Die Kieler Ratsversammlung macht den Weg für die Übergabe des ehemaligen Marineflieger-Geländes in Holtenau an die Bundeswehr frei. Was das für neue Wohnungen und Grünflächen bedeutet.
Die Kieler Ratsversammlung macht den Weg für die Übergabe des ehemaligen Marineflieger-Geländes in Holtenau an die Bundeswehr frei. Was das für neue Wohnungen und Grünflächen bedeutet.
Kiel - Die Kieler Ratsversammlung hat mit großer Mehrheit den Weg für die Übergabe des ehemaligen Geländes der Marineflieger im Stadtteil Holtenau an die Bundeswehr freigemacht. Die Ratsversammlung stimmte am Abend einer Mitte April mit der Bundeswehr getroffenen Absichtserklärung zu, wie die Stadt mitteilte. Damit können nun die Detailverhandlungen zwischen Stadt und Bund starten.
"Jetzt geht es darum, die politischen Vereinbarungen in tragfähige und rechtssichere Verträge zu überführen", sagte Oberbürgermeister Samet Yilmaz . Er wolle die Interessen der Menschen in der Stadt und der betroffenen Stadtteile weiterhin mit Nachdruck vertreten. Die Kommune hatte sich im April mit dem Bund im Grundsatz über die Rückgabe von Teilen des Geländes des früheren Marinefliegergeschwaders 5 geeinigt.
Der damalige Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, unterzeichneten einen entsprechenden Letter of Intent. Die Vereinbarung sieht vor, dass ein Drittel von Holtenau Ost im städtischen Eigentum bleibt. Die Fläche bietet früheren Angaben zufolge Platz für 700 Wohnungen, Wasserzugang und öffentliche Grünflächen. Mit weiteren vom Bund zur Verfügung gestellten Alternativflächen soll es Perspektiven für 2.275 Wohnungen geben.
Ein öffentlicher Weg von Holtenau nach Friedrichsort für Fußgänger und Fahrradfahrer soll gewährleistet werden. Nach Angaben der Stadt müssen rechtlich bindende Vereinbarungen in den kommenden Monaten noch ausgearbeitet und von den zuständigen Gremien beschlossen werden. Bereits am 5. Juni haben gemeinsame Arbeitsgruppen von Stadt und Bund ihre Arbeit aufgenommen.
Sie sollen künftig in einem monatlichen Rhythmus tagen. Parallel laufen die Gespräche mit betroffenen Dritten weiter. Auf dem vor mehr als zehn Jahren frei gewordenen Gelände am Wasser in Holtenau wollte die Stadt eigentlich mehr als 2.000 Wohnungen bauen und einen neuen Stadtteil entwickeln. Über einen Kaufpreis gab es keine Angaben.
In der nun von der Ratsversammlung beschlossenen Vereinbarung sind gemeinsame Leitlinien für die weitere Entwicklung der Flächen in Holtenau Ost, im Plüschowhafen und in der Wik sowie für den vorgesehenen Flächenankauf der Kompensationsflächen definiert.
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