Die insolvente Handelskette Kodi schließt 43 von 144 Filialen und die Zentrale in Oberhausen. 265 Beschäftigte verlieren ihren Job, vor allem in Nordrhein-Westfalen.
Die insolvente Handelskette Kodi schrumpft weiter: 43 der zuletzt 144 Filialen sowie die Zentrale in Oberhausen werden geschlossen. Das Amtsgericht Halle (Saale) eröffnete am Donnerstag das Insolvenz verfahren über die Kodi Handels GmbH. 265 Beschäftigte verlieren ihren Job, vor allem in Nordrhein-Westfalen. Die neue Kodi Retail GmbH übernimmt 100 Standorte und führt die Marke fort.
Insolvenzverfahren eröffnet
Das Amtsgericht Halle (Saale) hat am Donnerstag das Insolvenzverfahren über die Kodi Handels GmbH eröffnet. Damit wird der bereits eingeleitete Schrumpfungskurs der Handelskette offiziell. 43 der zuletzt noch 144 Filialen sowie die Zentrale in Oberhausen werden endgültig geschlossen. Von den Schließungen sind 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, vorrangig in Nordrhein-Westfalen.
Geschäftsführer Fabian Grund erklärte, es sei bedauerlich, dass es für diese Standorte keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gebe und dadurch Arbeitsplätze verloren gingen. Die Schließungen konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, wo die Kette besonders stark vertreten war.
Neue Kodi Retail GmbH übernimmt 100 Standorte
Parallel zur Schließungswelle übernimmt die neu gegründete Kodi Retail GmbH 100 Standorte und führt die Marke Kodi weiter. Der Kodi-Generalbevollmächtigte Rechtsanwalt Dirk Andres sprach von einer tragfähigen Lösung in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Die Krise bei Kodi schwelt schon länger.
Bereits nach dem Schutzschirmverfahren Ende 2024 wurden im Frühjahr 2025 erste Maßnahmen eingeleitet. Nun folgt der nächste drastische Einschnitt. Die Zukunft der Marke hängt davon ab, ob sich die verbleibenden 100 Filialen wirtschaftlich stabilisieren lassen.
Hintergrund und wirtschaftliches Umfeld
Kodi war bei Verbrauchern beliebt für günstige Kerzen, Deko, Weihnachtsbaumkugeln oder Küchenutensilien wie Kochlöffel. Doch der Einzelhandel steht unter Druck. Auch Mitbewerber sind von Insolvenzen betroffen. Die Insolvenz der Kodi Handels GmbH ist Teil einer breiteren Entwicklung im stationären Handel.
Die Schließung von 43 Filialen und der Zentrale in Oberhausen bedeutet einen weiteren Rückzug aus der Fläche. Für die betroffenen 265 Beschäftigten ist der Jobverlust eine persönliche Härte. Die neue Kodi Retail GmbH muss nun beweisen, dass sie mit 100 Standorten erfolgreich wirtschaften kann.
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