Als DAZN-Kommentator kehrt Jorge Lorenzo 2022 in das MotoGP-Paddock zurück. Er glaubt, dass er ohne den Wechsel von Ducati zu Honda und die Verletzung von Assen noch länger als Fahrer erfolgreich gewesen wäre.
Nach drei MotoGP-Titeln auf der Yamaha M1 wechselte Jorge Lorenzo für 2017 zu Ducati. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bescherte der Mallorquiner den Roten aus Borgo Panigale 2018 noch drei GP-Siege, allerdings waren die Weichen für die Zukunft zu diesem Zeitpunkt bereits gestellt: Lorenzo verließ Ducati in Richtung Repsol Honda, wo er nach einer enttäuschenden und von Verletzungen geprägten Saison auf der RC213V frühzeitig seinen Rücktritt erklärte.
Gar einige Beobachter sind rückblickend der Meinung, dass Lorenzo noch weitere WM-Titel hätte gewinnen können, wäre er damals bei Ducati geblieben. Dieser Ansicht kann auch der fünffache Weltmeister und 68-fache GP-Sieger selbst etwas abgewinnen. «Das ist eine recht verbreitete Annahme», bestätigte der heute 34-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. «Ich stehe zu meiner Position, dass ich einfach ein Motorrad wollte, auf dem ich mich wohl fühlte – war das der Fall, hätte ich dem Hersteller die Ergebnisse gebracht. Das ist passiert. Ein Fahrer, der drei Titel und mehr als 40 Rennen gewinnt – das ist kein Glück, sondern etwas, dass er in seinem Inneren hat, das Talent, die Fähigkeit.
«Zu Beginn entsprach es dem Gegenteil meines Fahrstils, aber Stück für Stück passte ich mich an. Vielleicht zu spät… Es ist aber so ziemlich der Eindruck, den die Leute haben, [dass Lorenzo bei Ducati noch viel erreicht hätte] und darüber bin ich glücklich. Aber klar, mir wäre es lieber gewesen, diesen Eindruck zur Realität zu machen», fügte Lorenzo an.
Rückblickend gesteht der dreifache MotoGP-Champion: «Um ehrlich zu sein, ich wäre zu der Zeit gerne in der Position gewesen, mit Ducati weiterzumachen, nach 2018. Es war aber nicht möglich, wegen des Timings. Der Sieg kam zu spät, aber in dem Moment dachte ich, dass der Wechsel zu Honda eine positive Sache sei und dass alles großartig laufen würde.
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Jorge Lorenzo (11/Ducati): Kein Vertrauen, kein SpeedJorge Lorenzo verließ nach der MotoGP 2016 die Komfortzone und wechselte von Yamaha zu Ducati. Mit der GP 17 trudelte der dreifache Weltmeister beim Katar-GP als Elfter ins Ziel.
Weiterlesen »
Jorge Lorenzo (Ducati): «Erwartungen waren zu hoch»In Jerez schaffte Jorge Lorenzo bei seinem vierten Rennen für Ducati erstmals den Sprung auf das MotoGP-Podest. Im Anschluss sprach er über seine Schwierigkeiten und seinen Vorgänger Andrea Iannone.
Weiterlesen »
Jorge Lorenzo: «Ducati kann in Assen stark sein»In Assen will Jorge Lorenzo seine Siegesserie fortsetzen. Die niederländische Strecke war in der Vergangenheit kein gutes Pflaster für die Desmosedici, doch Lorenzo ist zuversichtlich.
Weiterlesen »
Andrea Dovizioso/Ducati: «Sehr gespannt auf Lorenzo»Nach dem MotoGP-Rennwochenende in Valencia erhält Andrea Dovizioso bereits für den Test ab Dienstag einen neuen Ducati-Teamkollegen: Jorge Lorenzo. «Das wird interessant», meint «Dovi».
Weiterlesen »
Bradley Smith: «Jorge Lorenzo kam nach Crash gut weg»Für seinen Barcelona-Crash kassierte Aprilia-Entwicklungsfahrer Bradley Smith im Gegensatz zu Jorge Lorenzo eine Strafversetzung um drei Startplätze bei seinem nächsten Einsatz. Der Brite wunderte sich darüber.
Weiterlesen »
Jorge Lorenzo: Sein Video löste kleinen Skandal ausJorge Lorenzo entschuldigte sich jetzt für das Video, in dem leicht bekleidete Damen am Pool seines Hauses in der Sonne lagen.
Weiterlesen »