Nach der schwächelnden Abwehrleistung bei Standardsituationen hat Trainer René Wagner die Defensivarbeit in Köln fundamental umstrukturiert. Statt eines neuen Spezialisten wurden Abläufe verändert und mit Co-Trainer Kevin McKenna ein härteres Trainingsregime etabliert, das Kommunikation und physische Härte in den Vordergrund stellt. Das Ziel ist, die Defizite vor dem Derby gegen Gladbach zu beheben, wobei die Rückkehr von drei Nationalspielern eine zusätzliche Herausforderung darstellt.
Das schwächste Team der Liga bei Standards im Kampf gegen die Abwehr-Seuche. Vor dem Derby gegen Gladbach wird der Ton spürbar schärfer in Köln, der Umgang härter.
„Die Gegner freuen sich ja mittlerweile auf Standards gegen uns“, hatte es ausgerechnet Klub-Präsident Jörn Stobbe nach dem 1:2 in Hamburg und dem 4. Liga-Gegentor nach einer Standard-Situation zuletzt auf den Punkt gebracht und ein Ende der Schrott-Bilanz gefordert. Der Boss-Auftrag ist offensichtlich angekommen. Trainer René Wagner setzte das Thema in Gesprächen mit den Bossen und Spielern ganz oben auf die Agenda.
Ergebnis: Ein weiterer Co-Trainer und Standard-Spezialist soll nicht dazugeholt werden. Nach BILD-Informationen aber wurden Abläufe verändert und die Verteidigung der Standards neu organisiert. Davon konnten sich jetzt auch die Fans überzeugen. Foto: Ulrich BauerAm Donnerstag wurden Ecken- und Freistöße bis zum Abwinken trainiert.
Co-Trainer und Ex-Innenverteidiger Kevin McKenna kümmerte sich akribisch um das Verhalten seiner Defensiv-Abräumer im Zusammenspiel mit Keeper Marvin Schwäbe . Mit dabei waren auch Kölns Analyst Denis Huckestein und Keeper-Coach Nils Segelken Die Ansagen kernig. Der Umgang hart.
„Wir kämpfen hier um unser Leben“, brüllte McKenna auf Englisch und forderte die nötige Konsequenz im Strafraum und im Umgang mit den gegnerischen Stürmern ein. „Diese Typen wollen nicht angefasst werden. Geht nicht nur mit dem Körper ran, sondern mit den Händen“, rief er und: „Redet miteinander. Kommunikation ist alles.
“ Die Folge: Ein brutaler Kampf um jeden Meter und kaum Tor-Abschlüsse. Die neue Gangart schien zumindest bei Thielmann, den Mittelfeld-Abräumern Skhiri und Krauß und den Verteidigern Schmied und Sebulonsen Wirkung zu zeigen. Das soll sie auch in 10 Tagen im Derby. Problem nur: Dann müssen mit Mensah, Lochoshvili und Simpson-Pusey auch drei Nationalspieler den Laden dichthalten, die nach der XXL-Pause erst drei Tage zuvor gemeinsam ins Training einsteigen können.
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