Giorgia Meloni, Chefin der rechtsnationalen Partei Fratelli d´Italia, hat beste Chancen neue Premierministerin Italiens zu werden. Warum das Folgen für die Stabilität des Euro und die Zahlungsfähigkeit des Landes haben könnte.
Die Partei der Postfaschistin Giorgia Meloni, Fratelli d'Italia, hat laut vorläufigem Wahlergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien fast 26 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Das Rechtsbündnis ihrer Partei mit der Lega des ehemaligen Innenministers Matteo Salvini und der Forza Italia des ehemaligen Premierministers Silvio Berlusconi wird damit in beiden Kammern des italienischen Parlaments über deutliche Mehrheiten verfügen.
Giada Giani, Volkswirtin der Citi-Bank: „Die erste wichtige Entscheidung Melonis wird die Ernennung des Finanzministers sein, wobei eine pro-europäische, fiskalisch vorsichtige Persönlichkeit vorerst als wahrscheinlich gilt. Wir rechnen nicht mit einem sofortigen Vorstoß für eine größere finanzpolitische Lockerung. Aber wir sehen mittelfristig das Risiko, dass die politische Agenda der Rechten mit den EU-Zielen kollidiert.
Ralf Umlauf und Ulrich Wortberg, Kapitalmarktexperten der Helaba: „Meloni hat mehrfach versichert, dass es unter ihrer Führung keinen harten Bruch mit der EU geben würde. Bleibt abzuwarten, ob man sich darauf verlassen kann." Thomas Gitzel, Chefökonom VP Bank: „Für die EU und die Euro-Zone kommt es derzeit dicke. Auch wenn sich das Rechtsbündnis offiziell zur EU bekennt, der politische Gegenwind aus Italien wird größer werden. An den Märkten hat man jedenfalls Zweifel, ob das italienische Rechtsbündnis die Gelder in die richtigen Kanäle lenken wird. Das Rechtsbündnis forciert eine lockere Fiskalpolitik.
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