43 Jahre lang arbeitete Marina aus Belgien in Vollzeit. Heute erhält sie eine vergleichsweise niedrige Rente und stellt sich die Frage, ob frühere Zusatzleistungen sie langfristig Geld gekostet haben.
43 Jahre lang arbeitete Marina aus Belgien in Vollzeit. Heute erhält sie eine vergleichsweise niedrige Rente und stellt sich die Frage, ob frühere Zusatzleistungen sie langfristig Geld gekostet haben.
Besonders beschäftigt sie die Frage, warum ihre Rentenzahlung trotz jahrzehntelanger Vollzeitarbeit vergleichsweise niedrig ausfällt.
„Ich habe 43 Jahre lang Vollzeit gearbeitet“, sagte sie der belgischen Tageszeitung „in einem Wohngebäude. Zum Job gehörten eine kostenlose Unterkunft sowie freie Stromversorgung. Dafür fiel ihr Bruttolohn vergleichsweise niedrig aus. Genau darin sieht Arbeitsökonom Stijn Baert einen möglichen Grund für die heutige Rentenhöhe, berichtet „HLN”.
Da Rentenansprüche auf Basis des Bruttogehalts berechnet werden, können Zusatzleistungen wie Wohnraum, Dienstwagen oder andere Vergünstigungen langfristig Auswirkungen auf die spätere Rente haben. Baert erklärt gegenüber „HLN”: „Der große Nachteil von Nebenleistungen ist tatsächlich erst später im Ruhestand spürbar.
“ Arbeitnehmer würden während ihres Berufslebens zwar von steuerlich attraktiven Zusatzleistungen profitieren, gleichzeitig könnten dadurch jedoch geringere Rentenansprüche entstehen. Trotz ihrer Kritik blickt Marina positiv auf ihre Situation. Sie spart seit vielen Jahren für den Ruhestand, arbeitet zusätzlich in einemund sagt: „Ich bin tatsächlich glücklich.
“ Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, im Alter finanziell stärker abgesichert sein sollten. Die gesetzliche Rente ist für Millionen Menschen in Deutschland die wichtigste Einkommensquelle im Alter. Zwar sind die Renten zum 1. Juli 2025 um 3,74 Prozent gestiegen und damit stärker als die Inflation, die tatsächliche Rentenhöhe fällt jedoch sehr unterschiedlich aus, berichtet die „”.
Sie hängt unter anderem von der Dauer der Erwerbstätigkeit, dem Einkommen während des Berufslebens und den gezahlten Rentenbeiträgen ab. Deshalb weichen individuelle Renten oft deutlich vom statistischen Durchschnitt ab. Gleichzeitig steht das deutsche Rentensystem vor großen Herausforderungen. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Rentenempfänger, während die Zahl der Erwerbstätigen und Beitragszahler langsamer wächst.
Dadurch müssen immer weniger Beschäftigte die Renten von immer mehr Menschen finanzieren. Um die Stabilität des Systems zu sichern, wurde das Rentenniveau Ende 2025 bis 2031 gesetzlich bei 48 Prozent des Durchschnittseinkommens festgeschrieben. Vor diesem Hintergrund gewinnt die private und betriebliche Altersvorsorge für viele Menschen zusätzlich an Bedeutung. Laut „WirtschaftsWoche” weisen Experten seit Jahren darauf hin, dass die gesetzliche Rente allein nicht immer ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten.
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