Evelyn Deller ist Jüdin und studierte in Münster. Inzwischen hat sie Stadt und Uni den Rücken gekehrt und erhebt Vorwürfe.
Evelyn Deller ist Jüdin und studierte in Münster. Inzwischen hat sie Stadt und Uni den Rücken gekehrt und erhebt Vorwürfe.sagt, sie sei zunehmend antisemitischen Anfeindungen und Bedrohungen ausgeliefert gewesen und persönlich bedroht worden.
Sie habe sich auf dem Campus und in der Stadt Münster nicht mehr sicher gefühlt.
"Ich habe keine Kraft mehr dafür, mit Herzrasen in die Uni oder Akademie zu gehen. Oder durch die Stadt. Immer in Alarmbereitschaft.
"Als Kind, berichtet die heute 28-Jährige, hätten ihre Eltern ihr gesagt, dass sie sich als Jüdin niemals sicher fühlen werde. Erst heute, nach den Erfahrungen in Münster, glaube sie ihnen. Beispielsweise seien Freunde von ihr in Münster verprügelt worden, weil sie Juden sind. Die 28-Jährige prangert auch das Rektorat der Universität an.
Hier habe es ihr an Unterstützung gefehlt.
" Von der Uni Münster hätte ich mir vor allem gewünscht, Anerkennung für antisemitische Erfahrungen zu bekommen, und nicht nur sowas wie ich bin solidarisch, sondern sich zu positionieren, aufzuklären, dass jüdische Studenten keine legitimen Angriffsziele sind. Stattdessen müssten Jüdische Studierende hier selbst für grundlegenden Schutz und Antidiskriminierung kämpfen, klagt sie. Aussagen, die die Hochschule entschieden zurückweist. Die Universität Münster berichtet von konkreten Unterstützungsangeboten.
Die habe die 28-jährige jedoch nicht wahrgenommen.
"Uns liegt als Institution Universität sehr daran, dass diese Fälle uns schnell bekannt werden, damit die Universität schnell reagieren kann. "Die Hochschule sei in den vergangenen Jahren in dutzenden Fällen von Diskriminierung und Bedrohung tätig geworden, sagt Pressesprecher Norbert Robers. "Das sollte Beleg dafür sein, dass der Universität nicht nur daran gelegen ist, sondern dass wir das auch in die Tat umsetzen. "Deller hat sich kürzlich aus den Studiengängen der Uni Münster ausgetragen und ist nach Berlin umgezogen.
Sie spricht teils von Panik in Münster. Überall sei ihr antijüdisches Gedankengut begegnet. Offen im Gespräch. Aber auch mit kryptischen und doch eindeutigen Zeichen auf Uni-Fluren und Toiletten.
Evelin Deller hat unter anderem an der Kunstakademie in Münster studiert, hier empfand sie den Antisemitismus als besonders schlimm.
", sagt die 28-jährige. Vor antisemitischen Anfeindungen schützt das zwar nicht, aber in ihrer neuen Wahlheimat gebe es eine starke jüdische Community, sagt sie selbst. Sollte ich mich jetzt gegen Grippe impfen lassen? Heute wurde in Münster der Preis des Westfälischen Friedens verliehen.
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