredeten die beiden Staatsoberhäupter, in den kommenden Tagen erneut miteinander über eine mögliche vorübergehende Unterbrechung aus humanitären Gründen zu sprechen.Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid hat sich dafür ausgesprochen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde nach dem Krieg in Gaza dort wieder die Kontrolle übernimmt. Der ehemalige Regierungschef sagte dem TV-Sender "Welt": "Meine Exitstrategie ist anders als die der Regierung." Man solle die Palästinenserbehörde von Präsident Mahmud Abbas wieder dorthin zurückbringen. Lapid sagte, es gebe in Gaza zwar nur noch wenige Vertreter der Behörde, sie verfüge aber noch über eine Infrastruktur. Mit Blick auf den Rückhalt von Abbas im Westjordanland sagte Lapid, in Städten wie Dschenin oder Nablus sei die Lage "weniger unter Kontrolle als man es wünschen würde". Anderswo im Westjordanland funktioniere es besser, sagte Lapid. "Unter den schlechten Wahlmöglichkeiten ist das die am wenigsten schreckliche."Der israelische Außenminister Eli Cohen hat UN-Chef António Guterres kritisiert, der zuvor zu einer humanitären Waffenruhe aufgerufen und den Gazastreifen als "Kinderfriedhof" bezeichnet hatte."Schande über dich", schreibt Cohen auf X. Der Minister erinnert an die israelischen Geiseln, die seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Gazastreifen festgehalten werden. "Die Hamas ist das Problem in Gaza, nicht Israels Maßnahmen zur Beseitigung dieser Terrororganisation."Im Jemen haben die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben weitere Drohnen auf mehrere Ziele in Israel abgefeuert. Die Ziele der Drohnen seien "vielfältig" gewesen, berichtete der von den Huthi betriebene Fernsehsender Masirah. Die Drohnen-Angriffe hätten dazu geführt, dass der Verkehr in den angegriffenen Basen und Flughäfen stundenlang zum Stillstand gekommen sei.UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht im Gazastreifen eindeutige Verstöße gegen das Völkerrecht und ruft die Konfliktparteien erneut zum Waffenstillstand auf. "Die Bodenoperationen der israelischen Streitkräfte und die anhaltenden Bombardierungen treffen Zivilisten, Krankenhäuser, Flüchtlingslager, Moscheen, Kirchen und UN-Einrichtungen - einschließlich Schutzräumen. Niemand ist sicher", sagt Guterres. Gleichzeitig benutzten die Hamas und andere Kämpfer Zivilisten als menschliche Schutzschilde und feuerten weiter wahllos Raketen auf Israel ab. Er warnt davor, dass der Gazastreifen zu einem "Friedhof für Kinder" werde.Israelische Soldaten haben im Gazastreifen eigenen Angaben zufolge Vorrichtungen zum Abschuss von Raketen in zivilen Einrichtungen gefunden. Dies berichtet die israelischen Streitkräfte auf X, vormals Twitter. Demnach fanden Soldaten in einer Jugendeinrichtung über 50 Raketen, "die zum Abschluss nach Israel bereit waren". Eine weitere Anlage befand sich nahe einer Moschee. Zu ihrem Post veröffentlichte die IDF Videos, die die Vorrichtungen zeigen sollen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.Rund einen Monat nach Beginn des Gaza-Krieges hat ein israelischer Minister Sicherheitszonen ohne Palästinenser um israelische Siedlungen im Westjordanland gefordert. Es gehe darum, "sterile Sicherheitszonen um die Siedlungen" und die Zufahrtsstraßen zu schaffen und das Eindringen "von Arabern" zu verhindern, schreibt der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich in einem Brief, . Damit sollten Anschläge verhindert und das Sicherheitsgefühl der Siedler gestärkt werden. Der Brief war an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Joav Galant gerichtet.

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