Die deutsche Kartoffelernte fällt 2025 mit 10,4 Millionen Tonnen um 25,2 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Trockenheit und Hitze setzen den Landwirten zu, Preise steigen.
Die Kartoffelernte in Deutschland fällt in diesem Jahr deutlich geringer aus als 2024. Wie Prognosen zeigen, erwarten die Landwirte nur 10,4 Millionen Tonnen des Grundnahrungsmittels. Das sind rund 25,2 Prozent weniger als im Vorjahr, als 13,9 Millionen Tonnen geerntet wurden. Die trockene Hitze des vergangenen Sommers hat die Erträge stark reduziert.
Ursachen des Ernteeinbruchs
Der EU-Klimadienst Copernicus bestätigte, dass der vergangene Sommer klimatisch extrem war. Im Frühjahr sorgten zunächst starke Niederschläge für einen verspäteten Saisonstart. Danach wurde es schnell zu trocken und zu heiß. In Deutschland wurden an durchschnittlich 22 Tagen mehr als 30 Grad gemessen.
Der Ertrag je Hektar sank bei Kartoffeln um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nur noch 38 Tonnen. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre waren es elf Prozent weniger. Zusätzlich verringerte sich die Anbaufläche um 11 Prozent auf 268.300 Hektar. Daraus ergibt sich die insgesamt um 25,2 Prozent niedrigere Erntemenge.
Preisentwicklung und Reaktionen
Für die deutschen Kartoffelbauern ist es ein mageres Jahr. Während es im Vorjahr 2025 noch eine Kartoffel-Flut gab, bei der Landwirte die Knollen kaum loswurden, kommt jetzt der Ernteeinbruch. Landwirte erhalten derzeit rund 35 bis knapp 40 Euro pro 100 Kilogramm. Das sind 10 bis 15 Euro mehr als vor einem Jahr.
Da kommt schnell die Sorge auf, dass Kartoffeln, Pommes und Co. auch für Endkunden teurer werden könnten. Dem soll laut Bundeslandwirtschaftsministerium aber vorerst nicht so sein. Eine Sprecherin erklärte, das Preisniveau bei Kartoffelprodukten bleibe stabil. Laut Ministerium könnten sich bis Jahresende noch leichte Abweichungen bei den Erntezahlen ergeben.
Unterstützung für Landwirte
Damit die Betriebe auch im kommenden Jahr handlungsfähig bleiben und die Ernte 2027 sicherstellen können, hat das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank ein Liquiditätsprogramm mit einem Umfang von 500 Millionen Euro aufgelegt. Die Landwirte sollen diese Hilfe nun erhalten.
Die aktuelle Situation zeigt, wie stark die Landwirtschaft von Wetterextremen abhängt. Der Klimawandel könnte solche Ernteausfälle in Zukunft häufiger machen. Die Unterstützung soll den Betrieben helfen, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.
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