Die Abgeordnete Cansin Köktürk wurde im Deutschen Bundestag mehrfach wegen erhöhter Zwischenrufe und kontroverser Internet‑Beiträge verwarnt und mit Geldbußen belegt. Die Entscheidung diszipliniert die parlamentarische Ordnung und beleuchtet die Debatte um die Rolle der sozialen Medien in der politischen Kommunikation
Im Deutschen Bundestag ist die Abgeordnete der Linkspartei, Cansin Köktürk, wiederholt für ihr Verhalten im Plenum kritisiert worden. Während einer Haushaltsdebatte in der ersten Tagung des September wurde Köktürk von den Abgeordnetenpräsidenten wegen mehrerer Zwischenrufe mit einem Ordnungsgeld von zwei‑tausend Euro bestraft.
Die parlamentarische Ordnung ist in den letzten Jahren verschärft worden, sodass drei Ordnungsrufe innerhalb von drei Sitzungswochen einen Bußgeldbetrag von zwei‑tausend Euro bedeuten. Bei wiederholter Verstöße droht ein Betrag von vier‑tausend Euro. Der erste Ordnungsruf geführte sich bereits im Juni, als Köktürk in einer Rede mit Bezug auf die AfD die Aussage "Wir beobachten die Zuwanderung von gewaltbereiten Faschisten in unser demokratisches Parlament" tätigte. Die Abgeordnetenpräsidentin Andrea Lindholz der CSU erhob daraufhin einen zweiten Ordnungsruf.
Bußgeld wegen wiederholter Ordnungsrufe
Kurz darauf verließ Köktürk den Saal nach dem dritten Beschwerde‑ und Protestanruf. In den Folgewochen wurde sie erneut in einer Parlamentssitzung für das Beharren auf der Einladung, Andersdenkende zu diskriminieren, laut verurteilt. Die Geschäftsordnung sieht vor, dass bei dreimaligen Ordnungsrufen innerhalb vier Wochen ein Bußgeld von zwei‑tausend Euro fällig wird, bei wiederholten Einwänden sogar doppelt oben.
Im sozialen Netzwerk Instagram veröffentlichte Köktürk ein Video, in dem sie sich an ihre Follower wendet und Fordungen gegen Israel, Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump ausspricht. Das Video enthielt mehrere Würdeverletzungen und Brandunterschriften, die von ihrer Partei und der Öffentlichkeit als nachtragend und verstörend empfunden wurden. Die Bundespräsidium hat der Abgeordneten daraufhin ein Ordnungsgeld auferlegt.
Köktürks Verhalten entzündet heftige Debatten im Parlament über die Grenzen politischer Meinungsäußerung, die Rolle von sozialen Medien und die Notwendigkeit einer gewissen Disziplin in öffentlichen Versammlungen. Viele Beobachter betonen, dass ein mehrstufiges System von Ordnungsrufen und Geldbußen als notwendig erachtet wird, um die Ordnung und die Pflicht zum respektvollen Dialog im Bundestag zu sichern.
Rubbel die nächste Story frei
Bundestag Cansin Köktürk Ordnungsruf Geldbuße Soziale Medien
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Lewis Hamilton erhält Verwarnung, Ferrari muss Buße zahlenDas Urteil im Hamilton-Fall ist da. Wie erwartet kommt er selbst mit einer Verwarnung davon - Ferrari allerdings nicht. Satte 10.000 Euro muss die Scuderia zahlen. In ihrem Urteil erklären die Rennkommissare das so: 'HAM näherte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 bis 85 km/h langsam Kurve 9, als BOR, der sich in einer Auslaufrunde und nicht auf einer schnellen Runde befand, sich von hinten mit etwa 240 km/h näherte, was zu einer Annäherungsgeschwindigkeit von etwa 155 bis 160 km/h führte.' 'HAM bewegte sich am Ende der Geraden von der Mitte der Strecke in Richtung der Ideallinie, was BOR dazu zwang, zu bremsen und ein Ausweichmanöver durchzuführen. Die Rennkommissare erkennen an, dass HAMs rechter Außenspiegel beschädigt wurde, wie durch Foto- und Videobeweise bestätigt wurde, und dass er keine Funkwarnung vom Team erhalten hatte.' 'Beide Teamvertreter gaben an, dass solche Warnungen normalerweise nicht ausgesprochen werden, wenn sich das herannahende Fahrzeug nicht in einer schnellen Runde befindet. BOR bestätigte zudem, dass er die Situation unter Kontrolle hatte.' 'Dennoch waren die Rennkommissare der Ansicht, dass HAM das deutlich schnellere, sich nähernde Fahrzeug unnötig behindert hat, indem er mit langsamer Geschwindigkeit auf die Ideallinie fuhr. Die Tatsache, dass BOR sich nicht in einer schnellen Runde befand, ändert nichts an dieser Schlussfolgerung.' 'Die Rennkommissare prüften zudem, ob der Vorfall als gefährliche Behinderung einzustufen sei. Dabei berücksichtigten sie insbesondere die hohe Annäherungsgeschwindigkeit sowie die Tatsache, dass ein Fahrer, der sich bewusst ist, dass einer seiner Spiegel beschädigt ist, besondere Vorsicht walten lassen sollte, bevor er auf die Ideallinie fährt. BOR behielt jedoch die Kontrolle und wa rin der Lage, HAM auszuweichen.' 'Die Rennkommissare werteten den beschädigten Spiegel und die Tatsache, dass sich BOR nicht in einer schnellen Runde befand, als mildernde Umstände.'
Weiterlesen »
Schumachers glorreiche 1994‑Saison - Netflix legt ein scheinbares Bild auf den BildschirmNetflix nimmt den Blick auf die legendäre 1994‑Saison von Michael Schumacher, die ihn zum ersten Weltmeister machte, und verarbeitet das abrupt veränderte Klima des Motorsports in einem vielschichtigen Dokumentarfilm. Mit exklusiven Interviews von Zeitzeugen behandelt das Werk nicht nur die Rennen, sondern auch die Kontroversen und die weltweiten Tragödien, die die Formel‑1 in jener Zeit prägten. Der Film bietet eine tiefgründige Darstellung und lädt Fans ein, die große Schöpfer‑Ära aus einer frischen Perspektive zu erleben.
Weiterlesen »
Bundesumweltminister fordert radikales Wassermanagement‑Umdenken in DeutschlandIn Berlin betont Minister Carsten Schneider die dringend notwendige Umstellung des wasserpolitischen Ansatzes in Deutschland. Er ruft die Länder zur Investition in die Erneuerung der Wasserinfrastruktur auf, um die Folgen der aktuellen Trockenheit sowie die Auswirkungen niedriger Flusspegel zu mildern. Die Rede spielt die Schwere knapper Wasserlagen, die wirtschaftlichen Folgen für den Transport und die Notwendigkeit eines langfristigen, landschaftsorientierten Wasserbewirtschaftungsansatzes hervor.
Weiterlesen »
Linke-Abgeordnete Köktürk löst erneut politischen Eklat ausDie Bundestagsabgeordnete Cansin Köktürk hat auf Instagram erneut gegen Israel, Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Medien polemisiert. Zuvor war sie im Bundestag mit Zwischenrufen aufgefallen und hatte zwei Ordnungsrufe sowie ein Ordnungsgeld von 2000 Euro kassiert. Der neue Vorfall fällt in die Phase der Sondierungen für eine mögliche Berliner Koalition.
Weiterlesen »
