Der TuS 97 bezwingt Nord-Harrislee letztlich klar, doch die Gäste liefern mit nur neun Feldspielerinnen einen großen Kampf.
Der TuS 97 bezwingt Nord- Harrislee letztlich klar, doch die Gäste liefern mit nur neun Feldspielerinnen einen großen Kampf. Melina Gerdes war besonders vor der Pause der Motor des Jöllenbecker Spiels beim Sieg über Nord- Harrislee.
| © Peter Unger. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel bleiben die Frauen des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck in dieser Saison weiter ungeschlagen, haben nun 6:0 Punkte. Die 387 Zuschauer, die den Weg bei bestem Spätsommerwetter in die Halle fanden, brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Für den ansehnlichen 39:32-Erfolg gegen die Nord-frauen aus Harrislee musste die Mannschaft allerdings ein gutes Stück Arbeit verrichten.
Trainer Pierre Limberg hatte „genau das erwartet“. Die Gäste aus Harrislee waren mit einem überschaubaren Kader in den Bielefelder Norden gereist. Lediglich neun Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen standen auf dem Spielberichtsbogen. Limberg hatte jedoch früh er-kannt, dass „es sich um die dem Stamm zugehörigen Spielerinnen handelt“.
Entsprechend präsentierten sich die Nordfrauen: Mit einer guten Spielanlage stellten sie die Jürmkerinnen immer wieder vor Probleme. Den Torreigen eröffnete Melina Gerdes vom TuS 97 bereits nach 30 Sekunden mit dem 1:0. Nur in der achten Minute konnten sich die Gäste beim 3:4 einmal in Führung bringen. Anschließend blieb die Partie eng.
Limberg setzte in der ersten Halbzeit vor allem auf seine schnellen Rückraum- und Außenspielerinnen. Melina Gerdes sorgte mit ihren flinken Aktionen immer wieder für Gefahr und wichtige Treffer. Auch die Außenspielerinnen Franziska Rolf auf der linken und Katharina Riepe auf der rechten Seite wurden häufig in Szene gesetzt und trugen sich mehrfach in die Torschützenliste ein. In der 15.
Minute führten die Jöllenbeckerinnen beim 8:5 erstmals mit drei Toren. Beim 14:10 gelang sogar eine Vier-Tore-Führung. Doch Harrislee blieb stets in Schlagdistanz.
Zur Pause stand es 16:12 für den TuS 97. Nach dem Seitenwechsel konnte Limberg auf seine bis dahin geschonte Rückraumspielerin Emma Pfennig zurückgreifen.
„Emma hatte während der letzten Trainingswoche mit hartnäckigen Fußproblemen zu kämpfen“, erklärte der Trainer. Deshalb sei eigentlich „nur ein maximaler Einsatz von 15 Minuten geplant“ gewesen. Saskia Winter , Kernkompetenz Abwehrchefin, überzeugte diesmal auch mit vier Treffern. | © Peter UngerDoch Pfennig biss auf die Zähne.
Mit ihren wuchtigen Zweikämpfen stellte sie die Gäste zunehmend vor große Probleme. Am Ende gelangen ihr allein in der zweiten Halbzeit neun Tore. Harrislee reagierte ebenfalls und stellte im Angriff auf die siebte Feldspielerin um. Dadurch entstanden immer wieder größere Lücken in der Jöllenbecker Abwehr.
Zudem kamen die Gäste mit gut vorgetragenen Schlagwürfen mehrfach zu gefährlichen Abschlüssen. Beim 21:16 hatte sich der TuS 97 einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet. Doch die Schleswig-Holsteinerinnen ließen sich weiterhin nicht abschütteln.
Katharina Riepe sorgte mit ihren vier Toren für einen starken rechten Flügel des TuS 97. | © Peter UngerIn der 51. Minute waren sie beim 30:28 wieder bis auf zwei Tore herangekommen. An einen möglichen Punktverlust glaubte Limberg nach eigener Aussage dennoch nicht: „Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass das Spiel verloren gehen könnte.
“ Seine Mannschaft habe zwar „den einen oder anderen technischen Fehler zu viel gemacht“, aber „durch ihr schnelles Spiel nach vorne und die hohe Trefferquote immer wieder die richtigen Lösungen gefunden“. So brachte der TuS 97 die Partie sicher über die Zeit. Stanojevic/Sousek ; Pfennig , Rolf , Gerdes , Winter, Thiele, Riepe , Brennecke , von der Wiede , Horstkötter , Knabbe , von Mutius
Rubbel die nächste Story frei
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