Überwachungsvideos belegten auffällige Kassenvorgänge in einem Schweizer Laden. Jetzt muss eine Kassiererin ihrem ehemaligen Arbeitgeber umgerechnet 40.000 Euro zurückzahlen – und die Schweiz verlassen.
Überwachungsvideos belegten auffällige Kassenvorgänge in einem Schweizer Laden. Jetzt muss eine Kassiererin ihrem ehemaligen Arbeitgeber umgerechnet 40.000 Euro zurückzahlen – und die Schweiz verlassen. Im Kassensystem eines Dorfladens im Zürcher Unterland fielen ungewöhnliche Belege auf: Demnach hätten Kunden nach angeblich stornierten Einkäufen plötzlich nur noch eine Plastiktüte für fünf Rappen oder eine Papiertüte für 40 Rappen gekauft.
Insgesamt wurden mehr als 1000 solcher Vorgänge entdeckt, wie der Schweizer „Wie sich herausstellte, war eine 30-jährige Kassiererin für die Vorgänge verantwortlich. Die Frau geriet laut „Tagesanzeiger“ ins Visier, weil sie rund 30-mal häufiger Einkäufe stornierte als ihre Kolleginnen. Der Anklage zufolge soll sie über knapp ein Jahr hinweg so mehr als 38.000 Franken aus der Kasse entnommen haben. Einkäufe auch mithilfe von Teilstornierungen betrogen haben.
Auch soll sie Kassiervorgänge bewusst nicht abgeschlossen haben, um sie später zu manipulieren. Allein am Tag ihrer Verhaftung beanstandete die Anklage über 20 Kassenbons mit einem Gesamtwert von mehr als 300 Franken . Die Verteidigung forderte trotzdem einen Freispruch: „Viele Daten sind noch kein Tatnachweis.
“Das Gericht verurteilte die nicht vorbestrafte Frau wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und Urkundenfälschung: „Es gibt keinen logischen Grund für die Stornierungen, außer man möchte Geld stehlen“, bilanzierte der Richter laut „Tagesanzeiger“. Ihre 14-monatige Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Rund 20.000 Franken muss die Frau dem früheren Arbeitgeber zurückzahlen.
Außerdem muss die Frau mit kosovarischer Staatsbürgerschaft dieAuch in Deutschland verursachen Mitarbeiter im Einzelhandel Schäden beim Arbeitgeber: Diebstahl durch Mitarbeiter sorgte im Jahr 2025 für Schäden von rund 910 Millionen Euro. Das geht aus einer EHI-Studie zum Thema Diebstahl im Handel hervor, über die dieInsgesamt wurden 2025 Waren im Wert von 4,33 Milliarden Euro gestohlen – 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Anteil daran hatten Kunden – ein Drittel davon ging auf organisierte Tätergruppen zurück. Auch Fehler an Selbstbedienungskassen und bei der Warenbuchhaltung erhöhten die Verluste.
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