Bundestrainer Jürgen Klopp spricht vor dem Rückspiel in Thessaloniki über die Kimmich-Debatte, die offene Startelf und den Ausfall von Serge Gnabry.
Die deutsche Nationalmannschaft hat eine Woche nach dem 0:1 gegen Griechenland im Rückspiel in Thessaloniki direkt die Chance auf Wiedergutmachung. Vor dem Spiel am 3. Oktober 2026 sprachen Bundestrainer Jürgen Klopp und Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlović auf einer Pressekonferenz zu den Medien. Im Mittelpunkt standen die Debatte um Joshua Kimmich, die offene Startelf und der Ausfall von Serge Gnabry.
Klopp beendet die Debatte um Kimmich
Klopp ging gegen neue Diskussionen um Joshua Kimmich auf Abstand. Der Bundestrainer machte klar, dass niemand automatisch gesetzt ist. Er sagte, er habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass daraus nicht doch ein eigenes Thema gemacht werde. Deshalb gebe er in diesem Punkt offiziell auf und die Medien könnten machen, was sie wollten.
Zur Zusammensetzung des Mittelfelds erklärte Klopp, es brauche unterschiedliche Strukturen, Führung, laufstarke und kreative Spieler. Warum sollte in der Zukunft ein Spieler immer spielen, fragte er. Damit betonte er, dass Leistung und taktische Anforderungen über die Aufstellung entscheiden.
Startelf gegen Griechenland bleibt offen
Die Startelf für das Rückspiel in Thessaloniki ließ Klopp weitgehend offen. Er sagte, wenn man ganz ehrlich sei, hätten alle Spieler im Camp verdient zu spielen. Nur in der Innenverteidigung deutete er einen Engpass an, da die Position des zweiten Innenverteidigers bei Schlotterbeck mehr oder weniger besetzt sei und man ein bisschen gucken müsse.
Auch Aleksandar Pavlović bekam auf dem Podium einen lockeren Hinweis auf einen Startelfeinsatz. Klopp sagte vor der Frage an den Mittelfeldspieler, er könne sich jetzt nicht mehr aus der Mannschaft quatschen. Viel mehr zur Elf gab der Bundestrainer an dieser Stelle aber nicht preis.
Griechenland als goldene Generation
Klopp adelte den Gegner vor dem Rückspiel mit einem großen Etikett. Er sagte, das könnte aus seiner Sicht die goldene Generation des griechischen Fußballs sein. Viel Neues habe er aus dem ersten Duell nicht gelernt, weil er das Talent des Teams schon vorher gesehen habe.
Deutschland rechnet in Thessaloniki wieder mit einem tiefen griechischen Abwehrblock. Klopp sagte, wenn sie gut spielten, werde Griechenland auch mal im tiefen Block verteidigen müssen. Dass sie das gut machen, hätten sie in Augsburg mitbekommen.
Der Ausfall von Starspieler Christos Tzolis, 24 Jahre alt und bei Arsenal unter Vertrag, spielt für Klopp vor dem Rückspiel keine große Rolle. Er sagte, es gehe nicht darum, wer spiele, sondern darum, wie sie spielen. Tzolis wünschte er zugleich eine schnelle Rückkehr und hofft, dass er sich schnell erholt und in ein, zwei, drei Wochen wieder spielen kann.
Gnabry fehlt und Tsimikas trifft Klopp
Für Serge Gnabry ist die Länderspielphase vorzeitig beendet, das wurde am Samstag offiziell. Klopp schilderte nach 45 Minuten im dritten Spiel keine Verletzung, sondern Belastung. Er sagte, Gnabry sei in der Halbzeit nicht verletzt gewesen, aber die Belastung schon gespürt. Deshalb habe man entschieden, dass die letzten Tage beim FC Bayern München mehr Sinn ergeben.
Kostas Tsimikas wurde auf dem Podium plötzlich persönlich. Klopp sagte über das Wiedersehen, wenn er seine alten Spieler treffe, sei das wirklich so, als würde er alte Freunde treffen. Gesprochen hätten die beiden vor dem Spiel aber nicht, sie hätten kein Wort geredet.
Klopp beschrieb seine Rückkehr auf die Trainerbank sehr persönlich. Er sagte, er habe nichts vermisst, ehrlich gesagt, aber er habe gemerkt, dass er immer noch liebe, was er tue. Die Arbeit mit der Gruppe nannte er eine reine Freude und ein Segen.
Die deutsche Nationalmannschaft will nach der Niederlage gegen Griechenland im Hinspiel nun in Thessaloniki die Chance auf Wiedergutmachung nutzen. Die Partie ist für den 3. Oktober 2026 angesetzt, und die Pressekonferenz fand am selben Tag um 18:39 Uhr statt. Klopp und Pavlović beantworteten dabei Fragen zu Aufstellung, Gegner und Personalien.
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