Der Durchbruch bei der Kernfusion in den USA bedeutet langfristig ganz neue Perspektiven für den Energiemix in Deutschland. Die Ampel reagiert verhalten und das liegt an den Grünen. Das kommentiert st_lange.
Das hat einerseits damit zu tun, dass hinter dem Verfahren noch Fragezeichen stehen. Die Forscherinnen und Forscher feuerten einen Laser auf ein Kügelchen aus den Wasserstoff-Isotopen Deuterium und Tritium ab und lösten so die Fusion aus.
Noch ist nicht ganz klar, ob dieser „Schuss“ tatsächlich beliebig wiederholbar ist, was wiederum für einen Kraftwerksbetrieb und eine verlässliche Stromproduktion notwendig wäre. Außerdem entspricht die je Pellet freigesetzte Energie von einem Gigajoule „etwa 250 Kilogramm TNT, das heißt, eine mittelgroße Bombe pro Sekunde“, wie Christian Linsmeier vorrechnete. „Für ein Kraftwerk im Dauerbetrieb sind das, vorsichtig ausgedrückt, gewagte Anforderungen“, ergänzte der Leiter des Bereichs Plasmaphysik am Forschungszentrum Jülich.Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die glomex GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt für Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereits währenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.In der Ampel-Regierung wollte sich nur Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger über diesen „historischen Tag für die Energieversorgung der Zukunft“ freuen. Erstmals hätten Forschende gezeigt, „dass man die Sonne tatsächlich auf die Erde holen und mit der Fusion netto Energie erzeugen kann“, erklärte die Ministerin. Dies, so Stark-Watzinger, werde die Energieversorgung revolutionieren „und unseren Energiemix perspektivisch um eine klimaneutrale, verlässliche und wirtschaftliche Quelle ergänzen“. Dabei muss man im Hinterkopf haben, dass Stark-Watzinger von der FDP ist. -Ausstoß, praktisch ohne Atommüll, unbegrenzt produzierbar und noch dazu billig? Wirtschaftsminister Robert Habeck müsste Freudensprünge vollziehen. Gerade stand er, das Milliarden Euro kostet und – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil des deutschen Energiehungers stillen kann. Habeck jedoch schweigt, denn er ist ein Grüner. Habecks Partei hatte schon Schwierigkeiten, die Laufzeitverlängerung der drei noch ans Netz angeschlossenen Atomkraftwerke zu schlucken. Die Vorstellung, dass deutschlandweit bald neue Kernreaktoren entstehen, versetzt die Grünen in Schnappatmung. Gegen Atomkraft zu sein ist ein Ur-Gen der Partei. Bleibt zu hoffen, dass sie schnell dazulernt.
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