Klopp setzt auf Gegenpressing: FIFA-Report zur WM 2026 bestätigt Taktik

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Klopp setzt auf Gegenpressing: FIFA-Report zur WM 2026 bestätigt Taktik
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Bundestrainer Klopp setzt auf Gegenpressing. Ein FIFA-Report zur WM 2026 bestätigt den Trend zu aggressivem Pressing im Spitzenfußball.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat in einem Interview mit dem ZDF die Bedeutung des Gegenpressing s für seine Mannschaft hervorgehoben. Der 59-Jährige erklärte, man könne jedes Risiko eingehen, wenn das Gegenpressing funktioniere. Ein aktueller FIFA-Report zur WM 2026 mit mehr als 500 Seiten bestätigt diese taktische Ausrichtung und zeigt, dass aggressives Pressing zu den großen Entwicklungen des Turniers zählt.

FIFA-Report zur WM 2026

Der Weltverband FIFA hat einen umfassenden Bericht zur WM 2026 veröffentlicht. Darin analysieren Experten die taktischen Trends des Turniers. Besonders hervorgehoben werden Teams, die nach Balleroberungen schnell Kapital schlagen und Chancen erspielen. Der Report bestätigt damit Klopps Ansatz, der auf aggressives Gegenpressing setzt.

Im Spitzenfußball hat sich dieser Stil längst etabliert. Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain setzt auf hohes Anlaufen und aggressives Gegenpressing. Auch in Deutschland, Spanien und England gehen Spitzenteams zunehmend defensives Risiko ein, um offensiv durchschlagskräftig zu sein.

Trend im Klub- und Nationalfußball

Bisher betraf dieser Trend vor allem den Klubfußball. Bei großen Turnieren der Nationalmannschaften lag der Fokus häufig auf kompakter Defensive und risikolosem Ballbesitz. Gründe dafür sind die Kaderqualität, die sich nicht wie bei Klubs durch Transfers verstärken lässt, sowie eingeschränkte Vorbereitungs- und Trainingszeiten.

Trotzdem setzen einige Nationalteams auf eine Mischung: Mit dem Ball offensives Risiko eingehen und sich mit aggressivem Gegenpressing bei Ballverlusten absichern. Gelingt das nicht, zieht man sich in eine kompakte Defensive zurück. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Offensivfreudigkeit aus dem Klubfußball auch im Nationalmannschaftsfußball weiter etabliert.

Debatte um modernen Fußball

Ein besonders einprägsames Beispiel war das Duell zwischen PSG und dem FC Bayern im Halbfinale der Champions League. Das Hinspiel löste eine emotional geführte Debatte darüber aus, ob das noch Fußball sei oder den Sport unattraktiv mache. Auf der einen Seite stand das athletische Spektakel: Beide Teams sprinteten, pressten und spielten vertikalen Fußball. Neun Tore fielen beim 5:4-Sieg der Franzosen.

Auf der anderen Seite wurde kritisiert, dass das Spiel zu wild war, ohne Kontrolle, Rhythmus und Struktur. Beide Seiten haben ihre Argumente. Unter dem Strich steht jedoch der moderne Fußball, den viele Teams anpeilen. Tiefe Abwehrblöcke zwingen Klubs wie PSG oder den FC Bayern, mehr Risiko in der Offensive zu gehen. Das geht nur auf Kosten der Präzision und mit dem Auffangnetz des Gegenpressings.

Gewinnt der Gegner den Ball, soll er sofort unter Druck stehen und keine kontrollierten Gegenstöße starten können. Ein ganz großer Paradigmenwechsel ist das jedoch nicht. Auch Julian Nagelsmann setzte auf hohes Pressing und aggressives Gegenpressing. Sein größtes Problem war, dass er keine Offensivreihe fand, die hohe Ballgewinne ermöglichte, oder er sie taktisch nicht in die richtigen Situationen brachte, weil die Struktur mit dem Ball nicht ausreichend gut war.

Klopp und Guardiola im Vergleich

Klopp und Pep Guardiola werden oft als Gegensätze betrachtet, dabei sind sich beide ähnlicher als gedacht. Klopp hat sich enorm weiterentwickelt, was Strukturen mit dem Ball anbelangt. Ein Team, das in Ballbesitz schlecht positioniert ist, ist bei Ballverlusten anfälliger für Konter. Das Gegenpressing funktioniert dann schlechter. Guardiola setzt seit jeher auf aggressives Gegenpressing, um den Ballbesitz schnell zurückzuerobern. Während ihrer Zeit in England haben sich beide voneinander inspirieren lassen.

Für Klopp geht es nun darum, die Struktur mit dem Ball zu verbessern und sicherzustellen, dass die Wege bei Ballverlusten kurz sind, um ins Gegenpressing zu kommen. Gegen Serbien funktionierte das außergewöhnlich gut, wie der Bundestrainer analysierte. Griechenland wird jedoch eine andere Herausforderung. Die Griechen verteidigen kompakter, disziplinierter und sind in Umschaltsituationen deutlich cleverer, weil sie jede Lücke eiskalt bestrafen.

Klopp will seine Offensivspieler weiterhin mit Freiheiten ausstatten: Sie dürfen in der Offensive alles Risiko der Welt nehmen, solange sie Ballverluste mit Leidenschaft, Laufarbeit und Energie reparieren.

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