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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 20:06 Israel teilt Gazastreifen in nördliche und südliche Hälfte +++

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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 20:06 Israel teilt Gazastreifen in nördliche und südliche Hälfte +++
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Berlin, Washington, Brüssel - überall. ntv berichtet von allen wichtigen Schauplätzen der Innen- und Außenpolitik.

Die israelische Armee hat den Gazastreifen bei ihrem Bodeneinsatz nach eigenen Angaben in zwei Teile gespalten, während "entscheidende" Angriffe im Krieg gegen die radikalislamische Hamas fortgesetzt würden.

Die israelischen Streitkräfte hätten "Gaza-Stadt von der Südküste aus eingekreist", sagt Armeesprecher Daniel Hagari. "Jetzt gibt es einen südlichen Gazastreifen und einen nördlichen Gazastreifen."Bei einem israelischen Angriff auf einen Wagen im Süden des Libanon sollen drei Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren und ihre Großmutter ums Leben gekommen sein, klagt der aus der Region stammende Hisbollah-Politiker Hassan Fadlallah an. Die Mutter der Kinder sei verletzt worden. Auch die libanesische Nachrichtenagentur National News Agency meldet einen israelischen Luftangriff. Zunächst war die Rede von drei Toten. Jetzt droht der radikal-islamische Hisbollah-Politiker Israel mit Vergeltung. "Der Feind wird den Preis für seine Verbrechen gegen Zivilisten zahlen", sagt Fadlallah. Konsequenzen kündigt auch der libanesische Außenminister Abdallah Bou Habib an. Er werde Beschwerde bei den Vereinten Nationen einlegen, teilt Bou Habib mit. Nach Angaben eines Sprechers der israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurde ein israelischer Zivilist bei einem Angriff der Hisbollah im Norden des Landes getötet. "Die Hisbollah untergräbt weiterhin die Sicherheit im Norden und greift wahllos Einwohner an, während sie die Stabilität im Südlibanon gefährdet", so der Sprecher. Der Mann sei durch eine Panzerabwehrrakete gestorben, die aus dem Libanon auf den grenznahen Kibbutz Yiftah abgefeuert wurde. Einem Medienbericht zufolge übernimmt die Hisbollah die Verantwortung für den Abschuss.In Gaza sind nach palästinensischen Angaben sämtliche Telekommunikations- und Internetdienste ausgefallen. Die Hauptverbindungen seien nach einer Wiederherstellung erneut von israelischer Seite unterbrochen worden, teilt der Telekommunikationsanbieter Paltel mit.In sozialen Medien gibt es eine Diskussion über in den Gazastreifen gelieferte Energieriegel, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen. Dort kippt ein Lastwagen mit Gütern des Ägyptischen Roten Halbmonds um, wie die Organisation mitteilt. Daraufhin machen einige Bilder und Videos die Runde von Menschen, die etwa Dattel-Riegel einige Wochen vor dem Verfallsdatum zeigen. "Dies ist das Land, das "Mutter der Welt" genannt wird", schreibt ein Nutzer spöttisch mit Verweis auf Ägypten und dessen Spitznamen in der arabischen Welt. Geliefert hatte die Energieriegel das Welternährungsprogramm über Ägypten. Das WFP-Büro in der Region stellt nun klar, die Riegel seien "bis Anfang kommenden Monats sicher für den Verzehr wie auf der Packung vermerkt". Auf Fotos war etwa ein Riegel zu sehen, dessen Haltbarkeit laut Aufdruck in zwei Wochen ausläuft. "Wir erwarten, dass sie vor diesem Datum verteilt und gegessen werden", erklärt WFP. Die mit Vitaminen und Mineralien angereicherten Riegel seien ideal für Notfälle. Die Straßen im Gazastreifen könnten im laufenden Krieg vielfach nicht mehr genutzt werden, teilte der Ägyptische Rote Halbmond mit. Es sei deshalb leider nicht mehr auszuschließen, dass Lastwagen während der Fahrt umkippten. Israel setzt seinen erbitterten Krieg gegen die radikalislamische Hamas mit Luftangriffen und dem Vorrücken von Bodentruppen im Gazastreifen fort. Die Streitkräfte seien weiter dabei, "Terroristen im Nahkampf zu eliminieren" und Hamas-Stellungen aus der Luft anzugreifen, teilte die Armee mit. Seit dem Beginn des Krieges gegen die Hamas vor vier Wochen hat die Armee nach eigenen Angaben insgesamt rund 12.000 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Derzeit verstärkt Israel seine Bodenoffensive und ist bereits im Häuserkampf im Norden des Gazastreifens, wo die Armee nach eigenen Angaben die Stadt Gaza eingekesselt hat. Panzer und gepanzerte Bulldozer rückten dort Bildern der israelischen Armee zufolge vor, um den Belagerungsring um die Stadt enger zu ziehen. Papst Franziskus erneuert seinen Aufruf zu einer Waffenruhe im Gazastreifen und zur Freilassung der dorthin verschleppten Geiseln. "Ich denke immer wieder an die ernste Lage in Palästina und Israel, wo so viele Menschen ihr Leben verloren haben", sagt der Papst auf dem Petersplatz in Rom. "Bitte hört auf! Im Namen Gottes, stoppt die Gefechte", so Franziskus. Er hoffe, dass "alle Wege beschritten" würden, um "unbedingt eine Ausweitung des Konflikts zu vermeiden". Es müsse alles getan werden, um Hilfe für die Menschen im Gazastreifen zu ermöglichen, "wo die humanitäre Lage extrem ernst" sei. Zudem forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche die "sofortige" Freilassung der von der radikalislamischen Hamas verschleppten Geiseln. "Unter ihnen sind auch viele Kinder, mögen sie zu ihren Familien zurückkehren können", sagte Franziskus. Angesichts antisemitischer Vorfälle ermahnt Bundeskanzler Olaf Scholz die Menschen in Deutschland zum "Schutz von Jüdinnen und Juden". Dies sei eine Frage der Zivilcourage, so Scholz. "Wer Juden in Deutschland angreift, greift uns alle an", betont er. Der Staat schütze jüdische Einrichtungen. "Antisemitismus werden wir nicht akzeptieren. Wir haben glasklare Gesetze: Es ist strafbar, israelische Fahnen zu verbrennen. Es ist strafbar, den Tod von Unschuldigen zu bejubeln. Es ist strafbar, antisemitische Parolen zu brüllen", sagt Scholz weiter. Die Strafverfolgungsbehörden stünden in der Pflicht, solche Verstöße zu ahnden. "Wir müssen Antisemitismus bekämpfen - ohne jedes Pardon", so der Kanzler.Israels Militär legt neue Informationen vor, die zeigen sollen, dass die Hamas zivile Infrastruktur für militärische Zwecke nutzt. Videos, Audioaufnahmen sowie Satellitenbilder würden erneut beweisen, wie die Terrororganisation ihre Stellungen in der Nähe von Gesundheitseinrichtungen versteckt, sagt Militärsprecher Daniel Hagari. Das von Katar finanzierte Scheich-Hamad-Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen soll den vorgelegten Videoaufnahmen zufolge direkt an das Tunnelnetz der Hamas angeschlossen sein. Ein Tunnelschacht sei direkt neben dem Gebäude platziert, sagt Hagari zu den Aufnahmen. Zudem gebe es Beweise, dass aus dem Krankenhaus heraus auf israelische Bodentruppen gefeuert worden sein soll. Auch das indonesische Krankenhaus im Gazastreifen soll den Angaben nach von militärischer Infrastruktur der Hamas umgeben sein. "Die Hamas hat das indonesische Krankenhaus systematisch gebaut, um ihre unterirdische Terror-Infrastruktur zu verschleiern", so Hagari. Der Sprecher legte außerdem eine Aufzeichnung vor, die beweisen soll, dass die Hamas Krankenhäusern Treibstoff vorenthält. Die Angaben sind gegenwärtig nicht unabhängig zu überprüfen. Benjamin Netanjahu bekräftigt bei einem Rundgang auf einem israelischen Luftwaffenstützpunkt seine Bedingung, dass Israel einem Waffenstillstand im Gazastreifen nur zustimmen wird, wenn die Hamas-Terrorgruppe ihre Geiseln freilässt. "Wir sagen dies sowohl zu unseren Feinden als auch zu unseren Freunden: Wir werden weitermachen, bis wir sie besiegt haben. Wir haben keine Alternative", wird der israelische Ministerpräsident in einer Erklärung seines Büros zitiert. Im Süden des Libanon sind vier Rettungskräfte nach Angaben staatlicher Medien und einer Hilfsorganisation durch israelischen Beschuss verletzt worden. Zwei Krankenwagen der Risala Scout Vereinigung seien bei einem israelischen Angriff getroffen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur ANI. Die Vereinigung organisiert Rettungseinsätze und ist mit der schiitischen Amal-Bewegung verbunden, einem Verbündeten der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. Die Vereinigung erklärte, eine israelische Drohne habe die Krankenwagen absichtlich ins Visier genommen. Der Angriff sei im Morgengrauen erfolgt, als die Rettungskräfte in das Dorf Tair Harfa etwa drei Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gerufen worden seien, um Verletzte zu versorgen. Die israelische Armee erklärte, sie habe eine Drohne gegen eine "terroristische Zelle" eingesetzt, die versucht habe, von Libanon Richtung Rosh Hanikra in Nordisrael zu schießen. Soldaten hätten "zwei verdächtige Fahrzeuge" beobachtet. Der Angriff habe sich aber gegen die "terroristische Zelle" gerichtet und nicht gegen die Fahrzeuge. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird nach eigenen Angaben beim kurzfristig angesetzten Besuch von US-Außenminister Antony Blinken in Ankara abwesend sein. Er werde wie geplant seine Reise innerhalb der Türkei fortsetzen und am Montag in dem entlegenen Ort Ayder im Nordosten sein, sagte Erdogan in einer Rede in der Schwarzmeerstadt Rize. In Ayder wolle er den "urbanen Wandel" der Region begutachten. Blinken will am Sonntagabend in der Türkei eintreffen, für Montag sind in Ankara Gespräche mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan geplant. Blinkens Umfeld hatte sich vor Erdogans Äußerungen optimistisch zu einem möglichen Treffen mit dem türkischen Präsidenten geäußert. Während einer antiisraelischen Demonstration vor dem US-Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei ist es Medienberichten zufolge zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Einige Demonstranten hätten sich von der Kundgebung entfernt und versucht, auf das Gelände des Stützpunktes zu gelangen, berichteten der Sender NTV und die Zeitung "Hürriyet". Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt und die Demonstranten zurückgedrängt. Die islamische Stiftung für humanitäre Hilfe hatte die Kundgebung organisiert. Auf Aufnahmen der Stiftung war zu sehen, wie Demonstranten palästinensische Flaggen und solche der islamistischen Hamas schwenken.Im besetzten Westjordanland sterben vier Palästinenser bei Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee. Zwei von ihnen im Alter von 20 und 22 Jahren seien bei einem "Angriff der israelischen Besatzungstruppen" auf Abu Dis, ein Dorf an der Grenzmauer, getötet worden, wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mitteilt. Ein dritter Palästinenser stirbt nach Angaben der israelischen Armee bei einem Schusswechsel mit Soldaten im Westjordanland. Der Mann habe der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat angehört und sei in der Vergangenheit wegen "terroristischer Aktivität" festgenommen worden. Als die israelischen Soldaten ihn nun erneut hätten festnehmen wollen, habe er das Feuer eröffnet und sei daraufhin erschossen worden. Ferner wurde in Nuba, nordwestlich von Hebron, nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein junger Palästinenser von der Armee erschossen. US-Außenminister Antony Blinken hat sich mit dem Präsidenten der EU-Inselrepublik Zypern, Nikos Christodoulidis, in Larnaka getroffen. Wie der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X weiter mitteilte, geht es um eine Initiative Zyperns, einen humanitären Seekorridor für die Lieferung von humanitärer Hilfe aus Zypern mit Endziel Gaza einzurichten. Ein weiterer Gesprächspunkt seien mögliche Evakuierungen von Menschen aus dem Nahen Osten über Flughäfen und Häfen Zyperns gewesen. Zypern war bereits während anderer Krisen im Nahen Osten als nächstgelegener sicherer Ort Drehscheibe für Evakuierungsaktionen. Ein israelisches Fahrzeug ist nach Militärangaben an der Grenze zum Libanon von einer Panzerabwehrrakete getroffen worden. Diese sei vom Libanon aus abgefeuert worden, teilt die israelische Armee mit. Das Militär erwidere das Feuer und greife den Ort der Attacke an. Die libanesische Hisbollah-Miliz erklärt, sie habe eine Gruppe israelischer Soldaten nahe der Grenze angegriffen und dabei Opfer verursacht. Zuvor hat die israelische Raketenabwehr nach Armeeangaben ein unbemanntes Luftfahrzeug aus dem Libanon abgefangen. Außerdem seien mehrere Geschosse vom Libanon aus auf den Norden Israels abgefeuert worden. Die Artillerie habe in beiden Fälle Ziele in dem nördlichen Nachbarland angegriffen. An der israelisch-libanesischen Grenze kommt es weiter zu Gefechten. Eine Drohne sei noch über libanesischem Territorium abgefangen worden, teilt das israelische Militär mit. Zudem sei mit Artilleriefeuer auf Beschuss aus dem Libanon im Grenzgebiet reagiert worden. Die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon erklärt, man habe drei israelische Grenzposten mit Lenkraketen und anderen Waffen unter Feuer genommen.Der Iran warnt die USA vor Konsequenzen, falls die Kämpfe im Gazastreifen nicht sofort eingestellt werden. "Unser Rat an die Amerikaner ist, den Gaza-Krieg umgehend zu stoppen und eine Feuerpause durchzusetzen", erklärt Außenminister Mohammad-Reza Ashtiani nach einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasmin. "Andernfalls werden sie schwer getroffen werden." Aus Sicht des Iran sind die USA auch militärisch an dem Konflikt beteiligt.Nach den propalästinensischen Demonstrationen am Wochenende fordert die Gewerkschaft der Polizei ein schärferes Vorgehen der Versammlungsbehörden bei propalästinensischen Demonstrationen. "Angesichts des enormen Kräfteverschleißes bei uns Polizisten darf es keine großen Aufzüge geben, sondern nur noch stationäre kleine Kundgebungen", sagte GdP-Chef Jochen Kopelke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland . Am Wochenende hatte es unter anderem in Essen und Berlin große Kundgebungen gegeben.Die französische Außenministerin Catherine Colonna beklagt die hohe Zahl der Todesopfer im Gazastreifen und fordert, die Zivilbevölkerung zu schützen. Schulen, Krankenhäuser, humanitäre Helfer und Journalisten müssten geschützt werden, sagt sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Katars Ministerpräsident und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha.US-Außenminister Antony Blinken hat im Rahmen seiner Vermittlungsbemühungen in Nahost überraschend Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah getroffen. Die in der Stadt im Westjordanland ansässige Palästinenserbehörde veröffentlicht Bilder des Treffens. Es ist der erste Besuch des US-Chefdiplomaten im Westjordanland seit dem Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober.+++ 11:09 WHO: 102 dokumentierte Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Gaza-Streifen seit dem 7. Oktober +++ In einem aktualisierten Bulletin teilt die Weltgesundheitsorganisation in Palästina mit, dass sie seit dem 7. Oktober 102 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen dokumentiert hat. In einem Beitrag, der von einer Infografik in den sozialen Medien begleitet wird, heißt es, die Angriffe hätten 504 Todesopfer, 459 Verletzte, Schäden an 39 Einrichtungen und 31 Krankenwagen zur Folge gehabt.Der Sprecher der mächtigen Miliz Kataib Hisbollah im Irak, Abu Ali al-Askari, droht US-Außenminister Antony Blinken vor einem möglichen Besuch im Irak. Blinken sei "Sohn eines Juden und zionistischer Kriegsminister", teilt Al-Askari über die Kanäle der Miliz im Internet mit. Blinken sei im Irak nicht willkommen. "Wenn er kommt, werden wir ihm mit beispielloser Eskalation begegnen." Einem Bericht der irakischen Nachrichtenseite "Schafak News" zufolge sollte Blinken im Laufe des Tages auch den Irak besuchen.Das israelische Militär greift bei seiner Bodenoffensive gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen Medienberichten zufolge ein Haus in einem Flüchtlingsviertel an. Bei dem Bombardement im Viertel Al-Magasi im Zentrum des Küstengebiets seien mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten, die sich allerdings alle auf die von der islamistischen Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde berufen. Israels Armee teilte mit, sie prüfe die Berichte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu suspendiert Kulturminister Amihai Elijahu auf unbestimmte Zeit von Regierungssitzungen, teilt das Büro des Ministerpräsidenten mit. Elijahu von der rechtsextremen Partei Otzma Yehudit hatte zuvor in einem Radiointerview gesagt, eine der Optionen Israels im Krieg in Gaza bestehe darin, eine Atombombe auf den Gazastreifen abzuwerfen.US-Außenminister Antony Blinken landet am Morgen auf dem Flughafen bei Tel Aviv. Medienberichten zufolge will er sich in Ramallah mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas treffen. Dabei soll es um die Frage gehen, wie eine Zukunft des Gazastreifens nach dem Krieg aussehen könnte. Israels Ziel ist es, nach dem Massaker am 7. Oktober die militärischen Fähigkeiten der Hamas zu zerstören und die Herrschaft der islamistischen Organisation in dem Küstenstreifen zu beenden. Blinken hat sich dafür ausgesprochen, dass die palästinensische Autonomiebehörde von Abbas wieder die Kontrolle im Gazastreifen übernimmt.Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte teilen mit, dass ihre Boden-, Luft- und Seestreitkräfte seit Beginn der Bodenoperationen im Gazastreifen "mehr als 2500 Terrorziele" angegriffen haben. In der Nacht hätten Flugzeuge ein Militärgelände der Hamas angegriffen, in dem sich "Kommando- und Kontrollzentren, Beobachtungsposten und weitere terroristische Infrastruktur" befunden hätten.Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson und der ehemalige australische Premierminister Scott Morrison treffen zu einem überraschenden Solidaritätsbesuch in Israel ein. Das berichtet die israelische Zeitung "Times of Israel". Beide Politiker sollen demnach Präsident Isaac Herzog und Angehörige von Geiseln treffen, die in Gaza von Terroristen festgehalten werden. Außerdem sei ein Besuch in den südlichen Grenzstädten des Gazastreifens geplant, die bei den Angriffen der Hamas am 7. Oktober verwüstet wurden.Eine jüdische Frau ist in Lyon an ihrer Haustür mit einem Messer angegriffen worden. Die Frau wurde leicht verletzt, wie es von der Polizei heißt. In ihre Tür war zudem ein Hakenkreuz geritzt. Es sei allerdings unklar, wann es in die Tür geritzt wurde, sagte ein Polizeisprecher. Der Sender France Info erläuterte unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft, die Tat könnte antisemitisch motiviert gewesen sein. In Frankreich hat es zuletzt vermehrt antisemitische Übergriffe gegeben. Ende Oktober sprach Innenminister Gérald Darmanin von mehr als 800 Fällen seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober.Die israelischen Bodentruppen haben beim Vorrücken im Gazastreifen auch den Chef der islamistischen Hamas im Visier. Israels Truppen "nehmen ein Hamas-Bataillon nach dem anderen auseinander" und würden Hamas-Chef Jahja Sinwar "eliminieren", zitiert die Zeitung "The Times of Israel" Israels Verteidigungsminister Joav Gallant. "Wir werden Sinwar finden und ihn eliminieren. Unionsfraktionsvize Jens Spahn hat einen neuen Umgang mit islamischen Organisationen in Deutschland gefordert. "Es geht nicht mehr, dass die größte Zahl der Moscheen aus dem Ausland finanziert wird und Imame Staatsangestellte der Türkei sind", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir brauchen deutsche Moscheegemeinden, nicht türkische." Es sei höchste Zeit, die türkische Staatsfinanzierung zu beenden.Im Gazastreifen dauern die Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der Hamas unvermindert an. Palästinensische Terroristen hätten am frühen Morgen israelische Soldaten im Süden des Gazastreifens in Grenznähe mit Panzerabwehrraketen angegriffen, berichtet die Zeitung "Jerusalem Post". Das israelische Militär habe zurückgeschossen.Das israelische Militär bekämpft derzeit vor allem im Norden des Gazastreifens die Einrichtungen der islamistischen Hamas. Doch auch im Süden kommt es bereits zu Luftangriffen. Nun nennt die israelische Armee den Zivilisten im Gazastreifen für Sonntag erneut ein Zeitfenster für die Flucht in den Süden des Küstengebiets. Demnach würden die Streitkräfte zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr Ortszeit Verkehr auf einer Straße in Richtung Süden zulassen, schreibt ein israelischer Armeesprecher auf der Plattform X . Die Armee veröffentlicht auch eine Karte mit der ausgewiesenen Straße. Der Sprecher ruft die Menschen auf, zu ihrer eigenen Sicherheit die nächste Gelegenheit zu nutzen, nach Süden zu gehen. Bei einer Großdemonstration in der US-Hauptstadt Washington fordern Zehntausende Teilnehmer "Freiheit für Palästina". Sie verlangen unter anderem einen Waffenstillstand in den Kämpfen zwischen Israel und der Hamas und dass die USA Hilfszahlungen an Israel einstellen. Die Veranstalter sprechen von der größten propalästinensischen Demonstration in der Geschichte der Vereinigten Staaten, an der 300.000 Menschen teilgenommen hätten. Auch Prominente wie Schauspielerin Susan Sarandon und der Sänger Macklemore sind mit dabei. Offizielle Schätzungen der Polizei zur Zahl der Teilnehmer gibt es zunächst nicht. Nach einer Kundgebung ziehen viele Demonstrierende in einem Protestzug vor das Weiße Haus. Ein Journalist der "New York Post" veröffentlicht auf X ein kurzes Video aus der Menge: Zu sehen ist, dass die Demonstrierenden am Zaun vor dem Amtssitz des US-Präsidenten rütteln und die Pfeiler des Zauntors mit Handabdrücken in roter Farbe beschmiert worden sind. Auf das Gelände des Weißen Hauses dringen sie nicht vor.Nachdem Antony Blinken in Jordanien Gespräche führte, weilt der US-Chefdiplomat für zwei Tage in der Türkei. Dort wolle er unter anderem über mögliche Wege zu einem "dauerhaften und nachhaltigen Frieden im Nahen Osten" sprechen, zu denen "die Einrichtung eines palästinensischen Staates" gehöre, teilt das US-Außenministerium mit. Ein geplantes Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan bestätigte das Ministerium zunächst nicht, aus Blinkens Umfeld hieß es aber, dies sei wahrscheinlich. Der US-Außenminister hat sich bei einem Besuch in Israel vergeblich für eine humanitäre Feuerpause in Israels Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas eingesetzt. Bei propalästinensischen Demonstrationen gehen in London und anderen britischen Städten Zehntausende Menschen auf die Straßen. Allein in der britischen Hauptstadt sind laut Schätzungen der Polizei 30.000 Menschen an Protesten gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen beteiligt. Sie fordern unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand. Im Zusammenhang mit den Protesten auf dem Trafalgar Square und in der Umgebung nimmt die Polizei elf Menschen fest, wie Scotland Yard mitteilt. Grund dafür sei in einem Fall ein Plakat gewesen, das zu Hass aufstacheln könne. Tausende schließen sich auch einer propalästinensischen Demonstration in Manchester an. Auch in Sheffield, Liverpool, Leeds, Edinburgh, Glasgow, Cardiff und Belfast laufen Demonstrationen für eine sofortige Waffenruhe in Gaza.In Israel demonstrieren tausende Menschen für eine Freilassung der von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas verschleppten Geiseln. In Tel Aviv skandieren die Menschen, darunter Verwandte und Freunde der mehr als 240 Geiseln, vor dem Verteidigungsministerium: "Bringt sie jetzt nach Hause". Hadas Kalderon sagt: "Ich erwarte und verlange von meiner Regierung, dass sie ihre Vorgehensweise ändert." Vor dem Wohnsitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem versammeln sich hunderte Menschen und fordern seinen Rücktritt. "Wir wollen eine Abstimmung, um Netanjahu loszuwerden. Ich hoffe, dass die Demonstrationen weitergehen und wachsen werden", sagt eine Demonstratin, die 39-jährige Netta Tzin. "Sie haben uns verraten." In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen der Deutsche Olympische Sportbund und der deutsch-jüdische Sportverband Makkabi die Taten der Hamas auf das Schärfste. "Unsere Solidarität gilt dem israelischen Volk und dem Staat Israel sowie den Jüdinnen und Juden in Deutschland und weltweit", heißt es in dem Schreiben. Weiter schrieben die Verbände: "Lasst uns alle aufstehen gegen antisemitische Äußerungen in unseren mehr als 86 000 Sportvereinen in Deutschland! Lasst uns dafür sorgen, dass sich Jüdinnen und Juden bei uns sicher fühlen und wir weiterhin miteinander Sport treiben können!" Nach einzelnen Verboten von propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland verteidigt Annalena Baerbock das Vorgehen der Behörden. Bei Kundgebungen "gerade in den letzten Tagen, die verboten worden sind, da leitet uns, wie glaube ich jedes Land auf der Welt, unsere Verfassung", sagte die Außenministerin in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Mit Blick auf israelfeindliche Demonstrationen erklärte Baerbock, "dass Menschenverachtung in Deutschland in keinster Weise zu tolerieren ist". Aufrufe "zur kollektiven Gewalt, was es in Deutschland leider in den letzten Tagen gegeben hat, nämlich zur Vernichtung von Juden oder zur Vernichtung des Staates Israel, sind in Deutschland wie in vielen anderen Ländern unter Strafe gestellt", sagte die Ministerin. In Essen prüft die Polizei nach einer als Pro-Palästina-Demonstration angemeldeten Kundgebung am Freitagabend, ob Straftaten begangen wurden. Bei der Kundgebung waren Transparente unter anderem mit der Forderung nach der Errichtung eines islamistischen Kalifats gezeigt worden. Dazu ruft beispielsweise Hizb ut-Tahrir auf, für die seit 2003 ein Betätigungsverbot gilt. Bei der Kundgebung habe sich herausgestellt, dass das Pro-Palästina-Thema vorgeschoben gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher. Ziel sei gewesen, eine religiöse Veranstaltung durchzuführen. "Wir werden das alles im Nachhinein akribisch durchleuchten", so der Sprecher. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sagte, der Staatsschutz habe sehr sorgfältig beobachtet, und immer dann, wenn er konnte, eingegriffen. Die Video- und Tonaufnahmen würden weiter geprüft. "Und wenn wir einen Nachweis haben, wird zugegriffen. Aber wir müssen es beweisen", so der CDU-Politiker. Bei einem Video prüfe die Staatsanwaltschaft und gehe wahrscheinlich davon aus, dem wegen Volksverhetzung nachzugehen.Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas setzt die Evakuierung von Ausländern und Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen nach Ägypten aus. Grund sei die Weigerung Israels, verletzte Palästinenser in ägyptische Krankenhäuser bringen zu lassen, wie ein Vertreter der Grenzübergangsverwaltung sagte. "Kein ausländischer Passinhaber darf den Gazastreifen verlassen, bevor die Verletzten, die aus den Krankenhäusern im nördlichen Gazastreifen evakuiert werden müssen, zum Rafah-Terminal transportiert werden können", sagte der Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Nach US-Angaben versucht die Hamas, über den zeitweise geöffneten Grenzübergang Rafah eigene Kämpfer aus dem Gazastreifen auszuschleusen. Nach Berichten über Bombentreffer auf dem Gelände einer UN-Schule in Dschabalia im Norden des Gazastreifens erklärt das israelische Militär, es habe die Anlage nicht gezielt angegriffen. Einer vorläufigen Untersuchung zufolge, sei jedoch möglich, dass eine Explosion auf diesem Gelände Folge eines israelischen Angriffs auf ein anderes Ziel gewesen sei. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an.

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